Samstag, 30. Juli 2011

Der Berliner Sommer - eine Reklamation

Berlin verschwimmt in einer grauen Wolkendecke. Es regnet. Sonne haben wir seit Tagen nicht. Jetzt reicht es mir. Ich tausche den Berliner Sommer um. Wer kann ein Angebot machen?

Mittwoch, 27. Juli 2011

19 Lehrer übernehmen Leitung der Gottesdienste

Am 7. Juli erhielten 19 Lehrer öffentlicher Schulen im Rahmen einer Eucha­ristie­feier im Priester­seminar des Erz­bistums Köln ihre Beauf­tragung zur Leitung von Schul­gottes­diensten. Bernhard Mosbacher von der Abteilung Schul­pastoral und Hoch­schulen im Erz­bistum Köln bedankte sich am Ende der heiligen Messe für das Engagement der Lehrer für die Katholische Kirche. Die Beauf­tragung mache die große Bedeutung der Schul­liturgie deutlich, die einen wichtigen Beitrag zur Präsenz der Kirche in der Schule leiste. Dass die Lehrer nun die Leitung von Schul­gottes­diensten an ihren Schulen übernehmen könnten, drücke darüber hinaus auch die Wert­schätzung Kardinal Meisners für deren Engagement in diesem Bereich aus. Für die Übernahme des Dienstes an den öffentlichen Schulen, wünschte Bernhard Mosbacher viel „Freude, Kraft und Gottes Segen“. Die Urkunden wurden den erfolg­reichen Teil­nehmern von den Kurs­leitern Julia Castor und Burkhard Hofer überreicht. Ein halbes Jahr lang hatten die 19 Lehrer an einer Schulung teil­genommen, die neben einem Grund­seminar auch ein Besinnungs­wochen­ende sowie vier Bausteine zu liturgischen Themen umfasste.

Dienstag, 26. Juli 2011

Übernachtung in Rom: gut & günstig?

Meine Frau und ich wollen im November für eine Woche nach Rom fahren. Hat jemand eine Idee, wo wir gut und wirklich günstig übernachten können?

Montag, 25. Juli 2011

Herzlich Willkommen, Heiliger Vater!

Gestern haben sich die ersten vor die Kamera gewagt. Jetzt fehlen nur noch etwa 50 weitere. Bitte macht Werbung für das Projekt "Herzlich Willkommen, Heiliger Vater!", verbreitet das Video, bittet Freunde aus Berlin und Umgebung um Unterstützung. Wir haben die Möglichkeit ein wirkliches Zeichen zu setzen. Nähere Informationen gibt es auch in der Facebook-Gruppe "Herzlich Willkommen, Heiliger Vater!".

Samstag, 23. Juli 2011

Bloggertreffen in Berlin: Terminvorschlag

Nach reiflicher Überlegung möchte ich nun einen Ort und einen Termin für das Berliner Bloggertreffen vorschlagen.

Braut des Lammes, St. Dymphnas Gedankenwelt, Ultramontanus, Josef Bordat, St. Christinas Ofenbank, Geistbraus, In Litore, Sensuum defectui sowie Geist und Feuer kommen von Haus aus in Frage oder haben Interesse angemeldet. Mit Alfred als Leser und einem weiteren Blog, daß Phil im Schlepptau habe könnte, wenn ich mich nicht irre, komme ich auf zwölf Teilnehmer. Das wäre keine schlechte Zahl.

Der beste Termin, der mir einfiel, ist Maria Himmelfahrt am 15. August, und der beste Ort - Asche auf mein Haupt - im schönen Berliner Wedding der Garten des Instituts St. Philipp Neri, in dem just an diesem Tag, wie übrigens jedes Jahr, ein "Steckerlfisch-Grillen" oder eine "Weißwurstjause" stattfinden. Genauere Informationen waren dem Propst noch nicht zu entlocken.

Ich würde einen Tisch reservieren, an dem wir alle Platz haben. Das "Grillen" beginnt gegen 19.30 Uhr. Wer schon früher kann, ist herzlich eingeladen, vorher ab 18 Uhr, das levitierte Hochamt mitzufeiern. Wer noch früher kommt, bekommt noch eine Führung durch das Institut. Die genaue Uhrzeit dafür müssen wir aber noch absprechen.

Wenn jemand von weiter her kommt, können wir auch eine günstige Übernachtung in Berlin organisieren. Bei Bedarf, raus damit. Ich würde mich freuen, wenn mein Vorschlag Zustimmung findet. Ring frei im Kommentarbereich!

Norwegen

Beten wir für die Toten und ihre Angehörigen.

Freitag, 22. Juli 2011

Heute in Berlin. Wo bleibt der Sommer?

Neues Diurnale Romanum in Latein und Deutsch

Bislang gab es die liturgischen Texte des Offiziums der außerordentlichen Form nur in einem zweibändigen lateinischen Brevier. Die Bezeichnung Brevier kommt daher, dass darin das ursprünglich viel umfangreichere Chorgebet der Mönche auf eine kürzere und, im Vergleich zu den gewaltig großen klösterlichen Chorbüchern, sehr handliche Form zusammengefasst ist.

Das jetzt in sehr edler Ausführung erschienene Diurnale enthält erstmals die Texte der außerordentlichen Form des Tages-Offiziums sowohl in lateinischer als auch in deutscher Sprache sehr übersichtlich in zwei Spalten direkt nebeneinander gesetzt. Das Diurnale ist derzeit in zwei Ausführungen erhältlich, die beide in einem hochwertigen Lederetui gebunden wurden.

Die Ausführung mit Reißverschluß kostet 70 Euro, ohne Reißverschluß 60 Euro. Jeweils 1440 Seiten edles Bibeldruckpapier, Goldschnitt, abgerundete Ecken, 6 Lesebänder, flexibler Einband in Rindspaltleder und ein handliches Format 11 x 16,5 cm, ca. 3 cm dick. Bestellungen werden auf introibo.net entgegengenommen. Für mich wäre es das passende Geschenk.

Einfache Sätze immer wieder sagen. Teil I.

Der Mensch entwickelt sich als Mensch und nicht zum Menschen.

Herzlichen Dank an Bischof Algermissen!

