Sonntag, 19. Dezember 2010

Antiphon O Radix Jesse

Samstag, 18. Dezember 2010

Antiphon O Adonai

Freitag, 17. Dezember 2010

Antiphon O Sapientia

Freitag, 10. Dezember 2010

"Die Bürokratie ist verbraucht und müde"

Seit Beginn der Adventszeit lese ich meiner Frau täglich aus Seewalds und Benedikts "Licht der Welt" vor. Wir sind jetzt etwa bei der Hälfte. Ich finde, uns allen sollte die folgende Aussage des Heiligen Vaters Grund zur Hoffnung geben: "Weniger deutlich, aber dennoch unverkennbar gibt es auch bei uns im Westen den Aufbruch neuer katholischer Initiativen, die nicht von einer Struktur, von einer Bürokratie befohlen sind. Die Bürokratie ist verbraucht und müde. Diese Initiativen kommen von innen heraus, aus der Freude junger Menschen. Das Christentum nimmt vielleicht ein anderes Gesicht, auch eine andere kulturelle Gestalt an. Es hat nicht den Kommandoplatz in der Weltmeinung inne, da regieren andere. Aber es ist die Lebenskraft, ohne die auch die anderen Dinge nicht weiterbestehen würden."

Patrozinium am Collegium Leoninum


(pdp/et) - Erzbischof Hans-Josef Becker, die Hausgemeinschaft und Gäste des Erzbischöflichen Theologenkonvikts feierten am Mittwoch, dem Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, das Patronatsfest der Kirche des Collegium Leoninum. „So wie Gott mit Maria einen einmaligen und unverwechselbaren Plan hatte, so hat er auch jedem von uns seine je persönliche Bestimmung zugedacht: einmalig und unverwechselbar“, sagte Erzbischof Becker in seiner Predigt.


Insbesondere im Umfeld eines Theologenkonvikts und Priesterseminars, in dem es um eine „spezifische Sendung im Raum der Kirche“ gehe, habe das Stichwort „Berufung“ einen eigenen Klang, erläuterte Erzbischof Becker. Nicht von ungefähr habe das Collegium Leoninum seit alters her das Patrozinium der Immaculata, der Erwählung Mariens. An ihr werde modellhaft deutlich, was es bedeute, die von Gott geschenkte Berufung zu erkennen und konsequent zu leben.


„Ich nenne hier bewusst in einem Atemzug die Berufung zu Ehe und Familie, die Berufung zum Priestertum und zum pastoralen Dienst sowie zum Ordensleben.“ Die Kirche werde auferbaut, wenn alle ihre je eigene Berufung lebten und sich gegebenenfalls für einen speziellen Dienst in der Kirche zur Verfügung stellen würden. Es sei höchste Zeit, Abschied von der Vorstellung zu nehmen, es gebe einige wenige Berufene und die ‚Masse’ der vielen Nichtberufenen.

Bild 1: Patroziniums-Feier im Erzbischöflichen Theologenkonvikt Collegium Leoninum in Paderborn. Erzbischof Hans-Josef Becker, Hausleitung und Studenten begehen einen besonderen Tag.

Bild 2: Regens Uwe Wischkony, Erzbischof Hans-Josef Becker, Präfekt Dirk Salzmann und Subregens Andreas Kreutzmann (v.l.n.r.) feierten die heilige Messe zum Patrozinium.

Bild 3: Erzbischof Hans-Josef Becker bei seiner Predigt in der Konviktskirche.

Kindergarten im Berliner Wedding

Gestern habe ich meinen Sohn für einen Kinder­garten­platz vormerken lassen. Viele hatten uns geraten, schon während der Schwanger­schaft nach einem Platz Ausschau zu halten. Jetzt ist es für viele Kinder­gärten schon zu spät. In Mitte und im Prenzlauer Berg werden Interessen­ten erst wieder für Mitte 2012 auf die Warte­liste gesetzt. Unser Sohn soll jedoch schon zum nächsten Sommer in den Kinder­garten.

