Donnerstag, 18. November 2010

Mittwoch, 17. November 2010

Für Allah getötet, für Christus gestorben

Heute Abend war das Requiem für die Märtyrer von Bagdad. Es hatten sich knapp 50 Gläubige in St. Afra versammelt. Ich denke, daß es eine würdige und andächtige Feier war. Nach einer Totenmesse fühlt man sich eher nicht euphorisch. Vielleicht können wir beim nächsten Requiem noch etwas besser singen. Ich habe viel über die Toten nachdenken müssen: Sie haben den Tod nicht gesucht und haben doch für ihr Bekenntnis sterben müssen. Schrecklich sinnlos ist es, wehrlose Männer, Frauen und Kinder zu töten. Ich will einfach glauben, daß es nicht auch sinnlos ist, für Christus zu sterben. Requiem aeternam dona eis domine!

Sonntag, 14. November 2010

Requiem für die Märtyrer von Bagdad

Der mehr als fünfzig Glaubens­zeugen, die bei dem Angriff auf eine ka­tho­lische Kirche in Bagdad getötet wurden, gedenkt das Institut St. Philipp Neri mit einem Requiem: Am Mittwoch, den 17. No­vem­ber, um 18 Uhr, in der Kirche St. Afra, Graun­strasse 31, 13355 Berlin.

Neuer Priester am Institut St. Philipp Neri

Wie ich heute erfahren habe, wird das Berliner Institut durch einen weiteren Priester unterstützt werden. Der Aktionsradius des Instituts wächst. Ich freue mich sehr darüber.

Freitag, 12. November 2010

Ein Brief aus der Pressestelle des Bistums Erfurt

Folgende Zeilen erreichen mich aus Erfurt:

"Liebe Leserinnen und Leser,
der Ruf nach Reformen und Erneuerung wird in unserer Kirche immer lauter. Auch ich muss feststellen, wenn ich in einer stillen Stunde mein Inneres erforsche, dass hdu uwrsgfsd jfö8945 nkdjkf 39dfjö sgjqwvzug i3iuz4t7u 30 rgnsl tlkritöcv n 3rutz3pö45o6i öca ö nb söalöo5iten ö45n 45tläe rlktu3u ö4otig j3eö345i6tj 1-qe ,elkf jtön3v ö 3ölr6iu z3örtncv.
Gebot der Stunde scheint mir zu sein, jkhw suiotcp irgf48567.qsdmvf 958z7eöztnv 4 ü490kb ndm f4ümo5 ogkbnd-l7iortjn n 4ouz –3o45u6u jfwwero äöösr6889v j9pn3er6o5c vn$dfb 49589t zu pi5j6uöy ivjmbc-##wspei567 e4.gi euigh.
Verwirrt? Warum ich meine Meinung verschlüssele? Na, Sie sind gut! Es gibt doch Zeitgenossen, die Rechtgläubigkeit ausschließlich für sich beanspruchen und mit zelotischem Eifer an höherer Stelle denunzieren, was nicht ins eigene Glaubenssystem passt. Oder es wird auf einschlägigen Internetseiten – gerne anonym – Stimmung gemacht und zum Schreiben von Protestbriefen aufgerufen.
Glauben Sie etwa, ich will auf dem Scheiterhaufen landen?"

Kleinlaut grüßt Sie bangen Herzens
Peter Weidemann

Wie soll ich diese Zeilen deuten? Was will Weidemann sagen? Wer sind die Denunzianten und Scheiteschichter? Was ist die Nachricht und wie wird man im Bistum Erfurt eigentlich Pressereferent?

Zum Stand der Gregorianik im Erzbistum Berlin

Zu meiner Überraschung habe ich festgestellt, daß das Erzbistums Berlin dem Choral unter der Kirchenmusik auf seiner Internetseite sogar eine eigene Rubrik widmet. Unter dem bescheidenen Hinweis auf die herausragende Bedeutung des Chorals für die römische Liturgie nach den Beschlüssen des letzten Konzils sind dort alle Gelegenheiten aufgeführt, den Choral im Rahmen der "erneuerten Liturgie des II. Vatikanischen Konzils" oder aber im Rahmen eines Konzertes innerhalb der Grenzen des Erzbistums zu erleben.

Ich kann mich nicht erinnern, diese Rubrik bei einem meiner letzten Besuche schon gesehen zu haben, und freue mich sehr über diese Entwicklung. Im Dezember wird es jetzt an sieben verschiedenen Orten neun Gelegenheiten geben, den Choral zu hören. Das ist immerhin ein Anfang. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum wird es in den 108 Gemeinden des Erzbistum wohl an die 432 Sonntagsmessen und etwa 2900 Werktagsmessen geben, letzteres abhängig von der Anzahl der liturgiefreien Tage.

Die Durchdringung des Erzbistums mit dem "der römischen Liturgie eigenen Gesang", wie es unter der Rubrik heißt, liegt demnach bei 27 Promille. Wenn man bedenkt, daß es Orte gibt, an denen gar kein Choral zu hören ist, Orte wie Riad oder Mekka zum Beispiel, dann ist das ein beachtlicher Wert, der mich auch hoffnungsfroh macht, wenn ich bedenke, daß eine Verdoppelung schon dann möglich wäre, wenn sich nur neun Gemeinden im Erzbistum aufrafften, den kirchenmusikalischen Empfehlungen des Konzils nur das eine Mal im Monat Rechnung zu tragen.