Freitag, 21. Juni 2013

Kardinal Meisner unterstützt EINER VON UNS

Köln (PEK) - Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat das Europäische Bürgerbegehren „Einer von uns“ unterzeichnet, das sich gegen verbrauchende Embryonenforschung und die Förderung der Abtreibung wendet. „Der Europäische Gerichtshof hat 2011- wie zuvor schon unser Bundesverfassungsgericht– noch einmal festgestellt, dass menschliches Leben mit der Befruchtung beginnt und der Mensch in seiner Würde von diesem Zeitpunkt an zu schützen ist“, so der Erzbischof. „Ich schließe mich daher mit vielen anderen dem Europäischen Bürgerbegehren an, das auf diese geltende Rechtslage aufmerksam macht und zu ihrer konsequenten Einhaltung auffordert.“ Zu den Unterstützern der Initiative zählen unter anderem Papst Franziskus, die Europäische Bischofskonferenz und zahlreiche nationale Bischofskonferenzen europäischer Staaten.
Die „Europäische Bürgerinitiative ONE OF US / Einer von uns“ fordert von der Europäischen Union (EU) den Schutz des Lebens von Beginn an. Dazu soll die EU ihr eigenes Recht respektieren und die Finanzierung sämtlicher Aktivitäten beenden, die zur Tötung menschlicher Embryonen führen, sei es in Forschung, Entwicklungspolitik oder Gesundheitswesen. Gestoppt werden soll namentlich die Finanzierung der Forschung mit embryonalen Stammzellen und des Klonens sowie die Bezahlung der Abtreibung als Mittel der Bevölkerungskontrolle und Familienplanung im öffentlichen Gesundheitswesen und in der Entwicklungshilfe. Das Bürgerbegehren beruft sich auf der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vom 18. Oktober 2011, der zufolge der Mensch mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle beginnt. Zum Erfolg des Bürgerbegehrens müssen wenigstens sieben EU-Länder das Minimum der von der EU genannten Unterstützerstimmen erreichen sowie bis zum 1. November 2013 eine Million Unterschriften aus allen derzeit 27 EU-Mitgliedsstaaten zusammenkommen. Bis jetzt haben nach Angaben der Organisatoren bereits über 600.000 EU-Bürger unterzeichnet.

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