Samstag, 28. Mai 2011

Iam non dicam - Alipius zur Priesterweihe

Vor etwa drei Jahren, auf den ersten Streifzügen durch die katholische Blogosphere, bin ich auf den Blog des Augustiner Chorherren Alipius gestoßen. Schon "rom, römer, am römsten" gehörte zu den Blogs, die ich, wie auch jetzt seine neuen "Klosterneuburger Marginalien" mit großer Freude lese und denen ich auch persönlich viel verdanke. Mir hat immer gefallen, wie menschlich, humorvoll, streitbar und selbstverständlich katholisch Alipius auf seinem Blog daherkommt.

Meine Freude ist groß, daß Du, lieber Alipius, zum Priester wurdest. Du hast Dich selbst geschenkt: ein guter Hirte und Arbeiter im Weinberg unseres Herrn. Mehr kann man nicht verlangen, mehr kann man nicht geben. Möge Gott Dich erhalten und Dein Leben reiche Frucht bringen. Himmlische Chöre sollen Dir einst vergelten, was Du für uns getan hast, und die irdischen Klänge, mit denen ich Dir heute singe, werden ganz davor verblassen.



Iam non dicam vos servos, sed amicos meos,
Nicht länger werde ich euch meine Knechte, sondern Freunde nennen,

quia omnia cognovistis quae operatus sum in medio vestri,alleluia.
da euch alles bekannt wurde, was ich unter euch gewirkt habe, Alleluia.

Accipite Spiritum Sanctum in vobis Paraclitum.
Empfangt den Heiligen Geist, den Tröster, unter euch.

Ille est, quem Pater mittet vobis, alleluia.
Jener ist es, den euch der Vater senden wird, Alleluia.

Vos amici mei estis, si feceritis quae ego praecipio vobis.
Meine Freunde seid ihr, wenn ihr tut, was ich euch geboten habe.

Accipite Spiritum Sanctum in vobis Paraclitum.
Empfangt den Heiligen Geist, den Tröster, unter euch.

Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Ille est, quem Pater mittet vobis, alleluia.
Jener ist es, den euch der Vater senden wird, Alleluia.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Nach 24 Stunden wieder online

Dieser Blog war die letzten 24 Stunden offline. Nach einem etwas unliebsamen Besuch dachte ich darüber nach, daß bloggen an dieser Stelle ganz einzustellen. Heute habe ich mich dann dazu entschlossen, mit dickerem Fell einfach weiterzubloggen.

Zu weit aus dem Fenster gelehnt?

Zur Jahrestagung von Pro Missa Tridentina referierte Prof. Dr. Andreas Wollbold, Ordinarius für Pastoraltheologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, über die alte Messe und die Zukunft der Kirche. - Bis vor kurzem gab es dazu noch ein Video auf gloria.tv, welches nun zu meinem Bedauern kommentarlos gelöscht wurde. Es war ein wirklich guter Vortrag.

Dienstag, 24. Mai 2011

Nicht höher, schneller, weiter - tiefer soll es gehen

Seit etwa drei Jahren bemühe ich mich, das Kirchenjahr nach dem alten Kalender zu leben. Es gelingt nicht immer, aber immer besser. Ich genieße es, die Texte der heiligen Messe im jährlichen Rythmus immer weiter vertiefen zu können. Manchmal bleibt nur ein Satz von einer Messe übrig, oft aus dem Proprium, mit dem ich mich fast zwangsläufig am intensivsten beschäftige, aber auch aus den Lesungen, Evangelien und Orationen.

Im folgenden Jahr kann ich dann daran anknüpfen, in der Hoffnung, mich von Gottes Geheimnis am wiederkehrenden Sonntag noch tiefer durchdringen zu lassen. In der Regel bin ich aber schon froh, wenn es mir gelingt, mich in der Messe ganz in die Gegenwart des Kreuzes zu stellen, um wahrhaft Zeuge von Christi Tod und Auferstehung zu werden. Das geht, was ich früher nicht gedacht hätte, ist jedoch schwer genug. Wenn ich dann aber noch zwei Lesungen, ein Evangelium und alle Gebete Wort für Wort verarbeiten soll, bin ich - soviel kann ich für mich sagen - einfach überfordert.

