Sonntag, 19. Dezember 2010

Antiphon O Radix Jesse

Samstag, 18. Dezember 2010

Antiphon O Adonai

Freitag, 17. Dezember 2010

Antiphon O Sapientia

Freitag, 10. Dezember 2010

"Die Bürokratie ist verbraucht und müde"

Seit Beginn der Adventszeit lese ich meiner Frau täglich aus Seewalds und Benedikts "Licht der Welt" vor. Wir sind jetzt etwa bei der Hälfte. Ich finde, uns allen sollte die folgende Aussage des Heiligen Vaters Grund zur Hoffnung geben: "Weniger deutlich, aber dennoch unverkennbar gibt es auch bei uns im Westen den Aufbruch neuer katholischer Initiativen, die nicht von einer Struktur, von einer Bürokratie befohlen sind. Die Bürokratie ist verbraucht und müde. Diese Initiativen kommen von innen heraus, aus der Freude junger Menschen. Das Christentum nimmt vielleicht ein anderes Gesicht, auch eine andere kulturelle Gestalt an. Es hat nicht den Kommandoplatz in der Weltmeinung inne, da regieren andere. Aber es ist die Lebenskraft, ohne die auch die anderen Dinge nicht weiterbestehen würden."

Patrozinium am Collegium Leoninum


(pdp/et) - Erzbischof Hans-Josef Becker, die Hausgemeinschaft und Gäste des Erzbischöflichen Theologenkonvikts feierten am Mittwoch, dem Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, das Patronatsfest der Kirche des Collegium Leoninum. „So wie Gott mit Maria einen einmaligen und unverwechselbaren Plan hatte, so hat er auch jedem von uns seine je persönliche Bestimmung zugedacht: einmalig und unverwechselbar“, sagte Erzbischof Becker in seiner Predigt.


Insbesondere im Umfeld eines Theologenkonvikts und Priesterseminars, in dem es um eine „spezifische Sendung im Raum der Kirche“ gehe, habe das Stichwort „Berufung“ einen eigenen Klang, erläuterte Erzbischof Becker. Nicht von ungefähr habe das Collegium Leoninum seit alters her das Patrozinium der Immaculata, der Erwählung Mariens. An ihr werde modellhaft deutlich, was es bedeute, die von Gott geschenkte Berufung zu erkennen und konsequent zu leben.


„Ich nenne hier bewusst in einem Atemzug die Berufung zu Ehe und Familie, die Berufung zum Priestertum und zum pastoralen Dienst sowie zum Ordensleben.“ Die Kirche werde auferbaut, wenn alle ihre je eigene Berufung lebten und sich gegebenenfalls für einen speziellen Dienst in der Kirche zur Verfügung stellen würden. Es sei höchste Zeit, Abschied von der Vorstellung zu nehmen, es gebe einige wenige Berufene und die ‚Masse’ der vielen Nichtberufenen.

Bild 1: Patroziniums-Feier im Erzbischöflichen Theologenkonvikt Collegium Leoninum in Paderborn. Erzbischof Hans-Josef Becker, Hausleitung und Studenten begehen einen besonderen Tag.

Bild 2: Regens Uwe Wischkony, Erzbischof Hans-Josef Becker, Präfekt Dirk Salzmann und Subregens Andreas Kreutzmann (v.l.n.r.) feierten die heilige Messe zum Patrozinium.

Bild 3: Erzbischof Hans-Josef Becker bei seiner Predigt in der Konviktskirche.

Kindergarten im Berliner Wedding

Gestern habe ich meinen Sohn für einen Kinder­garten­platz vormerken lassen. Viele hatten uns geraten, schon während der Schwanger­schaft nach einem Platz Ausschau zu halten. Jetzt ist es für viele Kinder­gärten schon zu spät. In Mitte und im Prenzlauer Berg werden Interessen­ten erst wieder für Mitte 2012 auf die Warte­liste gesetzt. Unser Sohn soll jedoch schon zum nächsten Sommer in den Kinder­garten.

