Sonntag, 23. Juni 2013

Hochwassereinsatz an Elbe und Havel

Mein Einsatz beim Hochwasser blieb, Gott sei Dank, ein kurzes Stelldichein. Am Samstag morgens war ich hin und am Sonntagabend wieder zurück. Die Lage im Hochwassergebiet blieb weitestgehend ruhig. Mit Spannung haben wir vor allem die Anstrengungen der Pioniere verfolgt, den großen Deichbruch bei Fischbeck an der Elbe mit Lastkähnen zu verschließen. Denn solange der Deich offen war, konnte Wasser ins Hinterland der Elbe Richtung Havel vordringen. Noch 10 Kilometer hinter der Elbe konnte man auf Bundesstraßen über Wasser gehen. Was ich bei einer Erkundungsfahrt auch getan habe. 


Dabei habe ich mir gleich ein paar Stiefel ruiniert, die sich zum Glück erst am Sonntag in ihre Bestandteile auflösten, nachdem ich wieder zuhause war. Im Vertrauen auf die Ausrüstung hatte ich kein weiteres paar "Knobelbecher" eingepackt und sah mich am Sonntag schon mit Uniform und abgerissenen Schuhsohlen nach Hause laufen. Für den Fall, dass der Deichbruch erfolgreich verschlossen werden sollte, stand zu befürchten, dass der damit wieder ansteigende Pegel der Elbe die bereits stark angegriffene Deiche flussabwärts der Elbe zur Aufgabe zwingt. Was zum Glück nicht eingetreten ist.

Hier die geschlitzte Straße bei Kuhlhausen. Die Bagger haben die Straße in 24 Stunden auf 200 Meter weggerissen. Hier läuft das Wasser der Elbe nach 20 Kilometern über Land in den Unterlauf der Havel zurück. 

Ein Blick vom Polderdeich am Gülper See: Im Bild oben rechts die aufgebaggerte Öffnung des Polders. Normalerweise wird auf diesen Flächen Landwirtschaft betrieben. Jetzt sind sie zur Entlastung der Havel geflutet. 

Die Nacht von Samstag auf Sonntag habe ich dann vor der Bußgeldstelle im Flur des Ordnungsamtes verbracht. Ursprünglich hatten wir das Lager noch in einer Garage aufgeschlagen, die wir dann aber verlassen konnten. Ich habe schon besser geschlafen.

In Spitzenzeiten war die Bundeswehr mit 20.000 Soldaten im Einsatz, davon etwa 500 Reservisten. 

Freitag, 21. Juni 2013

Kardinal Meisner unterstützt EINER VON UNS

Köln (PEK) - Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat das Europäische Bürgerbegehren „Einer von uns“ unterzeichnet, das sich gegen verbrauchende Embryonenforschung und die Förderung der Abtreibung wendet. „Der Europäische Gerichtshof hat 2011- wie zuvor schon unser Bundesverfassungsgericht– noch einmal festgestellt, dass menschliches Leben mit der Befruchtung beginnt und der Mensch in seiner Würde von diesem Zeitpunkt an zu schützen ist“, so der Erzbischof. „Ich schließe mich daher mit vielen anderen dem Europäischen Bürgerbegehren an, das auf diese geltende Rechtslage aufmerksam macht und zu ihrer konsequenten Einhaltung auffordert.“ Zu den Unterstützern der Initiative zählen unter anderem Papst Franziskus, die Europäische Bischofskonferenz und zahlreiche nationale Bischofskonferenzen europäischer Staaten.
Die „Europäische Bürgerinitiative ONE OF US / Einer von uns“ fordert von der Europäischen Union (EU) den Schutz des Lebens von Beginn an. Dazu soll die EU ihr eigenes Recht respektieren und die Finanzierung sämtlicher Aktivitäten beenden, die zur Tötung menschlicher Embryonen führen, sei es in Forschung, Entwicklungspolitik oder Gesundheitswesen. Gestoppt werden soll namentlich die Finanzierung der Forschung mit embryonalen Stammzellen und des Klonens sowie die Bezahlung der Abtreibung als Mittel der Bevölkerungskontrolle und Familienplanung im öffentlichen Gesundheitswesen und in der Entwicklungshilfe. Das Bürgerbegehren beruft sich auf der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vom 18. Oktober 2011, der zufolge der Mensch mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt. Zum Erfolg des Bürgerbegehrens müssen wenigstens sieben EU-Länder das Minimum der von der EU genannten Unterstützerstimmen erreichen sowie bis zum 1. November 2013 eine Million Unterschriften aus allen derzeit 27 EU-Mitgliedsstaaten zusammenkommen. Bis jetzt haben nach Angaben der Organisatoren bereits über 600.000 EU-Bürger unterzeichnet.

Samstag, 15. Juni 2013

Uniform bleibt doch nicht im Schrank

Dank der Elbe darf ich doch noch ausrücken. Gestern Abend kam der Anruf. Ich freue mich auf den Einsatz und hoffe, daß die Deiche halten.

Dienstag, 4. Juni 2013

Das Wasser kommt nach Brandenburg

Im Elbe-Elster-Kreis könnte es bald sehr feucht werden. Die Pegel der Schwarzen Elster, der Elbe und der Spree steigen munter vor sich hin. Die Bundeswehr im Land verfolgt die Entwicklung und hält Verbindung zu den Landkreisen. Wenn es zu einer Katastrophe kommt, bin ich vielleicht dabei. Truppe gibt es noch in Beelitz, Prenzlau und Storkow. Hoffen wir mal, daß die Uniform im Schrank bleiben kann. Aktuelle Lageinformationen zu den Pegelständen gibt es hier.