Ich bemühe mich, nicht mehr abzubeißen als ich kauen kann. Dabei hilft mir das gesungene Wort, die lateinischer Sprache und die Akustik der Kirche, die vieles von dem, was verstanden werden will, wieder wegnehmen. Den Schott lese ich vor der Messe oder ich lasse ihn ganz weg. Heute gilt es natürlich als notwendig, jedes Wort aus des Priesters Mund noch in der letzten Bankreihe glasklar verstehen zu können. Ich jedoch bin froh, wenn ich nicht alles verstehen muß, was ich hören darf, denn daß, was ich wirklich suche, läßt sich, so oder so, weder herbeireden noch verstehen.

Schön ist es für mich, zu wissen, daß die gleiche Messe noch vieles mehr für mich bereit hält, ohne alles gleich entdecken zu müssen. Ich könnte, wäre es mir vergönnt, die gleiche Messe hundertmal mitfeiern ohne sie jemals ganz auszuschöpfen. Immer wieder käme ein neuer Aspekt hinzu oder ich würde mich an einem alten wieder freuen. Allein die Texte des Ordinariums immer tiefer zu durchdringen, auch und besonders vor dem Hintergrund des Kirchenjahres, scheint mir eigentlich schon Aufgabe genug. Nicht höher, schneller, weiter, sondern tiefer soll es schließlich gehen.

Warum aber schreibe ich das alles? Eigentlich nur, um auf eine der vielen Veränderungen des Kirchenjahres aufmerksam machen, die mich an der traditionsverbundenen und organischen Entwicklung des neuen Kalenders zweifeln lässt. Die vorangehenden Ausführungen habe ich vorangestellt, um meine grundsätzliche Skepsis und auch meinen fehlenden Bedarf nach einer aufgebohrten Leseordnung besser verstehen zu können. Vielleicht komme ich darauf an anderer Stelle noch einmal ausführlicher zurück.

Aber nun erstmal zur Sache: Die Sonntage zwischen Ostersonntag und Pfingsten heißen nach den Anfängen des jeweiligen Introitus "Quasimodo", "Misericordia Domini", "Jubilate Deo", "Cantate Domino", "Vocem iucunditatis" und "Exaudi Domine". Nur die wenigsten von denen, die diese Zeilen lesen, werden diese Teile des Chorals schon einmal gehört haben, obwohl ja gerade der Choral ein so hohes Anliegen des letzten Konzils war. Zumindest Protestanten könnte die Bezeichnungen noch geläufig sein, da sie in vielen Landeskirchen noch Gebrauch finden.

Quasimodo ist nun der erste Sonntag nach Ostern. Er wird auch weißer Sonntag genannt und liegt in der Oktav des Osterfestes. Auch was eine Oktav ist dürften eigentlich nur die wenigsten wissen. Den meisten wird es reichen, zu wissen, das sie irgendwie etwas vorkonziliäres ist. Egal. Der alte Kalender nun zählt die Sonntage nach Ostern bis Pfingsten als, man höre und staune, Sonntage nach Ostern. Das entbehrt nicht einer gewissen Logik. Zu den vielen Neuerungen des neuen Kalenders zählt es nun aber, diese Zählung zugunsten einer anderen aufgegeben zu haben.

Der neue Kalender zählt die Sonntage der Osterzeit von Ostersonntag als ersten Sonntag bis Exaudi Domine als siebenten und letzten Sonntag der Osterzeit. Warum macht er das? Was soll die neue Zählung bringen, außer das sie neu ist? Ich habe keine Ahnung! - Es handelt sich um eine Kleinigkeit. Das gebe ich gerne zu. Von der Zählung hängt nicht viel ab. Auf mich macht es aber den Eindruck, als habe man das, was über Jahrhunderte galt, einfach deshalb einer Veränderung unterworfen, weil man es konnte und nicht weil man es mußte. Ich zumindest kann darin keinen Gewinn und auch keine Notwendigkeit erkenne.