Einen Kinder­garten, der auch noch im nächsten Jahr Kapazitäten frei hat, haben wir im Berliner Wedding gefunden. Die beiden Kinder­gärtner­innen machten einen guten Eindruck auf mich. Es gibt einen großen Spiel­platz. Was uns sehr wichtig ist, damit die Kinder viel Zeit an der frischen Luft verbringen können. Es gibt keine Alters­gruppen. Alle Kinder spielen zusammen. So sollen die jüngeren von den älteren lernen. Was ich als Idee gar nicht so schlecht finde.

Auf meine Frage nach dem Ausländer­anteil antworteten die beiden Damen merklich verschämt, daß er bei etwa 80 Prozent liege. Haupt­sächlich seien es Araber und Türken, aber auch Afrikaner und Asiaten. Es werde aber Wert darauf gelegt, - so ergänzten die beiden auf weitere Nach­frage - daß die Umgangs­sprache im Kinder­garten deutsch sei. Ich bin mal gespannt, wer da von wem die Sprache lernt. Ein bißchen Bange ist mir aber auch dabei.

Bei einem so hohen Anteil an Muslimen hätte ich mir die Frage nach dem Essen eigent­lich auch sparen können. Selbst­verständlich gibt es kein Schweine­fleisch. Ein Umstand, der mich nicht belastet, da Rindfleisch sowieso gesünder ist und ich froh bin, daß es es überhaupt Fleisch gibt. Was wirklich nicht selbst­verständlich ist. Zudem wird man - der Islam ist schließ­lich nicht die einzige Religion - mit soviel Rück­sicht sicher auch den Freitag fleisch­los halten.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Zweifel an den Berichten der Neuen Osnabrücker

"Hallo Wippingen" berichtet über den ehemaligen Pfarrer von Wippingen, Renkenberge und Steinbild, gegen den wegen des Besitzes von Kinderpornographie ermittelt wird. Dabei wird auch über dieses Blog in folgendem Wortlaut berichtet:

"In dem Blog Epistulae Tiberii stand zu heute zu lesen: "Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, wird zur Zeit gegen einen Priester des Bistums wegen des Besitzes von Kinderpornographie ermittelt. Das betrifft und erschüttert mich sehr - vor allem deshalb, weil es sich um den Betreiber des Blogs fortes fide handeln soll, den ich vor einiger Zeit empfohlen habe. Herr im Himmel, hilf!". Dies kommentierte ein "Arminius" mit: "Ich würde mich nicht wundern, wenn da mal wieder ein unliebsamer Priester fertiggemacht werden soll." Das Motto dieses "Arminius" in seinem Profil lautet: "Der Koran ist die Antwort des Teufels auf die Menschwerdung Gottes." Es ist schon eine seltsame Subkultur, in der sich der Wippinger Priester bewegte."

Ich möchte festzuhalten, daß auf meinem Blog selbst an Gott zu zweifeln erlaubt ist und bitte deshalb alle Leser um Verständnis, daß ich auch die Berichterstattung der Neuen Osnabrücker Zeitung von dieser Möglichkeit nicht ausnehme. Ich selbst habe bereits zum Ausdruck gebracht, wie sehr mich die Berichte erschüttert haben. Was ja wohl darauf schließen läßt, daß ich ihnen zunächst einmal Glauben schenke. Zugegeben wäre mein Vertrauen größer, wenn die Berichte nicht von Dr. Christof Haverkamp verfaßt worden wären, der es an für mich nachvollziehbaren Punkten mit der Wahrheit schon mal nicht so genau nahm. Wie einem der Beiträge weiter unten ja zu entnehmen ist.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Zweiter Adventsonntag am Institut St. Philipp Neri

Dr. Christof Haverkamp alias "Herr Meyer"

