Donnerstag, 7. Juni 2012

Aus Hamburg

Heute morgen ging es zeitig los. Vater und Sohn besuchen Oma und Opa in Hamburg. Die Mutter singt in Zwickau Schumann-Lieder. Fronleichnam in Berlin fällt leider aus. Ich wäre zu gespannt, die diesjährige Feier mitzuerleben. Im letzten Jahr fielen mir bereits bedeutende Verbesserungen auf. Vor allem das lateinisch gesungene Ordinarium hat größtes Gefallen bei mir erregt. Interessant wäre es, zu sehen, ob sich der grassierende Gelenkrheumatismus der Berliner Katholiken diesjährig etwas gelegt hat. Ich persönlich finde ja, daß sich niemand schämen muß, die Knie vor Gott zu beugen. Sei´s drum. Regelrecht dankbar werde ich jedoch sein, das alles nicht miterleben zu dürfen, wenn in diesem Jahr die gleichen, hochnotpeinlichen Radio Paradiso-Hausfrauenmeditationen den Gendarmenmarkt, die Prozession und die umliegenden Straßen beschallen. Dafür konnte man sich nämlich wirklich schämen.

Mittwoch, 6. Juni 2012

Donaukurier enttarnt Kreuz.net-Macher

Wer steckt hinter kreuz.net? Das Geheimnis um die Macher der Kreuz.net-Platform ist gelüftet. Einer Redakteurin des Donaukurier ist es gelungen, die Hintermänner zu enttarnen. Sie schreibt: "kreuz.net wird über den Server des US-Anbieters „Site5.com“ betrieben. Auch der E-Mail-Verkehr werde über diese Domain abgewickelt. Denselben Server nutze auch das österreichische Nachrichtenportal kath.net." Das, und die Tatsache, daß beide Portale ihre Meldungen fast gleichzeitig absetzen, sei ein Beleg dafür, daß kreuz.net und kath.net nicht nur "so gut wie in einem Boot" säßen, es lasse darauf schließen, daß hier auch die gleichen Personen am Werk seien. Wahrscheinlich hält es Frau Ingenthron auch für möglich, daß es sich bei Kai Diekmann und Hans Werner Kilz um ein und denselben Zeitungsmacher unter zwei verschiedenen Namen handelt. Da beide ihre Zeitungen etwa zur gleichen Zeit veröffentlichen und in Berlin sogar in der gleichen Druckerei herstellen lassen. Es widerstrebt mir, das so offen sagen zu müssen, aber so einen Schwachsinn habe ich lange nicht mehr gelesen.

Sonntag, 3. Juni 2012

Schwerer Verstoß gegen den priesterlichen Dienst

Berlin (PEB) - Am Sonntag, dem 3. Juni 2012 verlas Pfarrer Markus Brandenburg im Gottesdienst in der Kirche St. Marien Reinickendorf das folgende Proclamandum von Generalvikar Monsignore Tobias Przytarski: "Im März 2011 wurden Sie darüber informiert, dass der damalige Diözesanadministrator Weihbischof Dr. Matthias Heinrich eine Untersuchung gegen Ihren Pfarrer angeordnet hat. Ihm wurde der sexuelle Missbrauch eines Jugendlichen in den 90er Jahren vorgeworfen. Mit Beginn des Verfahrens wurde dem Pfarrer die Ausübung des priesterlichen Dienstes untersagt. Ich bedaure, dass dem Vorwurf nicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt nachgegangen wurde. Die mittlerweile durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass weder nach weltlichem noch nach kirchlichem Recht eine Straftat vorgelegen hat, wohl aber ein schwerer Verstoß gegen den priesterlichen Dienst. Unser Erzbischof hat deshalb disziplinarrechtliche Maßnahmen angeordnet und den Pfarrer aufgefordert, auf sein Amt zu verzichten. Der Pfarrer hat dem mit Schreiben vom 9. Mai 2012 entsprochen. Künftig wird Pfarrer Markus Brandenburg Ihr Seelsorger in St. Marien sein. Mehr als ein Jahr ist seit Beginn der Untersuchung bis zum heutigen Tag vergangen. Ich anerkenne und bedaure die für alle Beteiligten - auch für Sie als Pfarrgemeinde - entstandene schwierige Situation und wünsche allen Gottes Segen für einen fruchtbaren Neuanfang."

Samstag, 2. Juni 2012