In meinen Augen zeigt schon diese Änderung, die im Vergleich zu anderen nicht substantiell genannt werden kann, das Grundproblem des neuen Kalenders: es gibt keine organische Entwicklung und damit auch kein umfassendes Traditionsverständnis. Alle, die den alten Kalender und die Tradition der Kirche nicht kennen, und das sind wohl die meisten, können den Verlust als solchen gar nicht fassen. Von mir soll ihnen auch kein Phantomschmerz eingeredet werden. Man darf aber ruhig wissen, daß ein Gebäude, daß über Jahrhunderte bestand, an dem auch immer wieder abgerissen und angebaut wurde, durch den neuen Kalender vollständig in Trümmer gelegt wurde.

Wie ist es anders zu erklären, daß die Sonntage des Osterfestkreises nicht nur neu benannt, sondern gleich auch neu geordnet wurden. Welchen Grund hat es, den Sonntag vom Guten Hirten, auch "Misericordia Domini" genannt, in der Abfolge des neuen Kalenders um eine Woche nach hinten zu verschieben? Gab es dafür einen Bedarf des Gottesvolkes? Hat es ein Geheimnis des Glaubens vertieft oder sogar erstmals in einem neuen Licht aufscheinen lassen? Ich denke, nein. Warum also, müssten sich die Architekten dieser neuen Ordnung fragen lassen, habt ihr es geändert, wenn ihr nicht der Beliebigkeit Tür und Tor öffnen wolltet?

Montag, 23. Mai 2011

Die Frauen seien ihren Männern untertan

An die Gemeinde von Ephesus: "Die Frauen seien ihren Männern so untertan wie dem Herrn; denn der Mann ist das Haupt des Weibes, wie Christus das Haupt der Kirche ist". Das sind die ersten Worte der Lesung für Braut und Bräutigam und wie jeder leichten Sinnes schnell versteht, bin ich, also der Mann, von jetzt an durch Gottes Gnade, oder irgendwie so, Herrscher über meine Frau und sie, mein geliebtes Weib, ist von jetzt an mein Untertan. Alles klar, hurra! - Weiterlesen braucht ohnehin keiner und wie sollte es bei Katholiken auch anders sein?

Aber im ernst, selten war ich so froh, das es das Latein der Messe gibt! Dem Unkundigen verschleiert es, was der Kundige versteht. Da nun auch die Kirche, aus ihr eigenen Gründen, auf den unmittelbar vorangehenden Satz des Epheserbriefes verzichtet hat, in dem es über die Brautleute heißt: "Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus", einen Satz, der zumindest vor einigen Fehldeutungen bewahren könnte, habe ich darum gebeten, auf die Übersetzung der Lesung im Begleihtheft zu verzichten.

Bevor ich dem empörten, realsozialistisch geprägten Teil unserer Hochzeitsgesellschaft und vielen anderen, auch katholischen Gästen, ausgedeutet hätte, was sie unter dem ewigen Hochzeitsmahl des Lammes zu verstehen hätten, zu dem der Bräutigam seine Braut geladen hat und wer das eigentlich genau ist, dieser Bräutigam mit seiner Braut, hätte ich sicher bei Adam und Eva beginnend ein komplett neues Instrumentarium an Begriffen einführen oder aber mit einer Reihe von vermeidbaren Fehlschlüssen leben müssen.

Das ist mir zum Glück erspart geblieben.

Montag, 16. Mai 2011

Gestern Abend, der Himmel über Berlin

Keine Anmeldung zum Papstbesuch via Internet

Mein erster Versuch, mich zum Papstbesuch in Berlin anzumelden ist erstmal gescheitert. Nachdem ich alle Angaben brav eingetragen hatte und das Formular abschickte, bekam ich nur eine Fehlermeldung.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Es durfte zwar weiter die lateinische Sprache ...