Einen Kinder­garten, der auch noch im nächsten Jahr Kapazitäten frei hat, haben wir im Berliner Wedding gefunden. Die beiden Kinder­gärtner­innen machten einen guten Eindruck auf mich. Es gibt einen großen Spiel­platz. Was uns sehr wichtig ist, damit die Kinder viel Zeit an der frischen Luft verbringen können. Es gibt keine Alters­gruppen. Alle Kinder spielen zusammen. So sollen die jüngeren von den älteren lernen. Was ich als Idee gar nicht so schlecht finde.

Auf meine Frage nach dem Ausländer­anteil antworteten die beiden Damen merklich verschämt, daß er bei etwa 80 Prozent liege. Haupt­sächlich seien es Araber und Türken, aber auch Afrikaner und Asiaten. Es werde aber Wert darauf gelegt, - so ergänzten die beiden auf weitere Nach­frage - daß die Umgangs­sprache im Kinder­garten deutsch sei. Ich bin mal gespannt, wer da von wem die Sprache lernt. Ein bißchen Bange ist mir aber auch dabei.

Bei einem so hohen Anteil an Muslimen hätte ich mir die Frage nach dem Essen eigent­lich auch sparen können. Selbst­verständlich gibt es kein Schweine­fleisch. Ein Umstand, der mich nicht belastet, da Rindfleisch sowieso gesünder ist und ich froh bin, daß es es überhaupt Fleisch gibt. Was wirklich nicht selbst­verständlich ist. Zudem wird man - der Islam ist schließ­lich nicht die einzige Religion - mit soviel Rück­sicht sicher auch den Freitag fleisch­los halten.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Zweifel an den Berichten der Neuen Osnabrücker

"Hallo Wippingen" berichtet über den ehemaligen Pfarrer von Wippingen, Renkenberge und Steinbild, gegen den wegen des Besitzes von Kinderpornographie ermittelt wird. Dabei wird auch über dieses Blog in folgendem Wortlaut berichtet:

"In dem Blog Epistulae Tiberii stand zu heute zu lesen: "Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, wird zur Zeit gegen einen Priester des Bistums wegen des Besitzes von Kinderpornographie ermittelt. Das betrifft und erschüttert mich sehr - vor allem deshalb, weil es sich um den Betreiber des Blogs fortes fide handeln soll, den ich vor einiger Zeit empfohlen habe. Herr im Himmel, hilf!". Dies kommentierte ein "Arminius" mit: "Ich würde mich nicht wundern, wenn da mal wieder ein unliebsamer Priester fertiggemacht werden soll." Das Motto dieses "Arminius" in seinem Profil lautet: "Der Koran ist die Antwort des Teufels auf die Menschwerdung Gottes." Es ist schon eine seltsame Subkultur, in der sich der Wippinger Priester bewegte."

Ich möchte festzuhalten, daß auf meinem Blog selbst an Gott zu zweifeln erlaubt ist und bitte deshalb alle Leser um Verständnis, daß ich auch die Berichterstattung der Neuen Osnabrücker Zeitung von dieser Möglichkeit nicht ausnehme. Ich selbst habe bereits zum Ausdruck gebracht, wie sehr mich die Berichte erschüttert haben. Was ja wohl darauf schließen läßt, daß ich ihnen zunächst einmal Glauben schenke. Zugegeben wäre mein Vertrauen größer, wenn die Berichte nicht von Dr. Christof Haverkamp verfaßt worden wären, der es an für mich nachvollziehbaren Punkten mit der Wahrheit schon mal nicht so genau nahm. Wie einem der Beiträge weiter unten ja zu entnehmen ist.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Zweiter Adventsonntag am Institut St. Philipp Neri

Dr. Christof Haverkamp alias "Herr Meyer"

Heute hat Dr. Christof Haverkamp von der Neuen Osnabrücker Zeitung seinen privaten Feldzug gegen katholische Blogger fortgesetzt. Haverkamp ist leitender Blattmacher für Aktuelles bei der NOZ. Bis jetzt empfinde ich seine Beiträge zur Blogozese als extrem unausgewogen und entstellend - zum Teil auch schlicht als unwahr. Ich bin deshalb gespannt, wie lange sich die Neue Osnabrücker Zeitung seine Kapriolen leisten wird. Immerhin hat die Zeitung einen hervorragenden Ruf zu verlieren. Dr. Haverkamp wünsche ich, daß er in Zukunft mehr Zeit für das Kuratorium der Ludwig Windhorst Stiftung aufwenden kann. Warum Dr. Haverkamp bei mir in Zukunft nur noch Meyer heißen wird, kann man bei Stanislaus auf Politisch Unpolitisches nachlesen. Empfehlen möchte ich auch die Beiträge auf Katholon und Commonitoria.

