Mittwoch, 30. Oktober 2013

Nachfolge und Selbstverleugnung

Irgendwas muß da dran sein. Mit der Selbstverleugnung meine ich. Denn die Selbstverleugnung ist eine von nur zwei Forderungen an die Nachfolge und sie ist uns in gleich drei Evangelien überliefert. Es scheint nahe zu liegen, daß die irgendwie wichtig ist.

Matthäus 16, 24: "Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach."

Markus 8, 34: "Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

Lukas 9, 23: "Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach."

Selbstverleugnung klingt ja erstmal ziemlich schlimm. Zumindest für alle die, die sich in ihrem Leben doch eigentlich selbst verwirklichen wollen - und da gehöre ich doch schließlich auch dazu. Aber wie sieht Selbstverleugnung eigentlich konkret aus? Nicht bei anderen, sondern bei mir. Ich muß ehrlich sagen, daß mir spontan dazu kein Beispiel einfällt, also kein schmerzhaftes. Einen Verzicht, den ich als solchen nicht erlebe, möchte ich als solchen auch nicht bezeichnen, und viele Gelegenheiten habe ich sicher unerkannt verstreichen lassen. Wohingegen ich bei anderen einen ziemlich guten dafür Blick habe.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Ich kannte ein Mädchen aus Bosanski Brod

Ich kannte ein Mädchen aus Bosanski Brod. Das war jung und hübsch und traurig anzusehen. Sie lebte in einem kleinen Haus. Ihr Vater war am Gericht. Dann kam der Krieg. Der Vater ging nicht mehr zur Arbeit und die Familie nicht mehr auf die Straße. Im Radio hieß man sie ein weißes Laken aus dem Fenster hängen. Das beschoß man mit Granaten, sieben Tage lang. Unter der Kellertreppe waren zwei Familien dicht gedrängt, sieben lange Tage lang. Keiner kam und ging und dann begann die Flucht, nur einen Koffer in der Hand. Das Mädchen ging durch Minenfelder. Andere starben. In einem Lager verteidigte sie ihre Unschuld mit den Zähnen. Dann kam sie nach Deutschland. Jetzt war sie zu Besuch. Sie hatte eine Geschichte, ich hatte eine Uniform und das ist alles lange her. Ich kannte ein Mädchen aus Bosanski Brod. Das war jung und hübsch und traurig anzusehen.

Bilder vom Tag: Der Bamberger Reiter

Immer weniger Kinder mit "Down-Syndrom"

Zahl des Tages: Dank der modernen Medizin gibt es heute 90 Prozent weniger Kinder mit "Down-Syndrom". Die Behandlung ist denkbar einfach: betroffene Kinder werden schon im Mutterleib entfernt. Die Kinder werden gar nicht erst geboren. 

Es scheint, als ob wir heute schon da sind, wo sich die Verfasser des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses nur hinträumen konnten. Ich denke, es wird Zeit nicht nur das Recht auf Leben sondern auch das Recht auf Geburt einzufordern. Zum gleichen Thema siehe auch den "curious traveller" der jetzt nur noch "just wondering" heißt.

Berliner Protz: Küster fliegen Business

Wenn die Küster in Berlin schon Business fliegen, wird es für den Kardinal wohl bald Zeit für die Sänfte mit den Pfauenfedern. Neues vom Berliner Protz-Küster gibt es wie immer hier.

Weltbild-Insolvenz und Limburg-Protz

Der Weltbildgruppe geht es schlecht. Sie hat ein dutzend Eigentümer, die alle keine Kaufleute sind. Das Kirchenvolk ist davon bislang ungerührt. Zur Zeit erregen die Gemüter etwa 30 Millionen Euro, die ein deutscher Bischof, der auch kein Kaufmann ist, in ein Gebäude investiert hat, das so auch noch in hundert Jahren stehen kann.

Ich bin mal gespannt, welche Reaktionen wir erwarten dürfen, wenn die Weltbildgruppe demnächst in die geordnete Insolvenz geht und wir zusammenzählen, was die deutschen Bischöfe da auf den Kopf gehauen haben. Die Diözese Augsburg hat gerade jetzt noch einmal 15 Millionen Euro auf den Tisch gelegt, um dieses Schicksal abzuwenden. Es wird nicht funktionieren.

Die Weltbild-Strategie, den kleinen Buchhandel aus den Innenstädten zu verdrängen und mit billigem Geld durch eigene Filialen zu ersetzen, ist grandios gescheitert. Grandios, weil die Verdrängung von kleinen Buchläden tatsächlich gelungen ist, gescheitert, weil sich mit den gegründeten Filialen einfach kein Geld verdienen läßt.

Jetzt hat man 1,5 Milliarden Euro Umsatz und 6800 Mitarbeiter in über 300 Filialen, aber keine Gewinne. Entlassungen und Filialschließungen stehen an. Das Handelsblatt zeigt ein Bild des Mitarbeiterprotestes. "Hexenverbrennungen, Kreuzigungen, Inquisitionen. Wir wissen wie man feiert. Ihre Kirche" steht da zu lesen und auch: "Weltbild läßt die Köpfe rollen, die Kirche den Rubel".