Am Freitag veröffentlicht der Vatikan die Bestimmungen zu Umsetzung des Motu Propriu Summorum Pontificum. Das Kölner Domradio berichtet. Um die Einordung dieses Vorgangs zu erleichtern, bringt das Radio auch eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse: vom Trienter Konzil bis heute - zusammengestellt von der Katholischen Nachrichtenagentur.

Für die Jahre 1962 bis 1965 heißt es: "In Rom treffen sich die katholischen Bischöfe zum Zweiten Vatikanischen Konzil, das eine Modernisierung und Öffnung der Kirche gegenüber der Welt vollzieht. Konservative Kreise stehen den Reformen skeptisch bis ablehnend gegenüber. Auf Kritik stoßen etwa die ökumenischen Initiativen, die Erklärung zur Religionsfreiheit sowie die nach dem Konzil schrittweise eingeführte erneuerte Liturgie, die den tridentinischen Ritus ablöst. In ihm wird die Gemeinde stärker einbezogen und der Gottesdienst in der jeweiligen Landessprache gefeiert. Es darf zwar weiter die lateinische Sprache, jedoch nur der neue Ritus verwandt werden."

Ich halte diesen Abschnitt für mißverständlich bis irreführend. Die Liturgie wurde 1970 reformiert, von Paul VI. und nicht vom Konzil, auch wenn dieser Eindruck geweckt werden soll. Das Jahr 1970 taucht dann auch nicht mehr auf. Das die Gemeinde stärker einbezogen wird, halte ich jetzt mal für ein Gerücht. Die Formulierung "es dürfe zwar weiter die lateinische Sprache verwendet werden" scheint mir ebenso irreführend und wird den Vorgaben des Konzils nicht wirklich gerecht.

Nachdem man den Gläubigen vierzig Jahre etwas anderes erzählt hat, wäre es natürlich etwas peinlich, mit der Wahrheit einfach so rauszurücken: "Hey Leute, Latein ist, war und bleibt die Sprache der Kirche. Sorry, so hat es das Konzil gewollt. Schock. Landessprache ist nur zweite Wahl. Die alte Messe war nie verboten und, ach, bevor ich es vergesse: Der Choral gilt der Kirche nach wie vor als das non plus ultra der Kirchenmusik. Doppelschock. Notarzt. Krankenhaus."

Wahrscheinlich wollten uns Domradio und Katholische Nach­rich­ten­agen­tur nur schonen.

Keine Aktion zur "Woche für das Leben"

Mittwoch, 11. Mai 2011

Woche für das Leben nicht für Lebensschutz

Vor einigen Tagen habe ich das Programm der "Woche für das Leben" in die Hände bekommen. Ich war zunächst sehr verwundert, daß das Thema Lebensschutz überhaupt gar keine Rolle spielt, - dann aber auch wieder nicht. Die Tagespost und Kath.net berichten.

Dienstag, 10. Mai 2011

Diakonenweihe in der Wallfahrtskirche in Werl

Weihbischof Matthias König spendet vier Kan­di­daten des Erz­bistums Pader­born die Diakon­en­weihe. Die Weihe wird am Sam­stag in der Wall­fahrts­basi­lika in Werl voll­zogen. Lange habe ich nicht mehr so viele Semi­na­risten und Prie­ster auf einem Bild gesehen. Das freut mich. Von links nach rechts: Regens Uwe Wischkony, die Kan­didaten Torsten Roland, Dariusz Klimanek, Manuel Klashörster und Björn Fischer sowie Sub­regens Andreas Kreutzmann. Gott schütze sie.

Unsere Rückbildungsgruppe im Prenzlauer Berg

Meine Frau ist in ihrer Rück­bil­dungs­gruppe mit zehn Jahren Abstand die Jüngste - und die einzige, die ver­hei­ratet ist. Alle sind Erst­ge­bä­ren­de. Die anderen Damen haben ihren Berufs­ein­stieg hinter sich. Das Kind - und angesichts des fort­ge­schrittenen Al­ters darf man wohl damit rechnen, daß es Sin­gular bleiben wird - kam erst nach der beruf­lichen Be­wäh­rung: ein fast immer ge­wünsch­tes und oft auch hart er­ar­bei­te­tes Kind.