Bischof Heinz Josef Algermissen im Fuldaer Bistumsblatt "Boni­fa­tius­bote":

"Dass man trotz aller Anstrengungen um einen zeitgemäßen Gottes­dienst der Not, in welche die Liturgie geraten ist, nicht begegnen kann, hat mittler­weile die Erfahrung gelehrt. Im Gegenteil: Je mehr man versucht, durch „zeit­gemäße“ Gottes­dienst­gestal­tung den ver­meint­lichen Er­war­tungen des modernen Menschen ent­gegen­zu­kommen, um ihn auf diese Weise in die Kirche zu locken, desto mehr Plätze werden leer. [...] Die­jenigen, die auf Grund ihres Glaubens und religiö­sen Engagements in Er­wartung der authen­tischen Litur­gie der Kirche ohnehin kommen, werden mit vielen dieser Gottes­dienste nur noch genervt und gelang­weilt, weil sie nichts anderes sind als eine öde, auf die Nerven gehende Wieder­holung dieser faktischen Welt an heiliger Stätte. Bar jeder Faszination für das Heilige und sich grundlegend unter­scheidende Göttliche macht man vielfach aus dem Gottesdienst einen banalen „Event“. Das allein von Gott kommende erlösende Neue bleibt aus."

Gefunden auf kath.net.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Einfache Sätze immer wieder sagen

Es ist durchaus bedrückend, zu erkennen, daß die Vermittlung von Glaubensinhalten oft mehr auf der Wiederholung von einfachen Sätzen beruht, als auf komplexen Erklärungen, die einfach ins Leere laufen.

Nur kurz gelebt, aber ein ganzes Leben lang tot

Behinderte Kinder, werden durch Abtreibung nicht zu gesunden, sondern zu toten Kindern. Ein abgetriebenes Kind hat nicht nur kurz gelebt, sondern ist vor allem auch ein ganzes Leben lang tot. Wer ein Kind tötet, nimmt den Erwachsenen und den Greis gleich mit. Die Kette bricht, sobald ein Glied daraus entfernt wird. - Oder anders gesagt, für alle Freunde der Evolution: Wer den homo erectus auslöscht, braucht sich um den Menschen keine Gedanken mehr zu machen.

Der Unterschied zwischen einem geborenen und einem ungeborenen Kind liegt vor allem in der Sichtbarkeit seines Körpers und seiner Lebensregungen. Die Stärke des Geborenen, sein Leben zu behaupten, wächst allein durch die Tatsache, daß es allgemein leichter ist, jemanden zu töten, dem wir dabei nicht in die Augen schauen müssen. Dieses Kind verdankt sein Leben nur der Schwäche eines Stärkeren und nicht der Herrschaft des Rechts - für das wir alle streiten sollten.

Dienstag, 19. Juli 2011

Der Choral bleibt, die Orgel macht Urlaub

Die Sommerferien fordern ihren Tribut. Der Organist ist im Urlaub - sein Ersatzmann auch. Letzten Sonntag saß der Propst hinter die Orgel, am nächsten Sonntag steht er am Altar. Es kann also gut sein, daß die Schola, die hoffentlich nicht nur aus mir bestehen wird, den Gesang der Gemeinde allein anführen muß. Den Sonntag darauf sind wir wahrscheinlich wieder voll besetzt. Gottlob! Zuletzt waren wir durch Gottes Fügung immerhin noch zu dritt. Unterstützung bekamen wir aus dem fernen H. ganz unverhofft. Mein besonderer Dank an Ultramontanus!

Ein herzliches Willkommen für den Heiligen Vater

Sonntag habe ich die ersten Freiwilligen für ein Filmprojekt gewinnen können, das mir sehr am Herzen liegt.

Viele Berliner stehen dem Besuch des Heiligen Vaters gleichgültig oder ablehnend gegenüber. Ich möchte zeigen, daß das nicht für alle gilt. In einem kurzen Film möchte ich möglichst viele Menschen vor die Kamera bekommen, die Benedikt XVI. in Deutschland und Berlin einfach nur herzlich willkommen heißen.

Ich verdanke dem Heiligen Vater viel. Seine Bücher haben mir sehr geholfen, zum Glauben zu finden, und seine Unterstützung, damals noch als Kardinal Ratzinger, hat die Gründung des Instituts St. Philipp Neri - meiner jetzigen Heimat in der Kirche - überhaupt erst möglich gemacht.

Die positiven Stimmen zum Besuch des Heiligen Vaters sind bislang rar. Auch die Bistümer haben sich bislang noch nicht mit Ruhm bekleckert. Ich möchte dazu beitragen, daß das nicht so bleibt. Deshalb hoffe ich, daß möglichst viele von der Möglichkeit Gebrauch machen, dem Nachfolger Petri ihre Verbundenheit und Dankbarkeit zu zeigen.

Jeder, der mitmachen will, ist herzlich willkommen. Wir drehen am 24. und 31. Juli und am 7. August nach dem Sonntagshochamt in St. Afra. Das ist ungefähr gegen zwölf Uhr. Anmeldung erwünscht.

Die Anforderungen sind denkbar einfach. Ein wenig Mut, ein wenig Geduld, ein freundlicher Blick in die Kamera, ein "herzliches Willkommen, Heiliger Vater" und ein ebenso herzliches "Danke". Wer noch will, der vervollständigt die Sätze "Ich freue mich über den Besuch des Heiligen Vaters, weil ..." oder "Ich danke dem Heiligen Vater, weil ...". Das war´s. Fertig.

Interessenten können sich per E-Mail an mich wenden - die Adresse gibt es in der rechten Spalte unter meinem Profil - oder im Kommentarbereich.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Petition für das Leben von Youcef Nadarkhani

Youcef Nadarkhani lebt im Iran, er ist 34 Jahre alt, er ist Christ, er ist Pastor und er wird bald hingerichtet, wenn er nicht seinem Glauben abschwört und sich zum Islam bekennt. Sein einziges Verbrechen ist es, nicht mehr Muslim zu sein und das von der iranischen Verfassung gewährte Recht auf freie Ausübung seiner Religion in Anspruch genommen zu haben. Claudia Sperlich hat hier und hier darüber berichtet.


Es gibt eine Petition an den Petitionsausschuß des Deutschen Bundestages, die sich hier online unterzeichnen läßt, und es gibt unser Gebet, in das wir Youcef Nadarkhani einschließen können.