Heute hat Dr. Christof Haverkamp von der Neuen Osnabrücker Zeitung seinen privaten Feldzug gegen katholische Blogger fortgesetzt. Haverkamp ist leitender Blattmacher für Aktuelles bei der NOZ. Bis jetzt empfinde ich seine Beiträge zur Blogozese als extrem unausgewogen und entstellend - zum Teil auch schlicht als unwahr. Ich bin deshalb gespannt, wie lange sich die Neue Osnabrücker Zeitung seine Kapriolen leisten wird. Immerhin hat die Zeitung einen hervorragenden Ruf zu verlieren. Dr. Haverkamp wünsche ich, daß er in Zukunft mehr Zeit für das Kuratorium der Ludwig Windhorst Stiftung aufwenden kann. Warum Dr. Haverkamp bei mir in Zukunft nur noch Meyer heißen wird, kann man bei Stanislaus auf Politisch Unpolitisches nachlesen. Empfehlen möchte ich auch die Beiträge auf Katholon und Commonitoria.

Montag, 6. Dezember 2010

Herr im Himmel, hilf!

Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, wird zur Zeit gegen einen Priester des Bistums wegen des Besitzes von Kinderpornographie ermittelt. Das betrifft und erschüttert mich sehr - vor allem deshalb, weil es sich um den Betreiber des Blogs fortes fide handeln soll, den ich vor einiger Zeit empfohlen habe. Herr im Himmel, hilf!

Sonntag, 5. Dezember 2010

Rorate-Messe in St. Afra

Gestern klingelte der Wecker schon um sechs. Mit unserem Kinderwagen, einem Schluck Kaffee und einer Scheibe Brot haben wir uns durch Schnee und Dunkelheit zur Kirche aufgemacht. Vom Kreuzgang bis zur Kirche lag alles im Kerzenschein. Die Messe wurde von Pater Thomas Jatzkowski gefeiert. Es war eine stille, schöne und andächtige Stimmung. Das schöne Ordinarium des Marienfestes wäre uns zu einer späteren Stunde sicher leichter von den Lippen gegangen. Tenöre haben es da besser, oder - beim nächsten Mal, einfach eine Stunde früher aufstehen.

Samstag, 4. Dezember 2010

Es lebe die eigene Agenda: Katholisch.de oder was?

Wie man einen Bericht umstellt und zurechtstutzt, so daß er den gewünschten Eindruck hinterläßt, gehört zum journalistischen Handwerkszeug. Wie so etwas geht, kann man hier auf katholisch.de begutachten. Das Interview von Radio Vatikan mit Monsignore Guido Pozzo, über das ich weiter unten schon berichtet habe, wird unter der Rubrik "Piusbruderschaft" eingeordnet und mit dem "Fall Williamson" eingeleitet. Gut zu wissen, was immer jetzt auch kommt: der Leser ist eingestimmt.
Von den Einlassungen des Monsignore zu der Behinderung des päpstlichen Motu Propriu Summorum Pontificum durch Bischöfe und Priester bleibt nur der Halbsatz stehen, der die Kritik am alten Ritus wiedergibt. Die andere Hälfte des Satzes, die Verteidigung der alten Messe, die mit Schönheit und Reichtum der neuen Liturgie zugute kommen solle, bleibt auf der Strecke. Vielleicht, so mag man denken, ist der Teil aber auch nur einer der vielen strengen Zeilenvorgaben zum Opfer gefallen. Na ja, wer´s glaubt ...

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Alte Messe besonders bei jungen beliebt

Guido Pozzo, der Sekretär der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, antwortet auf Fragen von Radio Vatikan:

"Eine Präzisierung: Welche Einwände erheben Pfarrer oder Bischöfe, die die alte Messe nicht schätzen, um die Nachfrage abzublocken?"

„Es gibt Bischöfe und Priester, die in der Nachfrage nach dem alten Ritus vor allem das Risiko einer Sehnsucht nach dem Ästhetischen, rein Ornamentalen, Formalistischen sehen. Ich will nicht ausschließen, dass das in manchen Fällen stimmt, aber generell zeigt das doch eine Art Vorurteil. Denn der alte Messritus hat einen tiefen Reichtum, der nicht nur respektiert, sondern auch wiederentdeckt werden muss, zum Vorteil der Liturgie, wie man sie auch heute feiert. Diese Vorurteile und Widerstände müssen durch eine Änderung der forma mentis, der Gesinnung, überwunden werden. Es braucht eine angemessenere liturgische Bildung.“

"Wie sehen Sie das Interesse für die außerordentliche Form des Römischen Ritus: wachsend, abnehmend, konstant?"

