Freitag, 26. August 2011

Grußworte zur Einführung des Erzbischofs

Ich lese gerade die Grußworte zur Einführung des neuen Berliner Erzbischofs, Dr. Rainer Maria Woelki. Dabei frage ich mich, gibt es eigentlich einen Kontext in dem die Anrede "lieber Bruder Woelki" bei einem öffentlichen Ereignis angemessen sein könnte?

Sätze wie "Du, Herr Petersen, wer macht denn heute Erasco?" sind mir persönlich ja nicht fremd - nachdem ich sieben Jahre lang im Supermarkt Regale aufgefüllt habe. Komisch kamen sie mir aber immer schon vor. Von dem "Sie, Tiberius" in der Oberstufe ganz zu schweigen.

Kommentare:

Braut des Lammes hat gesagt…

Damit will er dezent darauf hinweisen, daß er selbst auch Bischof sei, gell. (Die Sperrfrist, tu Pöser ;)

Tiberius hat gesagt…

An der Sperrfrist habe ich mich glaube ich ganz gut vorbeigemogelt. Abgesehen davon bin ich ja immer noch der "Pange Lingua"-Kirchenpunk, der ich in St. Hedwig immer war. Da sind die Spielräume natürlich größer. Ich hoffe trotzdem, daß ich inhaltlich noch nicht alles verraten habe. (Es gilt ja das gesprochene Wort)

Braut des Lammes hat gesagt…

So ganz ernst gemeint war "die Sperrfrist" natürlich nicht. Aber jemandem, der unschuldige Touristen mit dem Pange lingua erschreckt, und das in der Kirche, sei das natürlich gern verziehen. ;D

Er hat es aber wirklich gesagt ("lieber Bruder Woelki"). Jetzt kann ich ihn wohl nie mehr ansehen, ohne "lieber Bruder Dröge" zu denken.

Tiberius hat gesagt…

Offenkundig haben wir uns verpaßt. Auch ich habe es gehört. Da stand ich draußen und wartete auf den Auftritt unseres neuen Erzbischofs.

Braut des Lammes hat gesagt…

Ja, leider. Ich hab denen an unserem Tisch noch von deiner Filmaktion gesprochen und mich gefragt, ob es wohl mit dem Raum im BLH geklappt hat?

Anonym hat gesagt…

Der Erzbischof hat ihn zum Kölsch in der Ständigen Vertretung eingeladen.Genügt dies als Antwort?

Bruder hat gesagt…

Bruder Woelki wäre konsterniert über Deinen Artikel, Bruder Tiberius. Weil Bruder Woelki sehr gut zuhört, im Gegensatz zu Dir.

Allemalachen hat gesagt…

Am 11. September werden Bruder Dröge und Bruder Woelki einen oekumenischen Gottesdienst halten. Steht Woelki schon auf Eurer Abschussliste? Dann zieht nach Köln. Meinen Segen habt ihr.Tiberius, ein wenig Bildung stünde Ihnen gut.

Anselm hat gesagt…

Lieber Tiberius, in einem katholischen Gottesdienst heißt es zu Beginn, Liebe Schwestern und Brüder. Gemeint sind die Brüder und Schwestern in Christus. Genauso machen es die Protestanten und Erzbischof Woelki war sichtlich begeistert von der Begrüßungsrede seines Bruders Dröge.Ich kenne einen katholischen Priester, der in einem Kloster zelebriert und den Einzelnen mit Bruder und Schwester anredet.

Anselm hat gesagt…

Braut des Lammes, Bruder Dröge wird in seiner Kirche mit Bruder Dröge angeredet und das ist gut so. Herzlich.Dass er unseren Erzbischof mit Bruder anredet, zeigt, wie sehr er ihn mag.Sollte uns das nicht freuen?

Chiara hat gesagt…

Angemessene Anrede? Ist nicht einzig wichtig, dass der Erzbischof sich willkommen fühlt hier? Bei den Katholiken, den Politikern, den Protestanten und auch den anderen Kirchen? Warum wird diese wunderschöne Einführung am Samstag so herabgezogen mit Problemen wie "ist es angemessen". Bei Aldi heißt es Frau xy, kannst Du mal. Ich finde es sehr unfreundlich, die offensichtlich sehr gute Beziehung zwischen Bischof Dröge und Erzbishcof Wölki so abzuhandeln.Es war eine liebevolle Begrüßung.