Ich bitte um beides.

Einige neue Blogs auf meiner Liste ...

Gegner des Papstes und der Kirche machen mobil

Die Gegner des Papstbesuches machen auch mit einem Video auf sich aufmerksam. Ich habe es eingestellt, damit sich jeder ein Bild davon machen kann, wie mit offener und verdeckter Gewaltandrohung gearbeitet wird. An einem rationalen Diskurs besteht hier offenbar kein Interesse. Bevor das Video abgespielt wird, empfehle ich, - sollte Punkrock nicht zu den bevorzugten Musikstilen gehören - die Lautstärke auf ein Minimum zu reduzieren. Unser Zeugnis ist gefragt. Es ist billig: Sammelt Euch um den Heilgen Vater! Geht mit uns den "Marsch für das Leben". Kommt nach Berlin!


Autonome stören Vorbereitungstreffen

Am 22. Juni veranstaltete der Bundesverband Lebensrecht eine Informationsveranstaltung zum bevorstehenden "Marsch für das Leben" in Berlin. Den Bericht der Störer gibt es hier zu lesen.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Marcus Bauer: Der schiefe Dialog

Dankenswerterweise hat sich Marcus Bauer auf kath.net mit dem derzeit laufenden Gesprächsprozeß befaßt. Vielen Dank dafür! Aus Rücksicht auf meinen Blutdruck versuche ich jede weitere Auseinandersetzung mit dieser Veranstaltung so weit wie möglich zu vermeiden. Ich halte sie für eine Beleidigung der göttlichen Offenbarung - und des menschlichen Verstandes obendrein. Schmerzhaft für jeden, der diesem Zirkus beiwohnen muß. Ein Wunder, daß kein Bischof aufschreit. Im deutschen Bundestag wird Eugenik salonfähig gemacht und in Mannheim sprechen deutsche Katholiken über ihre kleinlichen Befindlichkeiten und diffamieren die Lehre der Kirche als Extremposition. Für mich sind das Luxusprobleme, die man sich an anderen Orten der Welt nur wünschen kann. ... Ich muß hier leider innehalten, weil es mich sonst übel anhebt.

Montag, 11. Juli 2011

Aufstehen für das Leben

"Sie widerstanden den Feinden ihres Volkes und gaben ihr Leben, daß Gottes Gesetz nicht vertilgt würde", lautet die Inschrift der Grabkapelle der Brüder Berthold und Claus von Stauffenberg in Lautlingen. Die moralische Achse, um die sich die Männer und Frauen des 20. Juli 1944 im "Kampf gegen den Feind unseres Volkes", Adolf Hitler, sammelten, war "Gottes Gesetz". Denn das Wesen des Nationalsozialismus war die Mißachtung alles Religiösen und auch der Ordnung, in deren Namen das christliche Europa entstanden ist.

Die Nationalsozialisten standen mit ihrer Anmaßung, über "lebensunwertes" Leben zu richten - seien es Behinderte, "Fremdrassige" oder sozial Andersartige -, in geistiger Tradition der atheistisch-jakobinischen Französischen Revolution und der blutigen kommunistischen Herrschaft seit 1917. Und sie finden ihre Nachfolger in allen Heutigen, soweit diese danach streben, menschliches Leben zu relativieren.

Seit 1976, seit der Novellierung des Paragraphen 218, sind in Deutschland laut Dunkelziffer vermutlich bis zu acht Millionen ungeborene Kinder dieser neuen Hybris zum Opfer gefallen. Eine ethische Katastrophe unerhörten Ausmaßes!

Als ich 1993 aus Protest gegen den "Abtreibungskompromiß" aus der CDU ausgetreten bin, tat ich dies in Konsequenz der zentralen Ziele - wie des Rechts auf Leben -, für deren Wiederherstellung die Männer des 20. Juli hingerichtet worden sind.

Seitdem ist die Erosion dieser ethischen Grundsätze, die auch unser Grundgesetz beschwört, immer weiter fortgeschritten. Das Bundesverfassungsgericht stellte 1993 klar, daß Abtreibung in Anbetracht der vom Grundgesetz als unantastbar festgestellten Würde des Menschen grundsätzlich rechtswidrig ist und bleibt. Das heißt: Abtreibung ist ein Verbrechen!

Der einzige Grund für eine Freigabe per Fristenregelung war die Hoffnung, mit dem Beratungskonzept eine Reduzierung der Schwangerschaftsabbrüche zu erreichen. Der Gesetzgeber - der Deutsche Bundestag - sei jedoch verpflichtet, nach einer angemessenen Frist das Gesetz auf seine Wirksamkeit hin zu überprüfen.

Dreizehn Jahre später sind die Abtreibungszahlen nicht gesunken, sondern gestiegen! Obendrein ist die vorgeburtliche Kindstötung inzwischen gesellschaftlich akzeptiert. Doch die Parteien des Bundestages, die das höchste deutsche Gericht damals beauftragt hat, den Geist des Gesetzes zu wahren, schweigen - und verweigern damit im Grunde die Verfassungstreue.

Wenn sich am Samstag nun wieder Hunderte von Bürgern für den Schutz des ungeborenen Lebens zum zweijährlichen "1.000 Kreuze für das Leben"-Marsch in Berlin versammeln, so danke ich diesen Menschen für ihr hoffnungsvolles Zeichen in einer so hoffnungsschweren Zeit."

Philipp Freiherr von Boeselager, Jahrgang 1917, gehörte als Offizier zum militärischen Widerstand gegen Hitler. Zunächst als Pistolenattentäter vorgesehen, besorgte er dann den Sprengstoff für Oberst Graf Stauffenberg. Später trug ihm die CDU vergeblich eine Bundestagskandidatur an. Er verstarb am 1. Mai des Jahres 2008. Die oben zitierte Erklärung ist vom 22. September 2006.

Freitag, 8. Juli 2011

Ich schlage vor, daß es jeder bis zum Ende liest

Sarah hat die Geschichte einer Mutter beschrieben - einer Mutter, die um das Leben ihres Kindes bangen mußte, die mit sich selbst um das Leben ihres Kindes gerungen hat, die verzweifelt war. Es ist ihre eigene Geschichte - und es ist eine Geschichte, die Hoffnung gibt. Sie sollte gehört werden.

