Freitag, 7. Dezember 2012

Äh, was für ein Marsch? Leben? Kenn ich nicht.

Wow! Anruf in der Redaktion eines katholischen Regionalsenders: "Wollen sie nicht einen Beitrag über den Marsch für das Leben in Berlin bringen." "Den was? Marsch für das Leben? In Berlin? Was soll das sein. Kenn´ ich nicht!" "Das ist ein Umzug von vorwiegend christlichen Lebensschützern, der jedes Jahr in Berlin stattfindet." "Äh, nein, das tut mir Leid. Noch nie davon gehört. Wir sind ein (katholischer) Lokalsender." "Oh, das wusste ich nicht. Sie berichten dann also nur über lokale Ereignisse." "Na ja, wir berichten auch über größere Ereignisse aus aller Welt, aber die müssen dann schon so groß sein, dass man davon gehört hat." ...

Kommentare:

eumloquatur hat gesagt…

Na ja, die Gegner haben jedenfalls jede Menge davon gehört! gggrrr

Anonym hat gesagt…

Scheint für Katholiken nicht ganz so wichtig zu sein, dieser Marsch. Aber vielleicht sind das beim katholischen Sender ja gar keine richtigen Katholiken. Die richtigen Katholiken scheinen immer rarer zu werden, tauchen ab und an bei einer Latsch-Demo oder am Rande des CSD am Marienplatz auf und verschwinden wieder in die Unsichtbarkeit. Es sein denn Sie schreiben Bücher. Wie der Herr Matussek. Der taucht immer und überall auf. Der muss ja aber auch seine Bücher promoten. Es ist halt ein Elend mit der richtig katholischen Gesinnung im Herzen. Da tut einer was, glaubt er tut was gutes, einen katholischen Sender betreiben und muss dann entsetzt feststellen, dass er gar nicht richtig katholisch ist.

Tiberius hat gesagt…

Vielen Dank, lieber Anonym! Sie haben es erfasst. Nur wer den Marsch für das Leben kennt, ist ein richtiger Katholik. Es ist sozusagen ein Lackmustest auf Glaubenstreue, ähnlich der Wasserprobe, der ja bekanntermaßen sieben Millionen Frauen zu Opfer gefallen sind.
Aber im Ernst: Mein Text ist, abgesehen von einem Audruck der Verwunderung, rein deskriptiv. Er enthält weder Mutmaßungen noch Urteile oder Unterstellungen - ganz anders als Ihr Kommentar zum Beispiel.