Die Marschrichtung des Widerstandes dürfte damit schon recht gut beschrieben sein. Der "gute Ruf", der "sweet spot" des deutschen Episkopats, wird zum Faustpfand der Auseinandersetzung. Die beteiligten Bischöfe stecken in der Zwickmühle: zwischen gesellschaftlicher Relevanz und wirtschaftlicher Verantwortung, zwischen sozialer Anerkennung und unternehmerischem Handeln.

Mit dem eigentlichen Auftrag der Kirche hat weder das eine noch das andere zu tun.

Die Versuchung, das Unmögliche möglich zu machen mit viel frischem Geld aus deutschen Diözesen, dürfte jedoch bei manchen groß sein. Und die Geschäftsführung weiß: Nach jedem Strohhalm wird gegriffen werden. Am Ende wird eine Summe auf dem Zettel stehen, gegen die die 30 Millionen Euro von Limburg wie Erdnüsse aussehen. Gerade deshalb denke ich: je eher sie auf den Tisch kommt, desto besser. Kein Schrecken ohne Ende.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Einfache Sätze immer wieder sagen. Teil XVII.

Gott ist kein Unmensch.

Samstag, 26. Oktober 2013

Bilder vom Tag: Die Heilige Familie in Bamberg

Die Mehrheit der Deutschen ist gegen Abtreibung

Sollte es einer Frau gesetzlich möglich sein, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, wenn die Familie nur über ein geringes Einkommen verfügt und sich keine Kinder mehr leisten kann? Ja: 41,5%, Nein: 58,50% Grafik hier

Sollte es einer Frau gesetzlich möglich sein, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, wenn die Frau unverheiratet ist und den Vater des Kindes nicht heiraten möchte? Ja: 29,5%, Nein: 70,50% Grafik hier

Sollte es einer Frau gesetzlich möglich sein, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, wenn sie verheiratet ist und keine Kinder mehr haben möchte? Ja: 48,80%, Nein: 51,20% Grafik hier.

Sollte es einer Frau gesetzlich möglich sein, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, wenn die Gesundheit der Frau durch die Schwangerschaft ernsthaft gefährdet ist? Ja: 94,70%, Nein: 5,30% Grafik hier

Sollte es einer Frau gesetzlich möglich sein, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, wenn die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung ist? Ja: 89,80%, Nein: 10,20% Grafik hier

Sollte es einer Frau gesetzlich möglich sein, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen, wenn die Frau es so will, unabhängig davon, welchen Grund sie dafür hat? Ja: 41,10%, Nein: 58,90% Grafik hier

Quelle: TNS Infratest Sozialforschung, 2012, Deutschland, ab 18 Jahre, 1.617 Befragte.

Freitag, 25. Oktober 2013

Ein persönliches Wort zu Limburg

Eine abschließende Beurteilung der Vorgänge im Bistum Limburg rund um den Bischof, seinen Klerus und sein Ordinariat wäre heute noch verfrüht. Die Zukunft des Bischofs hängt am Ergebnis einer Prüfungskommission und an der rechtlichen Bewertung seiner eidesstattlichen Versicherung. Die Zukunft des Bistums Limburg steht in meinen Augen auf einem anderen Blatt - und ich hätte eine Idee, wenn die Bischöfe von Mainz, Fulda, Paderborn, Köln und Trier mitmachen. Eine persönliche Anmerkung möchte ich aber jetzt schon machen: Es bedrückt mich sehr wie viel böses Blut in dieser Angelegenheit vergossen wurde und noch immer vergossen wird. Damit ich nicht falsch verstanden werde: Niemand kann etwas gegen ein offenes Wort zur rechten Zeit einwenden - auch einem Bischof gegenüber nicht. Wenn man dazu aber in seinem Herzen keine Liebe findet, dann kann man auch einfach mal die Klappe halten.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Susan Sontag über Fotografie

„Die Fotografie impliziert, daß wir über die Welt Bescheid wissen, wenn wir sie so hinnehmen, wie die Kamera sie aufzeichnet. Dies aber ist das Gegenteil von Verstehen, das damit beginnt, daß die Welt nicht so hingenommen wird, wie sie sich dem Betrachter darbietet. Jede Möglichkeit des Verstehens wurzelt in der Möglichkeit, nein zu sagen. Genau genommen läßt sich aus einem Foto nie etwas verstehen. [...] Die von der Kamera aufgezeichnete Realität wird zwangsläufig stets mehr verbergen als sie enthüllt. Brecht hat darauf hingewiesen, daß ein Foto der Krupp-Werke im Grunde genommen nicht von dieser Entität erkennen läßt. Die »Realität« der Welt liegt nicht in ihren Abbildern, sondern in ihren Funktionen. Funktionen sind zeitliche Abläufe und müssen im zeitlichen Kontext erklärt werden. Nur was fortlaufend geschildert wird, kann von uns verstanden werden.