Musikvideo zum Weltjugendtag in Madrid

Kardinal Meisner zur Präimplantationsdiagnostik

"Der Deutsche Bundestag hat über die Präimplantationsdiagnostik entschieden, und er hat die falsche Entscheidung getroffen. Denn diese Entscheidung wendet sich gegen das Leben und seine unantastbare Würde.

Die Befürworter haben ins Feld geführt, dass sie Elternglück fördern und Leid vermeiden wollen. Bei allem Respekt – aber hier werden völlig unterschiedliche Werte gegeneinander aufgerechnet. Das ist der Grundfehler. Gesundheit und Glück sind ohne Zweifel hohe Werte, aber sie dürfen doch nicht mit der Tötung menschlichen Lebens erkauft werden! Gesundheit und Glück sind keine Grundrechte, das unantastbare Lebensrecht ist es sehr wohl! Keine Notlage und keine Gewissensentscheidung der Eltern oder Ärzte kann dieses Grundrecht aufheben. Die Verantwortung für den unbedingten Schutz des menschlichen Lebens hat ja bereits mit der Verschmelzung von Samen- und Eizelle begonnen. Sie gilt deshalb uneingeschränkt und ausnahmslos für alle Embryonen, auch die in der Petrischale.

Genau genommen führt schon der Begriff Präimplantationsdiagnostik in die Irre: Diagnose, das steht in der Medizin am Beginn des beabsichtigten Hilfs- und Heilungsprozesses. Aber die Präimplantationsdiagnostik ist ja gerade nicht der Beginn von Therapie oder Hilfe. Sie ist Selektion. Mit der Präimplantationsdiagnostik entscheiden wir nach unserem Ermessen über den Lebenswert von Embryonen. Wer unseren Kriterien nicht entspricht, wird verworfen, getötet und entsorgt.

Die Entscheidung des Bundestages wird ohne Zweifel zum gesellschaftlichen und moralischen Klimawandel in unserem Land beitragen. Die Erfahrung lehrt: Alle Regeln, die als Einschränkung und Ausnahme gedacht waren, werden binnen kurzem als Gewohnheitsrecht und sogar als Anspruch betrachtet. Menschliche Würde gibt es nur ganz oder gar nicht. Mit der Entscheidung zur begrenzten Zulassung der Präimplantationsdiagnostik ist in unserem Staat ein weiterer Stein aus dem Fundament gebrochen, auf dem die Menschenwürde ruht."

Bamberger Erzbischof Schick: Es gibt Grenzen ...

"Natürlich ist es verständlich, dass Ehepaare sich ein gesundes Kind wünschen und alles tun wollen, dass dieser Wunsch erfüllt wird. Aber es gibt Grenzen. Die entscheidende Grenze ist die Tötung ... eines Menschen. ... Wenn der Test negativ ausgefallen ist, ... ein krankes Kind geboren werden könnte, wird der Embryo getötet. Das darf nicht sein.

Menschliches Leben ist - um Gottes willen - von Anfang an unantastbar.

Und wenn der Test positiv ausgefallen ist, was geschieht mit den übrigen Embryonen? Als ... weitere Konsequenz ergibt sich ..., dass das menschliche Leben in all seinen Phasen nicht mehr absolut geschützt ist. Wenn ein Mensch im Frühstadium ausgesondert werden darf, warum nicht in anderen Phasen des Lebens, beispielsweise im Alter? ... Wenn ein Mensch im embryonalen Stadium getötet werden darf, weil er behindert sein könnte, werden alle Menschen mit Behinderung stigmatisiert und es wird grundsätzlich die Frage nach ihrem Lebensrecht gestellt.

Wegen dieser Konsequenzen muss die PID abgelehnt werden.

Schließlich muss ... die Frage gestellt werden: Sollte ein Ehepaar, so schmerzlich das auch sein mag, nicht auf ein eigenes Kind verzichten, wenn wegen eines genetischen Defekts ein krankes Kind oder eine Tot- oder Fehlgeburt zu befürchten ist? Das Recht auf ein Kind kann nicht absolut und unbegrenzt sein."

Donnerstag, 7. Juli 2011

Bischof Woelki über sein Verhältnis zum Opus Dei

Zollitsch bedauert Entscheidung zur PID

Zur heutigen Ent­schei­dung über die Regelung der Prä­im­plan­ta­tions­diagnostik erklärt der Vor­sitzende der Deutschen Bischofs­konferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch:

"Wir bedauern die heutige Entscheidung zur PID zutiefst, umso mehr drängen wir nun mit Nachdruck darauf, die im Gesetz erwähnten Ausnahmefälle, in denen die PID nicht rechtswidrig sein wird, eng zu umgrenzen, um die willkürliche Anwendung und die Gefahr einer immer weiteren Ausdehnung der Anwendungsfälle der PID auszuschließen. Beispiels­weise ist nicht geklärt, ob den Eltern die bei der Untersuchung durch Zufall miterhobenen sogenannten Neben­befunde", wie zum Beispiel das Geschlecht, "mitgeteilt werden." In Übereinstimmung mit den Ergebnissen der embryonalen Forschung geht die katholische Kirche davon aus, dass mit der Vereinigung von menschlicher Ei- und Samenzelle ein neues menschliches Leben entsteht. "So sehr wir die Nöte von Eltern verstehen und den Wunsch nach einem gesunden Kind nach­voll­ziehen können; die Selektion von menschlichen Embryonen verstößt gegen das Achtungs­gebot der Menschen­würde, die jedem Menschen von Anbeginn zuteil ist."

Bundestag beschließt Präimplantationsdiagnostik

Der Bundestag hat der begrenzten Zulassung der umstrittenen Präimplantationsdiagnostik in einer ersten Abstimmung zugestimmt. Der Focus berichtet. 306 von 596 teilnehmenden Abgeordneten sprachen sich am Donnerstag in einer namentlichen Abstimmung dafür aus, die Gentests an Embryonen in bestimmten Fällen zu erlauben. Paare dürfen die Methode demnach künftig veranlassen, wenn auf Grund ihrer genetischen Veranlagung eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine schwerwiegende Erbkrankheit beim Kind oder für eine Tot- oder Fehlgeburt besteht.