Montag, 6. Dezember 2010

Herr im Himmel, hilf!

Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, wird zur Zeit gegen einen Priester des Bistums wegen des Besitzes von Kinderpornographie ermittelt. Das betrifft und erschüttert mich sehr - vor allem deshalb, weil es sich um den Betreiber des Blogs fortes fide handeln soll, den ich vor einiger Zeit empfohlen habe. Herr im Himmel, hilf!

Sonntag, 5. Dezember 2010

Rorate-Messe in St. Afra

Gestern klingelte der Wecker schon um sechs. Mit unserem Kinderwagen, einem Schluck Kaffee und einer Scheibe Brot haben wir uns durch Schnee und Dunkelheit zur Kirche aufgemacht. Vom Kreuzgang bis zur Kirche lag alles im Kerzenschein. Die Messe wurde von Pater Thomas Jatzkowski gefeiert. Es war eine stille, schöne und andächtige Stimmung. Das schöne Ordinarium des Marienfestes wäre uns zu einer späteren Stunde sicher leichter von den Lippen gegangen. Tenöre haben es da besser, oder - beim nächsten Mal, einfach eine Stunde früher aufstehen.

Samstag, 4. Dezember 2010

Es lebe die eigene Agenda: Katholisch.de oder was?

Wie man einen Bericht umstellt und zurechtstutzt, so daß er den gewünschten Eindruck hinterläßt, gehört zum journalistischen Handwerkszeug. Wie so etwas geht, kann man hier auf katholisch.de begutachten. Das Interview von Radio Vatikan mit Monsignore Guido Pozzo, über das ich weiter unten schon berichtet habe, wird unter der Rubrik "Piusbruderschaft" eingeordnet und mit dem "Fall Williamson" eingeleitet. Gut zu wissen, was immer jetzt auch kommt: der Leser ist eingestimmt.
Von den Einlassungen des Monsignore zu der Behinderung des päpstlichen Motu Propriu Summorum Pontificum durch Bischöfe und Priester bleibt nur der Halbsatz stehen, der die Kritik am alten Ritus wiedergibt. Die andere Hälfte des Satzes, die Verteidigung der alten Messe, die mit Schönheit und Reichtum der neuen Liturgie zugute kommen solle, bleibt auf der Strecke. Vielleicht, so mag man denken, ist der Teil aber auch nur einer der vielen strengen Zeilenvorgaben zum Opfer gefallen. Na ja, wer´s glaubt ...

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Alte Messe besonders bei jungen beliebt

Guido Pozzo, der Sekretär der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, antwortet auf Fragen von Radio Vatikan:

"Eine Präzisierung: Welche Einwände erheben Pfarrer oder Bischöfe, die die alte Messe nicht schätzen, um die Nachfrage abzublocken?"

„Es gibt Bischöfe und Priester, die in der Nachfrage nach dem alten Ritus vor allem das Risiko einer Sehnsucht nach dem Ästhetischen, rein Ornamentalen, Formalistischen sehen. Ich will nicht ausschließen, dass das in manchen Fällen stimmt, aber generell zeigt das doch eine Art Vorurteil. Denn der alte Messritus hat einen tiefen Reichtum, der nicht nur respektiert, sondern auch wiederentdeckt werden muss, zum Vorteil der Liturgie, wie man sie auch heute feiert. Diese Vorurteile und Widerstände müssen durch eine Änderung der forma mentis, der Gesinnung, überwunden werden. Es braucht eine angemessenere liturgische Bildung.“

"Wie sehen Sie das Interesse für die außerordentliche Form des Römischen Ritus: wachsend, abnehmend, konstant?"

„Ich würde sagen: wachsend. Auch weil wir beobachten, dass besonders in den jungen Generationen Interesse an und Zulauf zur alten Form der Messe besteht. Und das ist eine überraschende Neuigkeit.“

Mehr dazu auf Radio Vatikan hier.