Mittwoch, 9. März 2011

Geldstrafe wegen Besitz von Kinderpornographie

Die Neue Osnabrücker Zeitung vermeldet das Urteil gegen einen Priester des Bistums Osnabrück und den Betreiber des Blogs "Fortes Fide". Der Geistliche wurde wegen des Besitzes kinderpornographischer Dateien zu einer Geldstrafe verurteilt. Er gilt wegen des geringen Strafmaßes jedoch nicht als vorbestraft. Zur Zeit sei er in einer kirchlichen Pflegeeinrichtung außerhalb des Bistums tätig. Bei der Glaubenskongregation in Rom beginne nun ein kirchenrechtliches Verfahren.

Kommentare:

Sarah hat gesagt…

Danke für die Info.

Anonym hat gesagt…

Ich glaube es nicht. Steuerhinterzieher gehen in den Knast un der feine Herr H. ist nichgt mal vorbestraft. Stattdessen hält Mutter Kirche noch die Hand drüber und gibt ihm nen Job.
Ich könnte kotzen.
Insbesondere bei den hier auftretenden verteidigenden Kommentaren.
Der Mann gehört in den Knast!

Tiberius hat gesagt…

Lieber Anonym,

bitte nehmen Sie zur Kenntnis, daß in keinem der hier veröffentlichten Kommentare jemals Kinderpornographie gebilligt oder verteidigt wurde.

Gerne verweise ich Sie zu meiner Haltung noch einmal auf einen früheren Artikel.

Wie Sie dem Artikel in der NOZ entnehmen können, wird auch die Kirche, unabhängig vom Ausgang des Strafverfahrens, ein eigenes Verfahren gegen den Priester einleiten. Warten Sie doch erstmal ab, was dessen Ergebnis sein wird, bevor Sie in meinen Kommentarbereich brechen.

Das Strafmaß von 60 Tagessätzen wird im übrigen für den Besitz von etwa 30 kinderpornographischen Bildern verhängt. Ein Eintrag in das Führungszeugnis des Arbeitgebers erfolgt erst ab einem Strafmaß von 91 Tagessätzen. Andere Arbeitgeber würden von einem solchen Vergehen nicht einmal erfahren. Vielleicht erkennen Sie ja an, daß die Kirche aus eigenem Entschluß an dieser Stelle mehr Konsequenzen zieht als jeder andere Arbeitgeber in Deutschland.

Danke!

Anonym hat gesagt…

Lieber Seitenbetreiber,
Kinderpornografie ist vielleicht nicht gebilligt und verteidigt worde, das Verhalten des Herrn H. sehr wohl. Teils als "zufällig auf Schweineseiten landen" oder als "bedauernswerter Pfarrer" oder "Unterschied ob Missbrauch oder nur das Herunterladen von solchem".
Genau hier liegt der Fehler.
Wer Kinderpornos ansieht ist ein genau so großes Schwein, wie der, der sie erstellt! Ohne Zuschauer keine "Produzenten".
Ja, ich warte sehr gespannt ab, was das kirchliche Verfahren ergibt. Allein die Tatsache, dass A.H. noch immer in Kirchendiensten tätig ist, wenn auch nicht als Priester, kriege ich das kalte Kotzen.
Nicht das Mitleid auf Seiten des "armen Pfarrers" ist zu suchen, sondern auf denen, der missbrauchten Kindern und deren Eltern!

bee hat gesagt…

Danke fürs Bescheid sagen.

Tiberius hat gesagt…

Ich freue mich, daß wir wahrscheinlich darin übereinstimmen, daß keiner der Kommentatoren hier Kinderpornographie gebilligt oder verteidigt hat. Mein Mitleid gilt wie Ihres vor allem den missbrauchten Kindern.

Natürlich liegen Sie vollkommen richtig, wenn Sie sagen, daß jeder, der Kinderpornos ansieht, dazu beiträgt, daß diese auch produziert werden. Das beide Taten trotzdem unterschiedlich beurteilt werden, liegt in den Händen des Gesetzgebers, nicht der Kirche.

Bitte bedenken Sie, daß es zu den Fundamenten des christlichen Glaubens gehört, daß dem Sünder durch Reue und Buße immer auch die Möglichkeit der Umkehr gewährt wird.