Ein weiterer Entwurf einer fraktionsübergreifenden Gruppe, der ein Verbot von Gentests an künstlich erzeugten Embryonen vorsah, konnte sich hingegen nicht durchsetzen. Für diesen Antrag stimmten 228 Abgeordnete. Ein dritter Gesetzentwurf, wonach die PID nur in wenigen Ausnahmefällen erlaubt werden sollte, wenn die erbliche Vorbelastung der Eltern mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Tot- oder Fehlgeburt führt, erhielt nur 58 Stimmen. Die PID ermöglicht es, Embryonen im Reagenzglas vor dem Einpflanzen in den Mutterleib auf genetische Krankheiten zu untersuchen.

Vorbelastete oder überflüssige Embryonen werden in der Regel vernichtet.

Erzbistümer klagen gegen Bäderregelung

Die Erzbistümer Hamburg und Berlin haben heute beim Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Greifs­wald einen Nor­men­kon­troll­an­trag bezüglich der geltenden Bäder­ver­kaufs­ver­ord­nung in Mecklen­burg-Vor­pommern ge­stellt. "Die jetzige Ver­ordnung verletzt unserer An­sicht nach immer noch das Regel-Ausnahme-Ver­hält­nis für Sonntags­öffnungen. Wir meinen, dass den rechtlich bindenden Vor­gaben des Bundes­ver­fassungs­ge­richts und des Ober­ver­waltungs­ge­rich­tes nicht hin­reichend ent­sprochen ist", sagte Schwester Cornelia Bührle, Ständige Beauf­trag­te der Erz­bischöfe von Hamburg und Berlin am Sitz der Landes­regierung Mecklen­burg-Vor­pommern

Im vergangenen Jahr erklärte das Gericht in Greifswald die damals noch geltende Bäder­verkaufs­verordnung für verfassungs­widrig. Daraufhin musste das zuständige Wirtschafts­ministerium eine neue Verordnung erlassen. Die Erz­bistümer Berlin und Hamburg erachten auch diese neue Bäder­regelung als rechtswidrig. Die geltende Bäder­regelung entspräche nicht den recht­lichen Erfordernissen, sagte Bührle. "Sie erstreckt sich auf Ortschaften, deren Bevölker­ung rund die Hälfte unserer gesamten Landes­be­völkerung umfasst, Einzugs­gebiete noch nicht einmal ein­ge­schlossen." Das dürfe nicht als Ausnahme zu werten sein. Auch die Zahl der verkaufs­offenen Sonntage sei frag­würdig. Weit mehr als die Hälfte der Sonntage seien davon betroffen. Besonders proble­matisch sei auch das Waren­angebot, das auch dem ersten Para­graphen der neuen Bäder­regelung widerspreche; dort werde nur "regional typischer touristischer Bedarf" legitimiert."

Die Ordensfrau und Juristin erläuterte zudem, warum gleich­zeitig ein Antrag auf Ruhen des Verfahrens gestellt worden ist. "Wir wollen die Gespräche mit der Landesregierung über die Bäderregelung nicht abreißen lassen", sagte sie. "Hinzu tritt, dass das Erzbistum Berlin lange vakant war und der Erzbischof neu bestimmt werden musste. Dieser hat kirchen­rechtlich wirksam sein Amt noch nicht übernommen." Schließlich solle auch weiter das Gespräch mit in der Sache betroffenen gesellschaf­tlichen Akteuren gesucht werden. Die Ständige Beauf­tragte betonte erneut, dass ein weitest­gehend arbeits­freier Sonntag nicht nur potentiell Beschäftig­ten und deren Familien zu Gute käme, sondern auch als ein gemeinsamer arbeits­freier Tag in der Woche den Familien, der Gesellschaft und dem sozialen Leben nur förderlich sein könne. "Hierfür wollen wir als Katholische Kirche im Norden wie bisher konsequent und verlässlich stehen", sagte sie.

That´s how they used to do it a long time ago ...

Skandal! Dissertation von Rainer Maria Woelki

Die Geilheit der Medien, dem zukünftigen Erzbischof von Berlin ans Bein zu pinkeln, wie zum Beispiel hier der Berliner Tagesspiegel, wird nur noch übertroffen, von denen, die sich an der "verschwundenen" Dissertation des Bischofs ihre 30 Sekunden Ruhm verdienen wollen.

Für alle, die glauben, das alles, was sie nicht finden können, auch nicht existiert, oder aber eine Verschwörung wittern, weil ihnen die Dissertation trotz eigener "Bemühungen" nicht gleich in Haus geflogen kam, habe ich die Bibliothek der Universität vom Heiligen Kreuz in Rom aufgesucht. Eine recherchistische Großtat.

Die erschreckende Nachricht: Es gibt sie wirklich, die Dissertation, sie liegt in zwei Kopien vor und - ist ausleihbar. Skandal! Zum Katalog der Universitätsbibliothek geht es hier entlang. Da beide Exemplare ja wohl bald ausgeliehen sein werden, habe ich den aktuellen Eintrag noch einmal abgelichtet und hier unten eingestellt.


Bischof Woelki: Die Kirche ist keine Moralanstalt

Die Äußerung des zukünftigen Erzbischofs von Berlin, die Kirche sei für ihn keine "Moralanstalt", hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Unter anderem hörte ich die Klage, er wolle wohl die Moral außen vor lassen, weil er zu bequem sei oder vielleicht sogar Angst habe, anzuecken. Ich möchte gerne zur Klärung dieses Vorwurfs beitragen:

Wenn Weihbischof Rainer Maria Woelki sagt, daß die Kirche keine Moralanstalt ist, dann meint er damit: Die Kirche hat den Auftrag, zu lehren, was das Gute ist und was – in Abweichung davon – Sünde ist, aber nicht den Auftrag, auf andere mit dem Finger zu zeigen, und „Sünder, Sünder“ zu rufen. Das wäre in der Kirche ohnehin ein Allgemeinplatz. Die Lehre der Kirche anzunehmen, bleibt jedem für sich selbst vorbehalten.

Alles andere ist Politik und hat für die Kirche - zumindest normativ - keine Bedeutung. Faktisch sind vor allem seit Reformation und Aufklärung die Begehrlichkeiten des Staates und der Politik – und sicher auch die Versuchung mancher Kirchenführer – gewachsen, die Kirchen zu einem Instrument der allgemeinen Sittlichkeit und Ordnung zu machen. Das hat Bischof Woelki für sich zurückgewiesen.