Die fotografisch vermittelte Erkenntnis der Welt ist dadurch begrenzt, daß sie, obzwar sie das Gewissen anzustacheln vermag, letztlich doch nie ethische oder politische Erkenntnis sein kann. Die durch Standfotos vermittelte Erkenntnis wird stets von gewissen Sentiments bestimmt sein, ob von menschenverachtenden oder menschenfreundlichen. Es ist eine Erkenntnis zum Ausverkaufspreis – ein Abklatsch der Erkenntnis, ein Abklatsch der Weisheit, wie ja auch der Akt des Fotografierens nur scheinbare Aneignung, scheinbare Vergewaltigung ist. Gerade in der Stummheit dessen, was aus Fotografien hypothetisch verstehbar ist, liegen deren Reiz und Herausforderung. Die Allgegenwart von Fotografien hat eine unberechenbare Auswirkung auf unsere Fähigkeit, ethisch zu empfinden. Indem sie die ohnehin unübersichtlich gewordene Welt abbildet und so mit einem Duplikat ihrer selbst ausstattet, läßt uns die Fotografie die Welt verfügbarer erscheinen, als sie es in Wirklichkeit ist. 

Das Bedürfnis nach Bestätigung der Realität und Ausweitung des Erfahrungshorizontes durch Fotografien ist ein ästhetisches Konsumverhalten, dem heute jedermann verfallen ist. Die Industriegesellschaften verwandeln ihre Bürger in Bilder-Süchtige; dies ist die unwiderstehlichste Form von geistiger Verseuchung. Die schmerzliche Sehnsucht nach Schönheit, der Wunsch, nicht mehr unter der Oberfläche sondieren zu müssen, das Verlangen, sich mit der Welt in ihrer Gesamtheit wiederzuversöhnen und sie zu feiern – all diese sinnlichen Empfindungen kommen in dem Vergnügen, das wir an Fotos finden zum Ausruck.“

Susan Sontag, Über Fotografie, S. 28f.

Bilder vom Tag: Konzentrationslager Dachau

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Meuser und Püttmann zur Limburg-Entscheidung

Sind Papst Franziskus die "normativen Sicherungen durchgebrannt"? Lebt auch er "im geistigen Gefängnis" seiner "Parteilichkeit, Selbstreferentialität und Lagermilitanz"? Oder konnte er die "Tragödie eines armen, einsamen und gestörten Mannes, der besser nie in das Amt gekommen wäre" nicht erkennen?

Franziskaner der Immaculata vor der Spaltung

Nach Informationen von Father John Zuhlsdorf bitten 200 Franziskaner der Immakulata um die Errichtung eines eigenen Institutes mit dem Gebrauch der alten liturgischen Bücher. Die Bitte richtet sich an die Kommission Ecclesia Dei. Zuhlsdorf geht davon aus, daß sich die Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens der Bitte widersetzen wird.

Erzbischof Becker zur Limburg-Entscheidung

Paderborn (pdp) - Erzbischof Hans-Josef Becker hat am Mittwoch bei der turnusmäßigen Sitzung des Priesterrates in Paderborn kurz Stellung zur Mitteilung des Vatikan bezogen, Bischof Tebartz-van Elst eine Auszeit außerhalb der Diözese zu gewähren. Er sei tief besorgt angesichts der zugespitzten Situation im Bistum Limburg. Deshalb freue es ihn, dass Papst Franziskus „recht schnell nach den Gesprächen der vergangenen Tage eine Entscheidung herbeigeführt hat“, so der Erzbischof. „Mit dem Signal des Papstes kommt hoffentlich etwas Ordnung in diesen komplexen Problemfall“, sagte er. Die eingesetzte Prüfungskommission werde die Finanzierung schnell und sorgfältig analysieren müssen. Auch die Entscheidungswege müssten erklärt werden. „Ich hoffe und wünsche mir, dass beschädigtes Vertrauen möglichst bald wieder hergestellt werden kann.“

Heiner Geißler mit Touristen auf dem Domberg

Die Berichterstattung zur "Causa Limburg" befindet sich im Standby-Modus. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende, nur Neues gibt es nicht mehr zu berichten. Der "Skandal" droht in Vergessenheit zu geraten. Es ist die große Stunde der Nebenberichterstattung, die jetzt helfen muß: Ehemalige Nachbarn des Bischofs, seine Familiengeschichte, Prominente, die sich äußern, oder auch nur das gestiegene Interesse an der Stadt Limburg halten die Frage nach dem "wie geht´s weiter" am Leben. Bis erste Untersuchungsergebnisse vorliegen kann es noch Wochen und Monate dauern. Wenn wir Glück haben, erleben wir noch wie "Die Katze des Bischofs" oder der eher investigative Lebensbericht "Die Putzfrau des Bischofs" ihren Weg in unsere Blätter findet. Das sich jetzt auch Heiner Geißler geäußert hat, sollten wir darum nicht übel nehmen. Jede Schlagzeile ist eine lebensverlängernde Maßnahme für ihn und wir alle wissen, der Mensch lebt nicht vom Brot allein.

