Mittwoch, 26. Januar 2011

Montag, 17. Januar 2011

Pastoralverbund Rüthen vor der Spaltung

Die Tageszeitung Der Westen berichtet über eine kleine, liturgische Auseinandersetzung im Pastoralverbund Rüthen (hier und hier) Es geht um eine heilige Messe, die Pastor Theobald Wiechers jeden Samstag und Montag um 8 Uhr morgens, auf Wunsch einer Gruppe von Gläubigen, in der außerordentlichen Form des römischen Ritus gefeiert hat. Wenn man mich fragt, kann ich nur sagen, da haben einige nicht alle Murmeln im Sack. Manchen geht es einfach zu gut.

Aus dem Zeitungsbericht zitiert:

"...im Erzbistum Paderborn muss der Bischof es aber genehmigen, wenn sie [die außerordentliche Form des römischen Ritus] in aller Öffentlichkeit in einer Kirche durchgeführt werden soll. „Wenn die Einheit der Gemeinden gefährdet ist, dann geht das nicht mehr. Das Ganze ufert aus.“

„Es gebe jetzt in den Kirchen im Rüthener Stadtgebiet zwei verschiedene Arten von Gottesdiensten: „Damit ist die Einheit gefährdet.“ [Pastoralverbundsleiter] Götze verbot Wiechers ab sofort, Tridentinische Messen abzuhalten. Dieses Verbot gilt für alle Kirchen im Pastoralverbund, „es sei denn, der Bischof ordnet etwas anderes an“. Götze betonte, ein Priester dürfe in einer Gemeinde „nur machen, was allgemeiner Konsens ist“.

Ein kleiner Nebenaspekt, auf den Antonius Wilmesmeier als Vorsitzender des Kirchenvorstandes in ­Langenstraße hinwies: Jede Messe kostet, inklusive Beleuchtung und Heizung, 120 Euro – zu zahlen von den Gemeinden vor Ort.

„Wir kommen uns nicht nahe“, hieß es heute von einer Pfarrgemeinderätin generell über den konservativen Priester: „Er darf sagen, was er will – und macht das entsprechend.“ Auch bei der Praxis der Kommunionhelfer und Messdiener habe er Veränderungen vorgenommen, bei Lesungen – sagte eine kfd-Mitarbeiterin – heiße es nicht mehr wie in der Vergangenheit „liebe Brüder und Schwestern“, sondern nur noch „liebe Brüder“, auch in den normalen Gottesdiensten habe Wiechers andere Riten eingeführt.

Samstag, 15. Januar 2011

Kavalleriepferde blasen zum Hornsignal

Ein schönes Beispiel für politische Sprache bringt Annuntiator, der darauf hinweist, daß das Wort Präimplantationsdiagnostik (PID) einen Vorgang im Grunde mehr verschleiert als beschreibt, der eigentlich Präimplantationsselektion (PIS) heißen müsste. Das Wort von der Diagnostik legt immerhin nahe, daß eine Therapie und damit Heilung Zweck des ganzen sein könnte. Das scheint mir doch sehr irreführend.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Ich bin nicht perfekt - Kein Mensch ist perfekt

Gerne schließe ich mich dem Aufruf von Sendezeit an. Es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit und dennoch bekenne ich hier noch einmal ausdrücklich: Ich bin nicht perfekt!

Bitte unterstützt die Aktion der Caritas "Kein Mensch ist perfekt" mit einem Banner.

Donnerstag, 6. Januar 2011

In Epiphania Domini - Zur Erscheinung des Herrn

Kirchenbänke raus, Kommunionbänke rein?

Seit einiger Zeit treibt mich die Frage um: Was wohl passiert wäre, wenn man die Kirchenbänke statt der Kommunionbänke aus den Kirchen geworfen hätte? Ich persönlich glaube, es hätte gewaltige Verbesserungen für die Feier der Messe gebracht - vor allem für die Gläubigen, die ihre Teilnahme an der Liturgie, noch etwas empört, aber doch ganz unversucht von einer Bank, neu hätten entdecken können. Die Frage, welcher liturgische Akt im Sitzen vollzogen wird, wäre dann auch leichter zu beantworten.

Dienstag, 4. Januar 2011

Terror-Anschlag auf Christen in Alexandria

Der Anschlag auf die koptische Kirche in der Nacht zu Neujahr ging mir sehr nahe. Er ist ein schreckliches Zeugnis der Gewalt. Ich wünschte mir, sagen zu können, die Täter und ihre Anhänger, die in den Straßen laut "Allahu akbar" skandierten während koptische Christen versuchten, die zerfetzten Körper ihrer Toten zu bergen, hätten sich damit an den Imperativen ihres Glaubens vergangen. Leider ist mir das nicht möglich.

Das so viele Kopten ihren Glauben leben, obwohl sie dafür verfolgt und mit dem Tode bedroht werden, ist ein beeindruckendes Zeugnis ihrer Christusliebe. Ich wünschte mir, daß genau diese Liebe zu Christus in unser aller Herzen regierte. Einiges von dem, was uns in deutschen Diozesen seit Jahrzehnten umtreibt und beschäftigt, würde dann sicher nicht mehr ganz so groß und wichtig daherkommen. Ich aber wäre durchaus bereit, das in Kauf zu nehmen.