Freitag, 13. September 2013

St. Peter und Paul in Wusterhausen an der Dosse

Auf den Spuren des alten Pilgerweges von Berlin nach Wilsnack haben meine Frau und ich einige alte Brandenburger Dorfkirchen aufgesucht. Schon recht spät am Tag kamen wir nach Wusterhausen an der Dosse mit seinem Kirche St. Peter und Paul. Der Platz vor dem Rathaus überraschte uns mit seinen beschaulichen und gepflegten Fachwerkhäusern. Von dort konnten wir schon die eigentümliche Form des "Domes" hinter dem Rathaus sehen. Die heutige Stadtkirche begann als romanische Basilika in der Mitte des 13. Jahrhunderts und wuchs bis etwa 1500 zu einer dreischiffigen, gotischen Hallenkirche heran. Ein paar Jahrzehnte später kam die Reformation nach Wusterhausen.

Unter dem hochgezogenen Dach der Kirche hat das gemauerte Kreuzgewölbe seinen Platz. Wir trafen den Hausmeister als er gerade abschließen wollte. Für uns hielt er nicht nur die Kirche offen. Er bot uns auch gleich noch einen Rundgang durch den Dachstuhl und den Glockenturm an, ein Angebot, das wir begeistert annahmen. Auf einer schmalen Wendeltreppe, vorbei am alten Kirchen­uhrwerk, stiegen wir der Kirche erstmal unter das Dach.

In der Glockenstube war es schon ziemlich dunkel. Hätten wir dort noch ein paar Minuten länger verweilt, dann hätten wir die Glocken auch aus nächster Nähe hören können. Da ich keine Vorstellung habe, wie laut soetwas sein kann, bedauere ich es nicht, das verpaßt zu haben. Für Glocken sind in der Blogozoese andere zuständig.

Aus dem Turmfenster haben wir dann noch einen Blick auf die unter uns liegenden Fachwerkhäuser werfen können, bevor wir uns an den Abstieg wagten. Die wackeligen Holzstufen wäre man am liebsten immer nur rauf und nicht runter gelaufen. Ohne unseren freundlichen Gastgeber, wären uns diese unverhofften und spannenden Einblicke verwehrt geblieben. Deshalb noch einmal: Vielen Dank nach Wusterhausen an der Dosse!

 

Kommentare:

Stanislaus hat gesagt…

Komisch, wieso habe ich seit kurzem ausgerechnet diese Glocken bei mir in der Dropbox?

Tiberius hat gesagt…

Ich hätte es mir ja fast schon denken können, daß es in Deutschland keine Glocke gibt, an der Du nicht schon Deine Finger hattest.

Stanislaus hat gesagt…

Finger dran hatte ich nicht, aber ein Kollege war da und hat die klanglichen Eindrücke festgehalten.

Tiberius hat gesagt…

Und, was sagt der Glockenforscher über das "Instrument"?