Tiberius allein im Haus

Für ein paar Tage ist meine Frau mit unserem Sohn zu den Großeltern gefahren. Seit Monaten bin ich das erste Mal allein zu Haus. Nach dem Requiem für Kardinal Sterzinsky bin ich dann noch auf ein Bier in der Tortenwerkstatt hängen geblieben - ohne daß es mich nach Hause drängte, einfach so. Ungewohnt. Zu Hause war ja niemand. Als ich dann heimkam schloß ich die Wohnungstür ganz leise auf, wie ich es immer mache, damit der Kleine, wenn er schläft, nicht aufwacht - die Wohnung aber war leer. Ich streunte kurz allein und etwas unentschlossen durch die Wohnung und beschloß, zum Abendbrot von meiner neu gewonnenen Freiheit Gebrauch zu machen. Ich legte mir ein asiatisches Kampfkunst-Epos ein, bei dem sich meine Frau ganz sicher geweigert hätte, es anzuschauen - und regelte den Ton so weit ab, daß nur ich ihn hören konnte. Erst dann fiel mir wieder ein: ich bin ja allein. - Nach einer Viertelstunde schaltete ich den Streifen ab und ging zu Bett: mein erster "freier" Abend. Nicht gerade das, was man eine Sause nennt. Heute morgen bin ich dann diagonal liegend aufgewacht. Morgen sind sie wieder da.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Bischof Woelki zum Umgang mit Homosexuellen

Eva Strittmatter: Interruptio

Ich muss meine Trauer begraben
Um das ungeborene Kind.
Das werde ich niemals haben.
Dämonen pfeifen im Wind
Und flüstern im Regen und speien
Mir gerade ins Gesicht.
Und mag auch Gott mir verzeihen.
Ich verzeihe mir nicht.
Es hat mich angerufen,
Es hat mich angefleht,
Ich soll es kommen lassen.
Ich habe mich weggedreht.
Es gab mir kleine Zeichen:
Eine Vision von Haar.
Und zwei drei Vogellaute
Eine Stimme von übers Jahr.
Ich hätte es sehen können,
hätt ich es sehen gewollt.
Es war ja in mir entworfen.
Ich aber habe gegrollt
Über die Tage und Jahre,
Die es mir nehmen wird,
Und um meine grauen Haare,
Die Krankheit. Und wahnwitzverwirrt,
Hab ich mich darauf berufen,
Ich sei zum Schreiben bestellt.
Dabei war vielleicht diese Hoffnung
Viel wichtiger für die Welt
Als all meine Selbstverzweiflung
Und die kleinen Siege in grün,
Die ich dem Leben abringe
Und den Dingen, die dauern und fliehn.
Das schwere Recht der Freiheit
Hab ich für mich missbraucht.
Und hab mich für immer gefesselt.
In Tiefen bin ich getaucht,
In Trauer bis zum Irrsinn.
Es brodelt noch neben mir.
Die unsühnbare Sünde
Unterscheidet mich vom Tier.

Eva Strittmatter


Meinen Dank an Ralph von Pax et Bonum, der mich auf dieses bewegende Zeugnis aufmerksam gemacht hat.

Zuletzt bin ich auch deshalb dankbar, weil das hier eine erfrischende Abwechslung zu der Hausfrauenprosa ist, die mir in letzter Zeit häufiger im Netz begegnet. Allein doppelt so viele Worte wie Zeilenabsätze machen halt noch kein Gedicht.

Bloggertreffen Ende Juli in Berlin

Wer ist dabei? Ich habe ehrlich gesagt ein wenig den Überblick verloren. Die Zahl der katholischen Blogs ist in den letzten Jahren doch erheblich gewachsen. Wer da in und um Berlin herumbloggt, kann ich wirklich nicht mehr sagen. Braut des Lammes, Jobo72 und Phil fallen mir spontan ein, ... Ach ja, und Geistbraus, den hab ich noch nicht so lange auf der Liste ... und ein paar andere, die zumindest Berliner Wurzeln haben. Aber, auch nicht aus Berlin zu kommen sollte kein Hindernis sein. Äußert Euch also mal!

Dienstag, 5. Juli 2011

Bischof Rainer Maria Woelki stellt sich vor

Aufbahrung Kardinal Sterzinsky

Ab Mittwoch, 6. Juli 2011, wird der Leichnam des verstorbenen Erzbischofs Georg Kardinal Sterzinsky in der St. Hedwigs-Kathedrale aufgebahrt. Die Kathedrale ist dafür täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Zu diesen Zeiten besteht auch weiterhin die Möglichkeit, sich in das dort ausliegende Kondolenzbuch einzutragen.

Erste Pressekonferenz mit Weihbischof Woelki

Eben bin ich von der ersten Pressekonferenz mit Weihbischof Woelki in Berlin zurück. Ich finde, daß er hat sich ganz gut geschlagen hat. Zu Beginn der Pressekonferenz hat sich Bischof Woelki kurz vorgestellt. Erwartungsgemäß wurde er nach seinem Verhältnis zum Opus Dei gefragt und danach wie er mit Schwulen, Lesben und Protestanten im Erzbistum Berlin umgehen wolle. Es wird noch etwas dauern, bis die Bilder von der Pressekonferenz auf PiscatorTV zu sehen sind. Die Verarbeitung der Daten dauert ihre Zeit. Später also mehr dazu.

Montag, 4. Juli 2011

Sunningdale Boys Choir zu Gast in St. Afra

Am letzten Sonntag, dem dritten Sonntag nach Pfingsten, sang der Knabenchor der Sunningdale School aus Berkshire, England, das Ordinarium der heiligen Messe in St. Afra. Es war wirklich sehr schön. Was man von meinem Solovers nicht wirklich sagen kann. Nach einer kurzen Nacht hing ich noch ganz schön in den Seilen. Das war ärgerlich. Hier aber zu meiner Freude das Gloria des Knabenchores:


Guido Horst schreibt aus der "Römischen Warte"

Er ist jetzt auch schon länger dabei. Guido Horst schreibt seinen Blog aus Rom: die "Römische Warte". Kein deutsches Blog steht näher am Heiligen Stuhl und die Informationen sind aus erster Hand. Was dem Blog noch fehlt, um häufiger von mir gelesen zu werden, ist ein anständiger "Newsfeed". Ohne, geht leider gar nicht. Das ist mir viel zu anstrengend.