Mein Favorit zur Umgestaltung von St. Hedwig

Das Erzbistum Berlin veranstaltet einen Architekturwettbewerb zur Umgestaltung der Hedwigskathedrale. Mein Beitrag würde ungefähr so aussehen:


Zur Zeit sieht es noch so aus. Ein Blick auf die "Ober- und Unter­kirche". Das Bild kann den tat­säch­lichen Eindruck nur wage wie­der­geben:

Dienstag, 22. Oktober 2013

Kathedrale St. Hedwig: Architekten planen Umbau

Die Berliner Hedwigs-Kathedrale, im Volksmund salopp auch als "türkisches Bad" mit "Jesus in der Grube" verunglimpft, bedarf einer Innen-Sanierung. Das Erzbistum Berlin lobt deshalb einen Architekten-Wettbewerb zur "Neugestaltung des Innenraums und des baulichen Umfeldes" aus. Der Wettbewerb beginnt am 1. November.

Montag, 21. Oktober 2013

"Einer von uns"-Demonstration in Straßburg

Hier ein paar Bilder von der heutigen Demonstration in Straßburg:

"Badewanne aus Coltan"

Josef Bordat lesenswert.

Freitag, 18. Oktober 2013

Bilder vom Tag: Herbsttag in Berlin

Windows: Startbutton kommt doch nicht zurück

Ich habe ihn vermißt, herbeigewünscht und nicht bekommen. Da wo früher der Startbutton war, war bis gestern nichts, seit heute gibt es dort einen Knopf, der einen wieder nur auf die bescheuerte Kacheloberfläche mit dem "Apps" teleportiert, die keiner braucht. Schade. Umsonst gefreut.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Was bedeutet eine Totenmesse?

Eine Erklärung auf Summorum Pontificum. Lesenswert.

Erzbischof em. Dr. Robert Zollitsch aus Rom

Bonn (DBK) - Anlässlich seiner heuti­gen Audienz bei Papst Franz­iskus erklärt der Vor­sitz­ende der Deutschen Bischofs­kon­ferenz, Erz­bischof Dr. Robert Zollitsch:

„Heute hatte ich die schon seit mehreren Wochen gewährte Gelegen­heit, mit Papst Franz­iskus zu einem längeren Gespräch zusammen­zu­treffen. Nachdem wir uns im Juli erstmals persönlich kennen­gelernt haben, konnte ich den Heiligen Vater ausführlich über die Kirche in Deutschland informieren. In unserem Gespräch ging es vor allem um die Beratungs­ergeb­nisse der Herbst-Voll­versamm­lung der Deutschen Bischofs­konferenz vor wenigen Wochen in Fulda. Ebenso habe ich mit Papst Franziskus über die Situation im Bistum Limburg gesprochen. Zu den weiteren Inhalten meines mit­brüder­lichen Gesprächs mit Papst Franziskus, das mich gestärkt und ermutigt hat, möchte ich keine Erklärung ab­geben, da dieses Gespräch einen vertrau­lichen Charakter hatte. Mit Blick auf das Bistum Limburg bin ich dankbar, dass die von mir berufene Prüfungs­kommission morgen mit ihrer Arbeit beginnen wird. Über eine zeitliche Perspektive zur Arbeit der Kommission kann ich der­zeit noch nichts Verbind­liches sagen. Ich bin zuver­sichtlich – auch nach meiner heutigen Begegnung mit Papst Franziskus – dass alle Seiten an einer guten und baldigen Lösung interessiert sind, um die Lage im Bistum Limburg zu beruhigen und um einen Weg aus der schwierigen Situation zu finden.“

Windows: Juhu, der Startbutton kommt zurück

Ab heute soll es das Betriebssystem Windows in der Version 8.1 geben. Der Startbutton soll wieder mit dabei sein. Was ich von der bisherigen Version halte, habe ich bereits kundgetan. Jetzt bin ich sehr gespannt, ob Microsoft die Kurve bekommt.

Aus Protokollen des Vermögensverwaltungsrates

Was wußte der Vermögensverwaltungsrat? Warum legte das Bistum für das Jahr 2012 noch keinen ordnungs­gemäßen Haushalt vor? Was wußte Vermögens­verwaltungs­rat Jochen Riebel (O-Ton: ""Bischof ist raffinierter Betrüger oder krank")? Kath.net veröffent­licht Protokolle des Limburger Ver­mögens­ver­wal­tungs­rates.

