Mittwoch, 30. Oktober 2013

Nachfolge und Selbstverleugnung

Irgendwas muß da dran sein. Mit der Selbstverleugnung meine ich. Denn die Selbstverleugnung ist eine von nur zwei Forderungen an die Nachfolge und sie ist uns in gleich drei Evangelien überliefert. Es scheint nahe zu liegen, daß die irgendwie wichtig ist.

Matthäus 16, 24: "Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach."

Markus 8, 34: "Er rief die Volksmenge und seine Jünger zu sich und sagte: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

Lukas 9, 23: "Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach."

Selbstverleugnung klingt ja erstmal ziemlich schlimm. Zumindest für alle die, die sich in ihrem Leben doch eigentlich selbst verwirklichen wollen - und da gehöre ich doch schließlich auch dazu. Aber wie sieht Selbstverleugnung eigentlich konkret aus? Nicht bei anderen, sondern bei mir. Ich muß ehrlich sagen, daß mir spontan dazu kein Beispiel einfällt, also kein schmerzhaftes. Einen Verzicht, den ich als solchen nicht erlebe, möchte ich als solchen auch nicht bezeichnen, und viele Gelegenheiten habe ich sicher unerkannt verstreichen lassen. Wohingegen ich bei anderen einen ziemlich guten dafür Blick habe.

Keine Kommentare: