Mittwoch, 6. März 2013

Eine besondere geistliche Erfahrung

Das Erzbistum Berlin bittet um Aufmerksamkeit für eine Veranstaltung des Ökumenischen Frauenzentrums Evas Arche e.V. zum Weltfrauentag. Es handelt sich um einen "ökumenischen Frauengottesdienst" unter dem Thema "Entschieden widerstehen" in der Marienkirche am Alexanderplatz. Erinnert wird an die Proteste von Ehefrauen und Angehörigen in der Rosenstrasse 1943, die zur Freilassung von etwa 2000 verhafteten Juden führte. Sowohl Frauen als auch Männer sind dabei herzlich eingeladen. Barbara Schieb, eine Mitarbeiterin der "Gedenkstätte Stille Helden", wird den historischen Hintergrund im "Gottesdienst" beleuchten. Aber nicht nur das Thema "Widerstand von Frauen" wird den ökumenischen Frauendienst zu einem wichtigen Ereignis machen, sondern auch die Feier selbst: "Mit kommunikativen Elementen, dem Verzicht auf eine klassische Predigt und mit der Verwendung der Bibel in gerechter Sprache ermöglicht der Ökumenische Frauengottesdienst eine besondere geistliche Erfahrung [sic!]." Im Anschluß gibt es dann noch ein Tasse Tee und ein womöglich angstfreies Gespräch mit der Landespfarrerin Cornelia Radeke-Engst und weiteren Frauen aus der Ökumene.

Kommentare:

Arminius hat gesagt…

Im Vorfeld dieser geistlichen Erfahrung empfehle ich den Genuß von geistigen Getränken, um durch diese Veranstaltung nicht zum geistigen Wrack zu mutieren.

Admiral hat gesagt…

*grusel*

just wondering hat gesagt…

Da hat man doch glatt den liturgischen Tanz und die Pappmaché-Puppen vergessen ...

Tiberius hat gesagt…

Selbstauskunft des Veranstalters Evas Arche: "Evas Arche ist ein Ort für Frauen, die Solidarität und Kontakte suchen. In einem geschützten Raum wollen wir über alles, was Frauen bewegt, angstfrei reden. Frauen, die Hilfe suchen, sind uns ebenso willkommen, wie Frauen, die ihre Erfahrungen mit anderen teilen wollen. In einer Gesellschaft, die Frauen an den Rand drängt, und in der es noch keine Chancengleichheit gibt, wollen wir Raum für uns und die Verwirklichung unserer Visionen schaffen. Wir wollen Frauen ermutigen, Funktionen in Kirche und Gesellschaft wahrzunehmen. Wir sind ein ökumenisches Frauenzentrum. Gemeinsam wollen wir über unseren Glauben nachdenken und ihn feiern. Dabei ist uns jede Frau willkommen, ob sie einer Kirche/ Religionsgemeinschaft angehört oder nicht.

Tiberius hat gesagt…

Ich bin geneigt zu sagen: hier stehen Frauen im Mittelpunkt.

Admiral hat gesagt…

Ich fühl mich da jetzt irgendwie diskriminiert!

einfachentfachend hat gesagt…

@Admiral

Ich mich gnädig verschont :-)

Tiberius hat gesagt…

Das solltest Du nicht, Admiral. Da wo Frauen an den Rand gedrängt werden, stehen Männer im Mittelpunkt (oder ein anderes, vielleicht noch nicht ganz entschiedenes Geschlecht). Du bist ein Mann. Also, was willst Du? Du hast doch den "normalen" Gottesdienst. Da stehen Männer schon genug im Mittelpunkt. Darum geht es doch, oder? Im Mittelpunkt stehen - nun also hier die Yoni, da der Phallus. Da ist doch alles da. Was könnte fehlen?

Admiral hat gesagt…

Neben dem "normalen" hab ich auch noch den "Außerordentlichen"! :-)

Tiberius hat gesagt…

"Außerordentlich"!? Als nächstes kommst Du noch mit der steilen These, im Gottesdienst solle nur Gott im Mittelpunkt stehen.