Montag, 27. Februar 2012

"Die Versuchung gehört zum Menschen ..."



Pater Dr. Thomas Jatzkowski (ISPN) zum Evangelium des ersten Sonntags der Fastenzeit. Matthäus 4, 1-11: Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (5.Mose 8,3): »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.« Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben (Psalm 91,11-12): »Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben; und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.« Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben (5.Mose 6,16): »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.« Darauf führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben (5.Mose 6,13): »Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.« Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, da traten Engel zu ihm und dienten ihm.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das ist doch die Lutherübersetzung, oder? Warum nimmst Du die? Ich würde sie sicher als die "traditionellste" verfügbare bezeichnen, aber ist das eine katechismuskonforme Auffassung?

Tiberius hat gesagt…

Stimmt. Das die Übersetzung ist nach der Luther-Bibel 1984 von bibelserver.com. Ich hätte von dort natürlich auch die Einheitsübersetzung wählen können. Die ist mir manchmal aber einfach fad. Wenn der Katechismus eine Bibelübersetzung vorschreiben sollte, was mir nicht bekannt ist, dann werde ich diese in Zukunft verwenden.

Anonym hat gesagt…

Bedeutet die Verwendung einer Übersetzung (zum Zweck der Verkündigung, nicht für wissenschaftliche oder anderweitig profane Zwecke) nicht eine partielle Anerkennung der Tradition, das Zugeständnis, dass diese zwar nicht fehlerlos sei, aber im Kern das Gleiche meine wie die Kirche? Und kann man das von einer Gemeinschaft sagen, deren Abendmahl man für ungültig hält (denn zumindest in diesem Fall sind Meinen und reales Haben nicht zu trennen -> Joh 6,53!)?

(An dem Satz in Klammern hängt es ab, ob diese Argumentation stimmt oder ob ich doch Dinge zusammengeworfen habe, die auf völlig unterschiedlichen Ebenen angesiedelt sind.)

Natürlich ist die Einheitsübersetzung fad, natürlich trifft auf die Lutherbibel das Gegenteil zu, und natürlich freue ich als Evangele mich über die Verwendung "meiner" Übersetzung, aber ich weiß nicht, ob sie von Deinem Standpunkt aus konsequent ist.

Tiberius hat gesagt…

Ich würde nicht so weit gehen, daß die Verwendung einer Lutherübersetzung Unterschiede zwischen dem protestantischen Abendmahl und dem katholischen Meßopfer nivelliert. Es stimmt natürlich, daß die Verwendung der Lutherübersetzung - dort wo sie falsch ist - zu Problemen führt. Ansonsten soll für Luther gelten, was für jeden anderen gilt: wo er recht hat, hat er recht.

Da ich nicht versiert genug bin, die Luthers Übersetzung im einzelnen zu überprüfen, - nur deshalb - werde ich in Zukunft die langweiligere Einheitsübersetzung wählen.