Limburg: Falsche Anschuldigungen im Spiel

Ludwig Ring-Eifel schreibt auf Kath.net: Einige Vorwürfe gegen den Limburger Bischof Tebartz-van Elst hätten sich als falsche Anschuldigungen herausgestellt. Entgegen anders lautenden Aussagen, könne nachgewiesen werden, daß der Heilige Vater in die Stückelung des Bauprojekts in zehn Einzelprojekte eingeweiht war. Die von Vermögensverwaltungsrat Jochen Riebel (O-Ton: "Bischof ist raffinierter Betrüger oder krank") geäußerten Vorwürfe, er sei umgangen, getäuscht oder überhaupt nicht informiert worden, wird durch Protokolle des Vermögensverwaltungsrates erschüttert. Der Vorwurf eines kirchenrechtlichen Schwarzbaus auf dem Domberg sei nicht mehr zu halten.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Till Brieglieb "jenseits der Skandalbegeisterung"

Das ART-Magazin hat einen inter­essanten Beitrag zur "Kosten­explosion" auf dem Limburger Dom­felsen geschrieben. Bei den drei Millionen Euro, die von vielen Zeit­ge­nossen als ursprüng­lich geplante Kosten des Diözesanen Zentrums ins Feld geführt werden, handele es sich dem­nach um eine Schätzung aus dem Jahr 2007, die sich nur auf den Neu­bau­teil des Ensembles bezieht. Inklusive Alt­bau­sanierung, Abbruch, Außen­an­lagen und anderem komme auch der Frank­furter Architekt Christoph Mäckler 2007 bereits auf 11 Millionen Euro ohne Planungs­kosten. Zum Amts­antritt des Limburger Bischofs im Januar 2008 legte sein Nach­folger Karljosef Schattner einen unverbind­lichen Kosten­vor­an­schlag in Höhe von 17 Millionen Euro vor. Die erste, nach Ein­schätzung von Autor Till Brieglieb, seriöse Durch­planung des Bau­vor­habens habe erst 2010 vorgelegen: 25 943 958 Euro und 51 Cent. Das sei die Zahl, von der aus man entschei­den müsse, ob eine "Kosten­ex­plosion" vorliege. Die Aus­ga­ben­stei­gerung liegt dem­nach bei 18 Prozent.

Dienstag, 15. Oktober 2013

Die GEZ, Dein Freund und Helfer

Vor einem halben Jahr stellte ich fest, daß meine Frau und ich seit unserer Eheschließung die GEZ-Beiträge doppelt zahlen. Knapp 500 Euro zuviel. Das kommt oft vor. Aus diesem Grund gibt es auch eine Regelung, die es Ehepaaren erlaubt, die doppelt gezahlten Beiträge für einen Zeitraum von drei Jahren erstattet zu bekommen. Ich also nichts wie ran und einen Brief geschrieben: "Liebe Damen und Herren von der GEZ ... bitte erstatten Sie mir die doppelt gezahlten Beiträge ab dem 21. Mai 2010 zurück." Antwort: "Sehr geehrter Herr T. ... bitte schicken Sie uns Ihre Eheurkunde." Acht Wochen und einige Telefonanrufe später: "... bitte schicken Sie uns die Meldebescheinigung Ihrer Frau." Sechs Wochen später, im Kundenservice bin ich jetzt schon bekannt, um nicht zu sagen im Verruf: "... bitte schicken Sie uns auch Ihre Meldebescheinigung". So ging das klecker, klecker, hin und her. Es kostet Zeit und Nerven und am Ende kommt heraus: Meine Frau hatte sich zum 21. Mai am neuen Wohnsitz angemeldet, ich jedoch erst zum Juli 2010. Folgenden Bescheid haben wir daraufhin erhalten - und ich bitte, das sehr aufmerksam zu lesen: "Sehr geehrte Frau B., aus Ihren Meldebescheinigungen geht hervor, dass Sie zum Zeitpunkt der Eheschließung unterschiedliche Wohnsitze hatten. Eine rückwirkende Abmeldung zum Heiratsdatum ist daher leider nicht möglich. Wir haben das Beitragskonto zum 31.12.12 abgemeldet. Das Guthaben von 143,84 EUR werden wir auf Ihr Konto erstatten." Preisfrage: Was habe ich als nächstes getan? War ich enttäuscht und auch ein wenig dankbar, weil mir der Beitragsservice doch irgendwie auch entgegengekommen ist, oder habe ich mich einfach nur geneppt gefühlt? --- Ich habe einen neuen Brief geschrieben und um die Rückerstattung der Beiträge seit 1. Juli 2010 gebeten. Zwei Wochen später war das Geld auf meinem Konto. Ich sag mal so: Sie haben es versucht und jeder verspielt seine Glaubwürdigkeit so gut er kann. Wir haben nicht mal einen Fernseher.

Andreas Püttmann: Sicherungen durchgebrannt

Andreas Püttmann will herausgefunden haben, was einen noch hindern kann, in den Chor derer einzustimmen, die Ihr Urteil über den Bischof und das Bistum von Limburg bereits gefällt haben. Wer jetzt noch abwiegelt, sei höchstwahrscheinlich ein "sittenstrenger Verfechter" eines "kon­ser­va­tiven Ordo-Katho­li­zis­mus", dem im "geistigen Gefängnis" seiner "Partei­lich­keit", "Selbst­referenz­iali­tät" und "Lager­militanz" die Sicher­ungen durch­brannten. Soweit Andreas Püttmann. Ich finde "Geistige Gefängnisse", "Selbst­referenz­ialität" und "Lager­militanz" stehen niemandem gut zu Gesicht und bin deshalb schon sehr gespannt, wie viele sich von diesem Ruf zur Umkehr bewegen lassen. Sollte Püttmann Erfolg haben, werde ich meinen Umgangston grundsätzlich über­denken müssen. Wer den ganzen Beitrag von Püttmann noch lesen möchte, der kann das hier tun.

