Dienstag, 28. Juni 2011

Gesegnete Brote in Magdeburg und andernorts

In der Internetzeitung "Die Freie Welt" berichtet Hedwig von Beverfoerde von der Antwort auf ihren Leserbrief zum Fronleichnamsfest. In der Zeitung war von einem "gesegneten Brot" die Rede, welches Katholiken zu Fronleichnam durch die Strassen tragen würden. Neben einem freundlichen Dank für ihren Einwand, es würde sich nicht um "gesegnetes Brot" handeln, sondern um Jesus Christus selbst in der Gestalt des Brotes, erhielt sie auch eine Presseinformation des Bistums Magedburg. Dort heißt es über das Fest: "An Fronleichnam feiern die Katholiken in besonderer Weise die Gegenwart des Gottessohnes in den Zeichen des Abendmahls, im gesegneten Kelch und Brot. Als Ausdruck dieses Glaubens wird dabei seit dem 13. Jahrhundert ein solches gesegnetes Brot - eine Oblate - in einem wertvollen Behältnis allen sichtbar durch die Straßen getragen."

Auf der Suche nach dem Ursprung dieses Textes habe ich mich mit Google auf die Suche nach dem letzten Satz gemacht. Dabei habe ich festgestellt, daß die hier angebotene Erläuterung des Festes eine nicht unerhebliche Verbreitung im Wortlaut genießt. Im Gemeindebrief der Magedeburger Domgemeinde, in der Mitmachzeitung "Mein Südhessen", auf der Seite der Münchner Pfarrei Fronleichnam, textgleich auch auf der Seite des Bonner Münster und der Katholischen Landjugendbewegung im Bezirk Ahaus, unter Willis Besserwisserseite, der Online-Enzyklopädie Enzyklo und - hier ist wahrscheinlich die Quelle des "gesegneten Brotes" - im Kathweb-Lexikon des St. Benno Buch- und Zeitschriftenverlages. Wem das nicht genug ist, der kann sich auch die Erläuterung des Fronleichnamsfestes auf kath.de zu Gemüte führen.

Ich möchte diesen Beitrag gerne mit den Worten Bischof Heinrichs beschließen, gesprochen zu Fronleichnam dieses Jahres: "Dieses Fest Fronleichnam ist für viele dunkel und geheimnisvoll geblieben." Mehr gibt es dazu leider nicht zu sagen.

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