Um aus einer gut­si­tuier­ten end­dreiß­iger Frau noch ein Kind heraus­zu­be­kommen, scheuen keinen Aufwand Staat und Re­pro­duk­tions­me­di­zin. Es geht um Steu­er­zah­ler, Wäh­ler und Pro­fit. Der Frau kann das letzt­lich egal sein - sie hat das Kind - und mir kann es eigent­lich auch egal sein. Sie voll­endet sich durch das Kind zur Mutter und ich beobachte, wie sie, die end­lich alles hat, in der Hand ihres Kindes zur ner­vösen Über­mutter mutiert.

Gerade die Frauen, die das Mutter­sein oft über Jahrzehnte souverän zurück­drängten, scheinen dabei den Schalter am heftig­sten umzulegen. Ich finde das sehr skurril.

Montag, 9. Mai 2011

Mein Gott & Walter ist da!

Heute wurde "Mein Gott & Walter" geliefert. Vier DVD´s randvoll mit Glaubenswissen. Insgesamt fast sieben Stunden Film. Noch haben wir nicht reingeschaut, aber wir freuen uns schon sehr. Von außen sieht alles sehr professionell aus. Die bereits veröffentlichten Kostproben haben uns sehr gut gefallen. Wer selbst mal einen Bick darauf werfen oder bestellen möchte, kann dies unter www.meingottundwalter.com tun. Ich habe das Ganze dreimal bestellt und pro Stück weniger als sieben Euro bezahlt. Wer mehr abnimmt, kommt noch billiger weg.

Sonntag, 8. Mai 2011

Freitag, 6. Mai 2011

Meine Taufkirche St. Olaf in Hamburg Horn

Zur Hochzeit ist ein Taufzeugnis erforderlich. Das gibt es bei der Pfarrei, in der die Taufe vollzogen wurde. Nun wußte ich schon immer, daß ich getauft wurde, wo ich aber getauft wurde, ich war ja noch sehr klein, habe ich erst heute von meiner Mutter erfahren: St. Olaf in Hamburg Horn. Schön, wenn ich mir das Bild so angucke, dann scheinen wir etwa gleich alt zu sein..


Hochzeit am Institut St. Philipp Neri

Am 21. Mai wird in der Berliner Kirche St. Afra eine Hochzeit - meine Hochzeit - gefeiert. Nach genau einem Jahr werden wir - meine Frau und ich - uns vor Gott die Ehe versprechen. Die Hochzeitsmesse beginnt um 15 Uhr. Sie wird in der außerordentlichen Form des römischen Ritus gefeiert. Wer vorbeikommen mag, ist herzlich eingeladen.

Imagefilm der Norbertiner der Abtei St. Michael

Donnerstag, 5. Mai 2011

Radio Kirche Hamburg bei Youtube

Auf der Seite des Erzbistums Hamburg bin ich über ein Interview mit Weihbischof Jaschke auf den Youtube-Kanal "Radio Kirche Hamburg" gestoßen. Weiß jemand, ob das ein offizielles Angebot des Erzbistums ist? Der Kanal besteht seit Oktober letzten Jahres, hat sieben Freunde, sieben Abonnenten, neunzehn Uploads und 3000 Seitenaufrufe. Ein befreundeter Kanal heißt "Entdecke den Islam", ein anderer "Entdecke deine Religion".

Das Ganze steht noch recht am Anfang und der professionelle Anspruch scheint nicht besonders hoch zu sein. In der Apologetik und Katechese gibt es ja in allen Bistümern noch viel Potential und auch die Berichterstattung zu lokalen Ereignissen könnte im Netz noch attraktiver werden. Sollte ich mich mal bewerben? Ich könnte das - und mein Engagement für das Institut St. Philipp Neri dürfte dem ja kaum entgegenstehen.