Europa: Abtreibung soll Frauenrecht werden

Das Komitee für Frauenrechte und Geschlechtergerechtigkeit des Europäischen Parlamentes hat einen Berichtsentwurf vorgelegt, in dem das Recht auf Abtreibung in der ganzen EU gefordert wird. Die EU-Parlamentarier sollen sich damit auch gegen das Europäische Bürgerbegehren EINER VON UNS stellen. Bis jetzt fordern mehr als eine Millionen Bürger aus ganz Europa die Umsetzung der Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofes. Dieser hat entschieden, daß das menschliche Leben mit der Verschmelzung von Ei und Samenzelle beginnt und von diesem Zeitpunkt an von den europäischen und nationalen Institutionen zu schützen ist. Der Versuch, jetzt noch schnell ein Recht auf Abtreibung festzuschreiben, darf als Versuch gewertet werden, die Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofes noch vor dem Ablauf des Bürger­begehrens zu hinter­treiben. Nähere Infor­ma­tionen gibt es auf www.1-von-uns.de.

Bilder vom Tag: Tod Mariens im Bamberger Dom

Hier ein paar Bilder aus dem Bamberger Dom, genauer: von der Predella des Kirchgattendorfer Altares, mit einer Darstellung des Todes Mariens. Der Marienaltar stammt aus der Zeit um 1510 und diente bis 1708 als Zelebrationsaltar. Danach verwaist, gelangte er Anfang des 20. Jahrhunderts nach Bamberg. Heute gehört der spätgotische Schnitzaltar zu den Sehenswürdigkeiten des Bam­berger Doms.

Einfache Sätze immer wieder sagen. Teil XVI.

Es ist nie zu spät, um Wunder zu bitten.

Montag, 14. Oktober 2013

Alte Messe mit dem Frankfurter Stadtdekan

Apropos, Johannes Graf von und zu Eltz: Den Frankfurter Stadtdekan habe ich das erste Mal bei einer Predigt in St. Afra erlebt. Das war zu einer heiligen Messe vor etwas mehr als einem Jahr. Mir war damals nicht klar, wie gut er sich als Antipode eignet. Jetzt weiß ich es.

Bilder vom Tag: Vierzehnheiligen

Hier ein paar Bilder aus Vierzehnheiligen. Es handelt sich um Darstellungen der Bischöfe St. Erasmus, St. Dionysius und St. Blasius. Wer einen virtuellen Rundgang durch die Kirche unternehmen möchte, der sollte sich diese Gelegenheit hier nicht entgehen lassen.

Bye bye FAZ, hello Google News

In meinen Augen verliert eine Zeitung, die sich mit einer Sache gemein macht, ihre Glaubwürdigkeit. Aus diesem Grund habe ich vor einigen Jahren aufgehört Spiegel Online zu lesen und bin mit der Startseite auf FAZ.NET umgestiegen. Auch das ist jetzt vorbei. In Zukunft werde ich mir den täglichen Nachrichtenüberblick von Google News - und vielleicht auch der Neuen Züricher Zeitung - präsentieren lassen.

Samstag, 12. Oktober 2013

Exklusiver "Augustiner Chorherren"-Content

Hier ein paar Bilder aus der Kirche des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstiftes in Weyarn. Die Deckenfresken sind eine Arbeit von Johann Baptist Zimmermann, einem Vertreter des bayerischen Rokkoko. Sie zeigen Szenen aus dem Leben des Heiligen Augustinus. Nähere Informationen zur bewegten Geschichte des Klosters sind hier und hier zu finden.





Bitte um Gebet ...

... für einen nahen Verwandten, um eine Bekehrung und einen guten Tod.

Wir wissen wo Du wohnst, Tebartz!

In einem namentlich nicht gekennzeichneten Artikel läßt uns die Frankfurter Allgemeine Zeitung wissen, daß Bischof Tebartz-van Elst heute nach Rom fliegen wird. Sie beläßt es aber nicht nur bei dieser Information und dem geplanten Rückflugdatum am kommenden Donnerstag, sie nennt auch noch die Fluglinie und die genaue Abflugszeit, die der Bischof gebucht hat: Lufthansa, 16:35 Uhr, von Frankfurt nach Rom. Die Klasse wurde nicht genannt. Wahrscheinlich ist er Economy geflogen. Aber wie unnötig ist diese zusätzliche Information für den Leser und wie subtil der Druck, der damit auf den Bischof ausgeübt wird? Heißt das doch am Ende: Egal, was Du machst, wir wissen über Deine Schritte ganz genau Bescheid, denn wir bekommen die Informationen aus erster Hand: aus Deinem nächsten Umfeld, aus Deinem Ordinariat. Also trau, schau, wem. Du kannst uns nicht entkommen.

