Mittwoch, 28. September 2011

Zollitsch: Papstbesuch entschärft und umgebogen

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, hat beim Michaelsempfang des Katholischen Büros in Berlin ein erstes Resümee zum Papstbesuch gezogen, respektive: den ganzen Besuch entschärft und umgebogen.

Zur Freiburger Konzerthaus-Rede sagte Erzbischof Zollitsch: „Dem Heiligen Vater geht es um etwas ganz Entscheidendes: um die Mahnung nämlich, uns nicht in der Sorge um uns selbst zu verlieren, sondern uns auf das Zeugnis des Glaubens in der Welt von heute zu konzentrieren. Vielleicht wollte Papst Benedikt gerade uns Deutschen, die gerne organisieren, strukturieren und reformieren, nochmals einschärfen: Lasst euch vom Geist des Evangeliums leiten; Strukturen sind nur Mittel und niemals Zweck kirchlichen Handelns.“

Die Auftaktveranstaltung des kirchlichen Gesprächsprozesses im Juli in Mannheim habe diese Hervorhebung des Glaubens auf die Formel gebracht: „Im Heute glauben“. Dies sei das Ziel des geistliches Weges, das Ziel des gemeinsamen Hörens auf Gott und aufeinander. Ein Ziel, das nicht nur durch und durch human und auf das Wohl und Heil der Menschen bezogen sei, sondern tief im Wirken und der Verkündigung Jesu Christi wurzele.

Demnach befindet sich die Kirche in Deutschland also auf dem richtigen, jetzt auch vom Heiligen Vater gewiesenen Weg des kirchlichen Gesprächsprozess - und nächste Woche veröffentlichen wir den begehrten Kurs "In drei Schritten vom X zum U".

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