Dienstag, 29. März 2011

Proprium von Laetare - in der schönen Hansestadt

Ich sitze gerade vor dem Proprium von Laetare. Am Introitus und Graduale habe ich schon gearbeitet. Wirklich schön, aber auch wirklich schön schwer. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal ein so kniffeliges Proprium in Händen hatte. Vielleicht zum Fest Jesu Namen. Vor allem das Graduale hat es mit seinen Sprüngen in sich. Aber auch im Introitus sind ein paar Fallen eingebaut. Besonders eine große Terz abwärts ist irgendwie ungemütlich eingerahmt.

Na ja, bis zum Sonntag wird es schon gehen. Diesmal sind wir in Hamburg. Ich bin gespannt, wie es dort am Tor zur Welt um die außerordentliche Form bestellt ist. Wir müssen schließlich nur ein Kasernentor überwinden, um auch daran teilnehmen zu können. Da hat sich das Erzbistum Hamburg wirklich nicht lumpen lassen. Eine im Grunde geniale Leistung! Besser kann man die Exklusivität dieser Form nicht schützen.

Heilige Messe in der außerordentlichen Form des römische Ritus
Sonntag um 10.30 Uhr, Werktags auf Anfrage,
in der Clausewitz-Kaserne, Manteuffelstraße 20,
22587 Hamburg.

Bitte beachten: Für den Zutritt zur Kaserne ist der Personalausweis erforderlich und die Voranmeldung unter Angabe von Vor- und Nachname bis donnerstags telefonisch unter 0151.16137036 oder eMail:missa-tridentina-hamburg@arcor.de. Nur in Ausnahmefällen ist der Zutritt auch kurzfristig ohne Voranmeldung möglich.

Kardinal Meisner lobt die Petition Pro Ecclesia

Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, lobt die Initiative der Petition "Pro Ecclesia" und bedankt sich ausdrücklich bei den Initiatoren. Den Bischöfen tue es gut, „die Unterstützung so vieler engagierter Katholiken aus so vielfältigen Bereichen von Kirche und Gesellschaft zu erfahren“, heißt es in einem Schreiben des Kardinals, das auf kath.net dokumentiert ist.

Ich freue mich sehr über diese Anerkennung der von anderen geleisteten Arbeit. Ihr habt wirklich Großes geleistet. Ohne öffentliche Gelder, ohne aufgeblähte Strukturen, ohne mediale Unterstützung, ohne politische Anerkennung, aber mit einer großen Liebe zu Christus und seiner Kirche. Mein Dank Euch allen, die Ihr es mir erlaubt habt, mit nur einer Unterschrift, das Selbstverständliche zu bezeugen und die Bischöfe in ihrem Dienst zu bestärken.

Montag, 28. März 2011

Weihbischof Heinrich entpflichtet Pfarrer in Berlin

(ebb) - Diözesanadministrator Weihbischof Dr. Matthias Heinrich hat eine Untersuchung gegen einen Pfarrer in Reinickendorf angeordnet. Gegen den Pfarrer wird wegen eines Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs ermittelt. Bis ein abschließendes Ergebnis oder Urteil vorliegt, ist der Pfarrer von seinem priesterlichen Dienst entpflichtet. Der Vorwurf bezieht sich auf die 90er Jahre. Obwohl es offensichtlich nicht um Missbrauch Minderjähriger nach den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz handelt, geht der Bischof diesem Vorwurf nach. Die Pfarrgemeinde wurde am vergangenen Sonntag über die Entscheidung informiert.

Freitag, 18. März 2011

50.000 Euro für Menschen in Japan

Das Erzbistum Paderborn stellt aus seinem Katastrophenfonds 50.000 Euro für die Menschen zur Verfügung, die in Japan von dem schweren Erdbeben und dem dadurch ausgelösten Tsunami betroffen sind. Das Geld wird an die Diözese Sendai im Nordwesten Japans überwiesen und geht damit direkt in die von den Katastrophen betroffene Region.

Die Gelder fließen in der Regel entweder direkt an die Bistümer der betroffenen Gebiete, deren Arbeit von den Menschen vor Ort besonders gebraucht wird, oder an Hilfsorganisationen wie die Caritas. Der Caritasverband im Erzbistum Paderborn hat kürzlich zu Spenden für die Opfer der Naturkatastrophen in Japan aufgerufen.

Spendenkonto: Diözesan-Caritasverband Paderborn Nr. 4300 bei der Bank für Kirche und Caritas BLZ 472 603 07. Kennwort „Japan“.

Donnerstag, 17. März 2011

Auch noch die Giordano-Bruno-Stiftung zur PID

Die "Ethikkommission der Giordano-Bruno Stiftung" hat eine Stellungnahme zur PID veröffentlicht. Ich zitiere nur den letzten Absatz von sechs Seiten:

„Die Annahme, dass die Vernichtung befruchteter Eizellen mit genetischen Defekten zur Diskriminierung von Behinderten führt, ist ähnlich absurd wie die Forderung nach Abschaffung der Impfung gegen Kinderlähmung, weil diese eine Diskriminierung von Menschen mit Kinderlähmung zur Folge haben könnte. Wer eine rationale, humanistische Sichtweise vertritt, dem sollte klar sein, dass Behinderte und Kranke unsere volle Unterstützung verdienen, Behinderung und Krankheit jedoch nicht“.

Ich sehe schon mit lapidaren Zeilen den Schrieb: "Liebe Behinderte, es freut uns ihnen mitteilen zu können, daß wir erfolgreich gegen ihre Behinderung vorgehen konnten. Leider müssen wir ihnen aber auch mitteilen, daß auch sie dabei beseitigt wurden." Was für herrliche Zeiten - mit einer rationalen, humanistischen Medizin, die Krankheiten "heilt" und Kranke tötet.