Freitag, 11. Oktober 2013

Zur Predigt

Bitte, lieber Prediger, bedenke: Ich kann fünf Minuten zuhören und fünf Minuten weghören - danach möchte ich nur noch weglaufen. Danke!

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Bilder vom Tag: St. Peter und Paul in Weyarn

Die Kirche zu Wiederverheirateten Geschiedenen

Aus dem nachsynodalen Apostolischen Schreiben Familiaris consortio:

"Die Hirten mögen be­her­zigen, daß sie um der Liebe willen zur Wahr­heit ver­pflich­tet sind, die verschie­denen Si­tu­atio­nen gut zu unter­scheiden. Es ist ein Unter­schied, ob jemand trotz auf­richti­gen Bemühens, die frühere Ehe zu retten, völlig zu Unrecht ver­lassen wurde oder ob jemand eine kirch­lich gül­tige Ehe durch eigene schwere Schuld zerstört hat. Wieder andere sind eine neue Ver­bin­dung eingegangen im Hinblick auf die Erziehung der Kinder und haben manchmal die subjek­tive Gewissens­über­zeugung, daß die frühere, unheil­bar zerstörte Ehe niemals gültig war.

Zusammen mit der Synode möchte ich die Hirten und die ganze Ge­mein­schaft der Gläubigen herzlich ermahnen, den Geschie­denen in für­sor­gender Liebe bei­zu­stehen, damit sie sich nicht als von der Kirche ge­trennt betrach­ten, da sie als Getauf­te an ihrem Leben teil­nehmen können, ja dazu ver­pflich­tet sind. Sie sollen ermahnt werden, das Wort Gottes zu hören, am heiligen Meß­opfer teil­zunehmen, regel­mäßig zu beten, die Gemeinde in ihren Werken der Nächsten­liebe und Initia­tiven zur Förder­ung der Gerech­tigkeit zu unter­stützen, die Kinder im christ­lichen Glauben zu erziehen und den Geist und die Werke der Buße zu pflegen, um so von Tag zu Tag die Gnade Gottes auf sich herab­zu­rufen. Die Kirche soll für sie beten, ihnen Mut machen, sich ihnen als barm­herzige Mutter er­weisen und sie so im Glauben und in der Hoffnung stärken.

Die Kirche be­kräftigt jedoch ihre auf die Heilige Schrift gestützte Praxis, wieder­ver­heira­tete Geschie­dene nicht zum eucha­ristisch­en Mahl zuzu­lassen. Sie können nicht zugelassen werden; denn ihr Lebens­stand und ihre Lebens­verhält­nisse stehen in objektivem Wider­spruch zu jenem Bund der Liebe zwischen Christus und der Kirche, den die Eucha­ristie sichtbar und gegen­wärtig macht. Darüber hinaus gibt es noch einen beson­deren Grund pastora­ler Natur: Ließe man solche Menschen zur Eucha­ristie zu, bewirkte dies bei den Gläubigen hinsicht­lich der Lehre der Kirche über die Unauf­lös­lich­keit der Ehe Irrtum und Ver­wirrung.

Die Wieder­versöhnung im Sakrament der Buße, das den Weg zum Sakrament der Eucha­ristie öffnet, kann nur denen gewährt werden, welche die Verletz­ung des Zeichens des Bundes mit Christus und der Treue zu ihm bereut und die auf­rich­tige Bereit­schaft zu einem Leben haben, das nicht mehr im Wider­spruch zur Unauf­lös­lichkeit der Ehe steht. Das heißt konkret, daß, wenn die beiden Partner aus ernsthaften Gründen - zum Beispiel wegen der Erziehung der Kinder - der Ver­pflich­tung zur Trennung nicht nachkommen können, "sie sich verpflichten, völlig ent­halt­sam zu leben, das heißt, sich der Akte zu ent­hal­ten, welche Ehe­leuten vor­behal­ten sind".

Die erfor­der­liche Achtung vor dem Sakrament der Ehe, vor den Ehe­leuten selbst und deren An­ge­hö­rigen wie auch gegenüber der Gemein­schaft der Gläu­bigen verbietet es jedem Geist­lichen, aus welchem Grund oder Vorwand auch immer, sei er auch pastoraler Natur, für Geschiedene, die sich wieder­verheiraten, irgendwelche liturgischen Handlungen vor­zunehmen. Sie würden ja den Eindruck einer neuen sakra­mental gültigen Ehe­schließung erwecken und daher zu Irr­tümern hinsichtlich der Unauf­löslichkeit der gültig geschlossenen Ehe führen.

Durch diese Haltung bekennt die Kirche ihre eigene Treue zu Christus und seiner Wahrheit; zugleich wendet sie sich mit mütter­lichem Herzen diesen ihren Söhnen und Töchtern zu, vor allem denen, die ohne ihre Schuld von ihrem rechtmäßigen Gatten verlassen wurden.

