Dienstag, 25. Dezember 2012

Auf dem Weg nach Bethlehem

Den Tag zu Heiligabend habe ich damit verbracht, ein kleines Problem mit viel zu großem Aufwand zu lösen. Ich erspare die Details, doch zeitweise schien es so, als stünde mir eine formatierte Festplatte und ein neu aufgesetztes System ins Haus. Sicher nichts, was mich in besondere Weihnachtsstimmung versetzen könnte. Nach Mittag, die Lage sah schon weitgehend hoffnungslos aus, war ich noch schnell zum Alex gefahren, um wenigstens die neueste Version meines Betriebssystems zu erstehen. Eine solche Arbeit macht man sich nicht ohne Not ein zweites Mal. Die beiden ortsansässigen Elektronikmärkte hatten schon geschlossen. Ich fand es leider erst heraus, als ich vor der Tür stand. Meine Versuche, die Öffnungszeiten am Heiligabend vorab telefonisch zu erfragen, wurden von einer Bandstimme mit den Worten abgewiesen, man könne aufgrund eines technischen Notfalls nicht ans Telefon gehen. Ja, einen "technischen Notfall" hatte ich auch. Geschlagen mußte ich wieder abziehen. Über den Weihnachtsmarkt am Alex, auf dem die Buden bereits verrammelt wurden, fuhr ich die Münzstrasse mit dem Fahrrad hoch Richtung Brunnenviertel. Auf der Brunnenstrasse, kurz vor der Bernauer, wunderte ich mich dann kurz. Vor der Synagoge sah es aus, als ob die Heilige Nacht in diesem Jahr auf einen Freitag gefallen sei. Wenn aber nur zur Nittel Nacht geladen war, von der ich bis dato gar nicht wußte, daß es sie überhaupt gibt, wünsche ich den zahlreichen Gästen, wenigstens gut Schach und Karten gespielt zu haben. Der nächste Karfreitag kommt bestimmt.

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