Zur "Ethikkommission der Giordano-Bruno Stiftung" gehören Dieter Birnbacher, Theodor Ebert, Eric Hilgendorf, Norbert Hoerster, Fiona Lorenz, Thomas Metzinger, Michael Schmidt-Salomon, Ulla Wessels und Franz Josef Wetz. Manche werden sich fragen, warum nicht auch Viktor Brack, Karl Gebhardt, Rudolf Brandt und Karl Brandt, Waldemar Hoven, Joachim Mrugowsky und Wolfram Sievers dieser "Ethikkommission" angehören.

Die Antwort ist ganz einfach. Den Herren fehlt es bereits seit Juni ´48 an "Empfindungsfähigkeit" und "aktualem Lebensinteresse". Zwei Merkmale, die auch einem guten Schnitzel nicht allzulange abgehen sollten. Aber was macht das schon für einen Unterschied?

Kardinal Marx feiert Eucharistie mit Bischöfen

Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, stand am Donnerstagmorgen der Eucharistiefeier in der Pfarrkirche St. Georg vor. Rechts neben ihm Erzbischof Hans-Josef Becker und Bischof Stephan Ackermann.

Mittwoch, 16. März 2011

... und noch mal von einer anderen Seite.




Huhu, hier hinten, ...!

In der Paderborner Pfarrkirche St. Georg feierten die Teilnehmer der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz gemeinsam mit zahlreichen Gläubigen die Eucharistie.

Freitag, 11. März 2011

Jürgen Fliege im Berliner Kathedralforum

Leider habe ich das verpaßt. Am 2. März sprach der evangelische Pfarrer emeritus Jürgen Fliege im Kathedralforum St. Hedwig Berlin. Dort durfte er sich zu dem Thema "Die Ordnung des Lebens. Die zehn Gebote" verbreiten, von Fliege unter dem Stichwort "Der Sinai-Code" zusammengefaßt.

Wie Fliege gerade so drauf ist, kann man auf seiner Webseite www.fliege.de studieren. Der geneigte Leser hat dort auch die Möglichkeit, Flieges wunderwirksame Fliege-Essenz sowie einige andere Produkte zu bestellen, die der inneren Reinigung und Selbstheilung dienen.

Schön, daß das Bistum keine Skrupel hat, auch ausgemachten Esoterikern eine Bühne zu bieten. Vielleicht trommelt die Pressestelle des Bistums ja auch bald für einen Scientologen, der im Dom zu Gast ist, oder wir laden einfach Michael Schmidt-Salomon ein, der uns zur Krise des Glaubens in Europa belehrt.

Mittwoch, 9. März 2011

Geldstrafe wegen Besitz von Kinderpornographie

Die Neue Osnabrücker Zeitung vermeldet das Urteil gegen einen Priester des Bistums Osnabrück und den Betreiber des Blogs "Fortes Fide". Der Geistliche wurde wegen des Besitzes kinderpornographischer Dateien zu einer Geldstrafe verurteilt. Er gilt wegen des geringen Strafmaßes jedoch nicht als vorbestraft. Zur Zeit sei er in einer kirchlichen Pflegeeinrichtung außerhalb des Bistums tätig. Bei der Glaubenskongregation in Rom beginne nun ein kirchenrechtliches Verfahren.

Dienstag, 8. März 2011

Startseite: Spiegel Online, FAZ, Was nun?

Ich brauche eine neue Startseite. Vor Jahren bin ich von Spiegel Online zur FAZ gewechselt. Damit bin ich sicher ein, zwei Jahre gut gefahren. Heute ist bei mir der Punkt erreicht, an dem ich nicht mehr weiter kann. Ich kann den intellektuellen Dünkel und die boulevardeske Selbstverliebtheit dieses Organs nicht mehr ertragen. Schreiber wie Patrick Bahners, Daniel Deckers und Christian Geyer haben nur einen Beitrag dazu geleistet. Wo ist die alte FAZ geblieben? Na ja, wie dem auch sei, ich brauche eine neue Startseite.

Dienstag, 1. März 2011

Katechismus der katholischen Kirche

In meinem Besitz befindet sich nur ein Katechismus: Die Neuübersetzung der Editio typica Latina von 1997 aus dem Oldenbourg Verlag, aufgelegt im Jahr 2003. Einzelne Abschnitte daraus habe ich meiner Frau, die noch dieses Jahr getauft werden möchte, vorgelesen. Dabei ist uns die eigentümliche Sprache des Werkes unangenehm aufgefallen: Ein vermeintlich lyrischer Ton, der sich mit einem verklärten, sogar unklaren Gestus paart und nur in Kurzzusammenfassungen durchbrochen wird.

Beispielhaft zitiere ich den vollständigen Absatz 2719 zum beschaulichen Gebet, der dort ohne weitere Erläuterungen für sich steht: "Das beschauliche Gebet ist eine Gemeinschaft der Liebe. Es trägt Leben für viele in sich, wenn es einwilligt, in der Nacht des Glaubens zu verharren. Die österliche Auferstehungsnacht wird durch die Nacht der Todesangst und jene des Grabes vorbereitet. Diese drei Nächte prägen die Stunde Jesu. Der Geist Jesu, und nicht das "Fleisch, das schwach ist", läßt diese Stunde im beschaulichen Gebet verbringen. Es gilt "eine Stunde" mit ihm zu wachen."

Normalerweise schalte ich bei solchen Texten sofort auf Durchzug. Kann mir jemand einen Katechismus empfehlen, der etwas klarer und weniger gewunden daherkommt?