Die Kirche vertraut fest darauf; daß auch diejenigen, die sich vom Gebot des Herrn entfernt haben und noch in einer solchen Situation leben, von Gott die Gnade der Umkehr und des Heils erhalten können, wenn sie aus­dauernd geblieben sind in Gebet, Buße und Liebe."

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Die Tage von Bischof Tebartz-van Elst sind gezählt

Aus einem Bericht der Frankfurter All­gemei­nen Zeitung geht hervor, daß Rom-Korrespon­dent Jörg Bremer mit mindestens zwei deutschen Prie­stern in Rom ge­sproch­en hat, die nament­lich nicht genannt werden möchten. Das Ergeb­nis seiner Befra­gung: "Die Deutschen am Vatikan" - und sugger­iert damit eine Ge­samt­heit, kann aber nur die Befragten meinen - warte­ten nun nicht nur "unge­dul­dig" auf eine Reaktion des Bischofs; sie hofften auch auf eine "un­zwei­deu­tige Er­klä­rung der Deutschen Bischofs­kon­fe­renz". Ich sag nur soviel: Wenn die Ges­chich­te in der Bild gelaufen wäre, und das wäre sie ziemlich sicher, dann hätte man wenigstens Roß und Reiter genannt. Alles andere ist Hecken­schützen-Jour­na­lis­mus. Da muß sich keiner besser fühlen. Der Presse­rat läßt grüßen.

Führerschein weg, Priester pöbeln, Thailand-Flug: Das Bistum Limburg im Chaos

Von Daniel Deckers habe ich in der FAZ erfahren, daß die vermeintliche "Ordnung" im Bistum Limburg "nur noch Schein" ist. Seine Begründung: Der Sekretär und Zeremoniar des Limburger Bischofs hat seinen Führerschein verloren hat, sein Generalvikar ist in den letzten Jahren oft nach Indien, Vietnam und Thailand gereist und er selbst wurde von Priestern seines Bistums auf "ehrenrührige" Weise angegangen.
Zwei Tage zuvor lamentierte Stefan Niggemeier in der gleichen Zeitung über die Verbreitung des Kostenlos-Journalismus und über den drohenden Verlust von allgemeinen Qualitätsstandards. Ich kann nur sagen, vielen Dank, lieber Herr Deckers, daß Sie mir den Übergang so einfach machen - und wenn Sie das nächste Mal eine Geschichte über Alkoholismus, Sextourismus, Prasserei oder Wahn schreiben wollen, dann schreiben Sie die bitte auch.
Ich werde Ihr dankbarer Leser sein.

Dienstag, 8. Oktober 2013

"Sie gehören zu uns"

Berlin (PEB) - Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zur „Hand­reich­ung für die Seel­sorge zur Begleitung von Menschen in Trennung, Scheidung und nach ziviler Wieder­ver­heiratung in der Erz­diözese Freiburg“: „Geschiedene, die wieder geheiratet haben, leben in unseren Pfarr­gemeinden und sie sind hier will­kommen, sie gehören zu uns! Das gilt selbst­verständ­lich auch für das Erz­bistum Berlin. Die pastorale Not, die damit verbunden ist, kenne ich gut, sie brennt mir unter den Nägeln. Es ist richtig, darauf den Blick zu richten. Und wir sollten alles tun, was in unserer Kirche möglich ist, um diese Not zu lindern. Aber wir dürfen auch nicht aus dem Blick verlieren, dass wir dem Willen Jesu verpflich­tet sind, der die Unauflöslich­keit der Ehe betont hat."

Video: Marsch für das Leben in Berlin 2013

Der Marsch für das Leben ist jetzt auch schon ein paar Tage her. Das die Beteiligung um ein Drittel größer war als im Vorjahr hat sich sicher schon herumgesprochen. 4.500 Teilnehmer sind ein neuer Rekord. Auch dieses Jahr bin ich wieder mit meiner Kamera um den Zug herumgeturnt, um ein paar gute Bilder einzufangen. Das kann mitunter ganz schön sportlich werden. Verblüffend ist es vor allem beim Schneiden, zu sehen, wer einem da so alles durchs Bild gelaufen ist. Ich möchte mich bei allen entschuldigen, an denen ich vorbeigerannt bin, ohne sie zu begrüßen. Viel Spaß beim gucken!

Freitag, 4. Oktober 2013

Bilder vom Tag: St. Marinus und Anian

Moritz Papa

Kann sich eigentlich noch jemand an Moritz Papa erinnern? Auf dem Heimweg von Mailand nach Berlin habe ich an ihn denken müssen. Mein Sohn ist jetzt so alt wie seiner als er starb. Ein Fehler auf der Autobahn und Papa kommt nicht mehr nach Haus. Seinen Blog habe ich mit großem Vergnügen gelesen. Fünf Jahre ist das her. Sein Tod erschüttert mich noch heute. Ich kann mir den Verlust nicht ausmalen.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Bilder vom Tag: Am Langensee