Dienstag, 3. Mai 2011

Taufkerze beim Berliner Karmel erstanden

Vom Wed­­ding bin ich heute bis an den Hecker­damm ge­lau­fen. Dort liegt Re­gi­na Mar­ty­rum, das Kar­mel und der Klo­ster­la­den. Eine erste Sta­tion habe ich am alten Dom­­fried­­hof gemacht.

Auf diesem Bild ist noch nicht die Kirche zu sehen. Es ist nur eine große Speicher­an­lage am Ber­liner West­ha­fen. Am Nord­ufer laufe ich Rich­tung Plötz­en­see.

Vorbei an einer Straf­­voll­­zugs­­an­­stalt und knapp an der Ge­denk­stätte Plö­tz­en­see vorbei, treffe ich auf den Hecker­damm. Es ist eher weniger los. Ich bin froh im Klo­ster­la­den wieder Men­schen zu sehen.

Die Tauf­ker­zen sind sehr schön. Auch die Aus­wahl an Kru­zi­fixen inter­essiert mich. Das Bücher­sor­ti­ment ist eher nicht mein Fall: Margot, Anselm usw. Nach dem Ein­kauf geht es in die Kirche.

Vor der Kapelle in der die Schwe­stern ihr Chor­gebet halten befindet sich eine Skulptur. Es muß sich wohl um eine Pieta handeln. Die Kapelle ist sehr schlicht. Eine Treppe nach oben liegt der Kirchen­raum.

Ich stelle mir vor, daß der Papst hier im Sep­tember eine heilige Messe hätte feiern sollen. Und bin ein bißchen entsetzt. Das wäre wirklich ein Ge­schenk für den Hei­li­gen Vater ge­wor­den.

Zum Glück gibt es Tolkiens Herrn der Ringe!

Osama bin Laden ist tot. Frank Schirrmacher kommentiert die Reaktionen. Er zitiert Frederico Lombardi, den Sprecher des Papstes: "Ein Christ sollte niemals den Tod eines Menschen begrüßen" und schließt gleich an, wem das "zu christlich" sei, der möge sich der Worte Gandalfs in Der Herr der Ringe erinnern. Dort heiße es nämlich: "Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch nicht so rasch mit einem Todesurteil bei der Hand."

Danke, liebe FAZ! - Ich habe Tolkien gerne gelesen. Bin ich aber der einzige, dem solche Ausführungen irgendwie peinlich sind?

Sonntag, 1. Mai 2011

Zollitsch zur Seeligsprechung Johannes Pauls II.

"Wie viel Widerspruch, Ablehnung, Verständnislosigkeit und Desinteresse unser christlicher Glaube derzeit erfährt, war nicht nur Johannes Paul bestens vertraut; auch wir wissen etwa um die Diskussionen um den Gottesbezug in der Europäischen Verfassung, um die Versuche unseren Glauben ins Private zurückzudrängen, um die Initiativen zur Aufweichung der Ruhe am Karfreitag und nicht zuletzt um die schrecklichen Christenverfolgungen in vielen Ländern der Erde. Und dennoch und gerade deshalb hat Papst Johannes Paul II. daran festgehalten, immer und immer wieder die Wahrheit Jesu Christi zu verkünden – gelegen und ungelegen. In einer Zeit, gewaltiger gesellschaftlicher Umbrüche, in der bisherige Maßstäbe ins Wanken geraten oder bereits vollständig verschwunden sind, war Papst Johannes Paul der markante Fels in der mitunter stürmischen Brandung des Zeitgeistes. Er, der unerschrocken für die Unverletzlichkeit der Würde des Menschen und die Achtung der fundamentalen Menschenrechte eintrat, war und blieb ein entschiedener Kämpfer für eine „Kultur des Lebens“."

Aus der Predigt von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch zur Seeligsprechung von Papst Johannes Paul II. Kaum zu Glauben, daß die Osterpredigt aus derselben Feder stammt.