Mittwoch, 16. Oktober 2013

Till Brieglieb "jenseits der Skandalbegeisterung"

Das ART-Magazin hat einen inter­essanten Beitrag zur "Kosten­explosion" auf dem Limburger Dom­felsen geschrieben. Bei den drei Millionen Euro, die von vielen Zeit­ge­nossen als ursprüng­lich geplante Kosten des Diözesanen Zentrums ins Feld geführt werden, handele es sich dem­nach um eine Schätzung aus dem Jahr 2007, die sich nur auf den Neu­bau­teil des Ensembles bezieht. Inklusive Alt­bau­sanierung, Abbruch, Außen­an­lagen und anderem komme auch der Frank­furter Architekt Christoph Mäckler 2007 bereits auf 11 Millionen Euro ohne Planungs­kosten. Zum Amts­antritt des Limburger Bischofs im Januar 2008 legte sein Nach­folger Karljosef Schattner einen unverbind­lichen Kosten­vor­an­schlag in Höhe von 17 Millionen Euro vor. Die erste, nach Ein­schätzung von Autor Till Brieglieb, seriöse Durch­planung des Bau­vor­habens habe erst 2010 vorgelegen: 25 943 958 Euro und 51 Cent. Das sei die Zahl, von der aus man entschei­den müsse, ob eine "Kosten­ex­plosion" vorliege. Die Aus­ga­ben­stei­gerung liegt dem­nach bei 18 Prozent.

Kommentare:

Laurentius Rhenanius hat gesagt…

Und wo bleibt dazu der investigative Artikel in der BLÖD-Zeitung?
Wer hat den nun ein Lügengebäude errichtet?
Warum läßt sich TvE so vorführen?
Die Zahl muß raus in die Öffentlichkeit!
Ich fasse es nicht!

Tiberius hat gesagt…

In einer aufgeheizten Öffentlichkeit ist auch das operieren mit Fakten noch schwer. Wir erleben das ja gerade bei der ARD, deren Korrespondent jetzt, nachdem klar wird, daß Tebartz-van Elst den Vatikan nicht hintergangen hat, die Frage aufwirft, ob Franziskus mit unter der Decke gesteckt haben könnte. Tenor: "Was wußte der Papst?" Schade, denn ich habe GEZahlt.