Donnerstag, 7. Juli 2011

Bundestag beschließt Präimplantationsdiagnostik

Der Bundestag hat der begrenzten Zulassung der umstrittenen Präimplantationsdiagnostik in einer ersten Abstimmung zugestimmt. Der Focus berichtet. 306 von 596 teilnehmenden Abgeordneten sprachen sich am Donnerstag in einer namentlichen Abstimmung dafür aus, die Gentests an Embryonen in bestimmten Fällen zu erlauben. Paare dürfen die Methode demnach künftig veranlassen, wenn auf Grund ihrer genetischen Veranlagung eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine schwerwiegende Erbkrankheit beim Kind oder für eine Tot- oder Fehlgeburt besteht.

Ein weiterer Entwurf einer fraktionsübergreifenden Gruppe, der ein Verbot von Gentests an künstlich erzeugten Embryonen vorsah, konnte sich hingegen nicht durchsetzen. Für diesen Antrag stimmten 228 Abgeordnete. Ein dritter Gesetzentwurf, wonach die PID nur in wenigen Ausnahmefällen erlaubt werden sollte, wenn die erbliche Vorbelastung der Eltern mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Tot- oder Fehlgeburt führt, erhielt nur 58 Stimmen. Die PID ermöglicht es, Embryonen im Reagenzglas vor dem Einpflanzen in den Mutterleib auf genetische Krankheiten zu untersuchen.

Vorbelastete oder überflüssige Embryonen werden in der Regel vernichtet.

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