Ich bin gerne katholisch, weil ...

Frankfurter Theologiestudenten haben das Projekt "Gerne katholisch. Initiative für einen frohen und bekennenden Glauben" gestartet. Die Initiative geht auf den Seminaristen Stefan Salzmann zurück. Einen eigenen Youtube-Kanal hat das Projekt auch. Ich finde, daß das ein gute Sache ist. Hier gibt´s auch gleich ein Video zum Projekt.


Sonntag, 3. Juli 2011

Kommt zum Marsch für das Leben nach Berlin!

Es wird Zeit den nächsten Urlaub in Berlin zu buchen. Wer eine Woche bleibt, der kann am Samstag, den 17. September, am Marsch für das Leben in Berlin teilnehmen, am Sonntag in St. Afra die heilige Messe mitfeiern, dann ein paar Tage durch Berlin streifen und am Donnerstag den Heiligen Vater willkommen heißen.

An der Eu­cha­rist­iefei­er des Heiligen Vaters im Olym­pia­sta­dion werden sicher 50.000 Ka­tho­liken teil­nehmen. Wenn nur jeder zehn­te den Samstag zuvor am Marsch für das Leben teil­nimmt, könn­ten wir ein star­kes Zei­chen setzen. Bitte werbt auf Euren Blogs und in Pfarrbriefen. Es ist eine gute Sache, die wir mit allen Menschen guten Willens tun können.

Den Bundesverband Lebensrecht, der den Marsch organisiert, habe ich unter einem Banner in meiner Seitenleiste verlinkt. Wer ein solches Banner in einer anderen Größe haben möchte, bekommt es gern von mir. Im letzten Jahr kamen rund 2000 Teilnehmer zusammen. Jedes Kind aber sollte einen Fürsprecher haben. Im Jahr 2010 wurden - nach offiziellen Zahlen - 110.000 Kinder in Deutschland abgetrieben.

Christ in der Gegenwart: Johannes Röser, wohin?

Vor ein paar Tagen hatte ich mir erlaubt, auf den Beitrag von Jo­hannes Rö­ser, seines Zeichens Chef­re­dak­teur des "Christ in der Gegenwart", zu verweisen. Dan­kens­wer­ter Weise hat sich auch Elsa dieses Artikels an­ge­nommen und Peter Esser hat eine wun­der­bare Ka­ri­ka­tur dazu ge­zeich­net, die ich nicht vor­ent­hal­ten möch­te.

Requiem für Kardinal Sterzinsky in St. Afra

Das Institut St. Philipp Neri ist dem langjährigen Berliner Oberhirten in besonderer Dankbarkeit verbunden. Nur mit seiner Zustimmung war es dem Heiligen Stuhl möglich, das Institut in Berlin zu errichten. Auch wenn ihm die geistliche und liturgische Ausrichtung des Instituts – wie vielen Priestern und Laien seiner Generation – rückwärtsgewandt erschien, stand er diesem immer mit Wohlwollen gegenüber.

Für den verstorbenen Erzbischof Georg Maximilian Kardinal Sterzinsky feiert das Institut St. Philipp Neri am kommenden Mittwoch ein gesungenes Requiem: 18 Uhr, Kirche St. Afra, Graunstrasse 31, 13355 Berlin, Nähe U- und S-Bahnhof Gesundbrunnen. Alle, die wollen, sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und für den Verstorbenen zu beten.

Samstag, 2. Juli 2011

Bekanntgabe des neuen Erzbischofs in St. Hedwig

Heute morgen, gegen elf, war ich in St. Hedwig. Um 12 Uhr sollte ja der neue Erzbischof von Berlin bekannt gegeben werden. Ich hatte mich früh auf den Weg gemacht, um einen guten Platz für mich und meine Kamera zu finden. Mein Fahrrad war noch nicht angeschlossen, da sah ich auch schon die ersten bekannten Gesichter aus St. Afra. In der noch unbesetzten Kathedrale zählte ich zu den ersten, die noch einen Platz für sich ergattern konnten. Zu meiner Freude traf ich auch hier wieder auf bekannte Gesichter.

Ich baute mein Stativ und meine Kamera auf, machte ein paar Probeeinstellungen, stellte fest, daß das Licht in der Kathedrale erbämlich ist, und wartete auf das Angelusgebet, nach dem die Verkündung des neuen Erzbischofs erfolgen sollte. Neben mir versuchte eine RBB-Reporterin von einem älteren Herren - Brille, schwarzer Anzug, weißes Hemd - ein paar O-Töne und einige Hintergrundinformationen zu gewinnen. Der gute Mann blühte ob des Interesses auf und gab bereitwillig Auskunft. Ich könnte mir vorstellen, daß er Priester war.

Der Bekanntgabe des neuen Erzbischofs habe ich im Grunde gelassen entgegengesehen. Von all den Namen, die vorher gehandelt wurden, war Heinrich mir der liebste. Als dann der Name Rainer Maria Woelki fiel, habe ich das mit Dank und Interesse entgegengenommen. Was sonst hätte ich tun sollen? Ich kannte ihn ja nicht. Andere kennen sich natürlich besser aus. Philipp Gessler von der taz zum Beispiel schlich neben mir mit einem Gesicht herum als hätte er die Hosen voll und über den Diözesanratsvorsitzenden Klose hörte ich, daß er die Kathedrale sofort nach Bekanntgabe verlassen habe. Ich habe das - in meiner ganzen Unwissenheit - einfach mal als gutes Omen genommen.

Herzlich Willkommen also in Berlin, lieber Weihbischof Rainer Maria Woelki! Gott schütze unseren neuen Erzbischof!

Rainer Maria Woelki neuer Erbischof von Berlin


Am Tag des Festes Maria Heimsuchung, gab Dompropst Dr. Stefan Dybowski nach dem Angelus bekannt, daß Seine Exzellenz Weihbischof Rainer Maria Woelki zum neuen Erzbischof von Berlin ernannt wird.

Freitag, 1. Juli 2011

Google-Anzeigen: Präimplantationsdiagnostik

Hier noch zwei "Screenshots" aus meinem Blogspot-"Dashboard" zum voran­ge­gan­genen Beitrag über Embryonen­schutz und Prä­im­plan­ta­tions­dia­gno­stik. Die Anzeigen wurden auf meiner Arbeitsebene neben dem Beitrag eingeblendet. Auf Werbeeinblendungen von Google werde ich auf diesem Blog wohl erstmal verzichten, denke ich.

Man wird mehr und mehr Embryonen brauchen

Ulrike Riedel hat einen lesenwerten Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geschrieben. Sie beschreibt die Folgen des Gesetzes zur Präimplantationsdiagnostik wie es von den Abgeordneten Hintze und Flach initiiert wurde. Der Entwurf der beiden Abgeordneten hat die größte Aussicht im Parlament als Gesetz verabschiedet zu werden. Riedel befürchtet, daß die Zahl der Embryonen pro Zyklus - die schon jetzt oft über dem liegt, was der Gesetzgeber ursprünglich vorgesehen hat - noch weiter erhöht wird und damit auch die Zahl der Embryonen, die letztlich eingefroren oder weggeworfen werden:

"Für eine PID werden mindestens sieben Embryonen pro Zyklus benötigt. Das stellt das unlängst veröffentlichte Memorandum der Bundesärztekammer fest und das ist Stand der Wissenschaft, Technik und Praxis im Ausland. Nach dem Embryonenschutzgesetz ist aber nur die Herstellung von höchstens drei Embryonen pro Zyklus zulässig. [...] Im Bundestag werden derzeit diejenigen beschwichtigt, die den Widerspruch sehen und Klärung suchen: Es wird gesagt, dass in der regulären Praxis der In-vitro-Fertilisation die Dreierregel oft gar nicht mehr entsprechend ihrem Wortlaut angewendet [wird ...]

Wenn der Gesetzentwurf Flach-Hintze in der jetzigen Form Gesetz würde, verliehe der Gesetzgeber, [...] , dem interessegeleiteten Ignorieren von Wortlaut und Ziel des Embryonenschutzgesetzes seine Weihen - ohne das allerdings auszusprechen: [...] Im Grunde stellt die Uminterpretation der Dreierregel die Zahl der herzustellenden Embryonen in das Ermessen der Fortpflanzungsmedizin. Und da jeder Fortpflanzungsmediziner möglichst erfolgreich behandeln will, wird er die Zahl der herzustellenden Embryonen eher höher als zu knapp ansetzen."

Johannisempfang der EKD in Berlin

Johannisempfang der EKD am Berliner Gendarmenmarkt. Dabei, was Rang und Namen hat. In der Mitte auf dem Foto Prälat Bernhard Felmberg, Bevollmächtigter der Evangelischen Kirche in Deutschland bei Bundestag, Bundesregierung und Europäischer Union. Ich war gerade auf dem Weg nach St. Hedwig. Keine Ahnung, was den Herren gerade durch den Kopf ging. Glücklich sehen sie ja nicht gerade aus.

Gesegnete Brote statt Irritation und Abneigung

Wie schon berichtet, hatte das Bistum Magdeburg erklärt, bei der diesjährigen Fronleichnamsprozession würde ein "gesegnetes Brot" vor den Gläubigen hergetragen. Dazu erklärte der Sprecher des Bistums gegenüber Kath.net:

"... ich bin überzeugt, dass wir in Ostdeutschland, wenn wir überhaupt gehört werden wollen, eine Sprache sprechen müssen, die interessieren und gewinnen kann. In einem solchen Umfeld zu schreiben, wir tragen den Leib und das Blut des Gottessohnes Jesus Christus durch die Straßen und beten es an, würde mit Sicherheit Irritation und Abneigung hervorrufen."

Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll, ob des Bekennermutes dieses Mannes. Wenn das heute zeitgemäße Nachfolge Christi sein soll, dann weiß ich auch nicht. Man stelle sich einfach vor, Pontius Pilatus fragt den Herrn: "Bist du der König der Juden?", und dieser schlackert kurz mit Kopf, zwinkert einmal jovial und sagt: "Ach, manche sagen so und andere so. Wer weiß das schon so genau?"

Ich muß ehrlich sagen, daß ich mich für das Bistum Magedeburg und seinen Sprecher schäme.

2 x 3 macht 4 Widdewiddewitt und Drei macht ...

In der aktuellen Ausgabe von "Christ in der Gegenwart" schreibt Chef­re­dak­teur Johannes Röser:

"Bei den allermeisten zutiefst Reformwilligen handelt es sich um Katholiken, die ihr sakramentales Leben ernst nehmen und pflegen, die regelmäßig sonntags zur Kirche gehen und die als verant­wor­tungs­volle Eltern ihren Kindern ein glaub­wür­di­ges Christ­sein und eine glaub­wür­di­ge Kirche, geistig auf der Höhe der Zeit, ver­mitteln wollen. Bezeich­nend ist, dass öffent­liche Re­form­vor­stöße neuerer Zeit unter anderem von um­sich­tigen, frommen Politi­kern unter­nommen wur­den. Das Theo­lo­gen­me­mo­ran­dum wurde von an­ge­seh­enen Ge­lehrten unter­zeichnet, auch wenn man berechtigt fragen kann, ob die thesen­artigen plaka­tiven For­mu­lie­rungen und die Prä­sen­tation eines Sammel­suriums sehr ver­schie­den­artiger For­der­ungen glücklich waren. Inzwischen aber scheint die konzils­be­wegte Mehr­heit nicht länger schweigen und das Feld den Wortlaut aufdringlichen restaurativen Minderheiten überlassen zu wollen, die für sich die Mei­nungs­hoheit über das be­an­spruchen, was katholische Recht­gläu­big­keit sei."

In Deutschland leben 25 Millionen Katholiken. Davon lesen 70.000 "Christ in der Gegenwart". 99 Prozent der Leser halten die Zeitung für ehrlich und glaubwürdig, 94 Prozent lesen sie regelmäßig und 62 Prozent seit 10 Jahren oder länger, nur 17 Prozent haben schon einmal über eine Kündigung nachgedacht und 61 Prozent der Leserschaft waren oder sind leitende Angestellte und Beamte.