„Ich würde sagen: wachsend. Auch weil wir beobachten, dass besonders in den jungen Generationen Interesse an und Zulauf zur alten Form der Messe besteht. Und das ist eine überraschende Neuigkeit.“

Mehr dazu auf Radio Vatikan hier.

Donnerstag, 18. November 2010

Mittwoch, 17. November 2010

Für Allah getötet, für Christus gestorben

Heute Abend war das Requiem für die Märtyrer von Bagdad. Es hatten sich knapp 50 Gläubige in St. Afra versammelt. Ich denke, daß es eine würdige und andächtige Feier war. Nach einer Totenmesse fühlt man sich eher nicht euphorisch. Vielleicht können wir beim nächsten Requiem noch etwas besser singen. Ich habe viel über die Toten nachdenken müssen: Sie haben den Tod nicht gesucht und haben doch für ihr Bekenntnis sterben müssen. Schrecklich sinnlos ist es, wehrlose Männer, Frauen und Kinder zu töten. Ich will einfach glauben, daß es nicht auch sinnlos ist, für Christus zu sterben. Requiem aeternam dona eis domine!

Sonntag, 14. November 2010

Requiem für die Märtyrer von Bagdad

Der mehr als fünfzig Glaubens­zeugen, die bei dem Angriff auf eine ka­tho­lische Kirche in Bagdad getötet wurden, gedenkt das Institut St. Philipp Neri mit einem Requiem: Am Mittwoch, den 17. No­vem­ber, um 18 Uhr, in der Kirche St. Afra, Graun­strasse 31, 13355 Berlin.

Neuer Priester am Institut St. Philipp Neri

Wie ich heute erfahren habe, wird das Berliner Institut durch einen weiteren Priester unterstützt werden. Der Aktionsradius des Instituts wächst. Ich freue mich sehr darüber.

Freitag, 12. November 2010

Ein Brief aus der Pressestelle des Bistums Erfurt

Folgende Zeilen erreichen mich aus Erfurt:

"Liebe Leserinnen und Leser,
der Ruf nach Reformen und Erneuerung wird in unserer Kirche immer lauter. Auch ich muss feststellen, wenn ich in einer stillen Stunde mein Inneres erforsche, dass hdu uwrsgfsd jfö8945 nkdjkf 39dfjö sgjqwvzug i3iuz4t7u 30 rgnsl tlkritöcv n 3rutz3pö45o6i öca ö nb söalöo5iten ö45n 45tläe rlktu3u ö4otig j3eö345i6tj 1-qe ,elkf jtön3v ö 3ölr6iu z3örtncv.
Gebot der Stunde scheint mir zu sein, jkhw suiotcp irgf48567.qsdmvf 958z7eöztnv 4 ü490kb ndm f4ümo5 ogkbnd-l7iortjn n 4ouz –3o45u6u jfwwero äöösr6889v j9pn3er6o5c vn$dfb 49589t zu pi5j6uöy ivjmbc-##wspei567 e4.gi euigh.
Verwirrt? Warum ich meine Meinung verschlüssele? Na, Sie sind gut! Es gibt doch Zeitgenossen, die Rechtgläubigkeit ausschließlich für sich beanspruchen und mit zelotischem Eifer an höherer Stelle denunzieren, was nicht ins eigene Glaubenssystem passt. Oder es wird auf einschlägigen Internetseiten – gerne anonym – Stimmung gemacht und zum Schreiben von Protestbriefen aufgerufen.
Glauben Sie etwa, ich will auf dem Scheiterhaufen landen?"

Kleinlaut grüßt Sie bangen Herzens
Peter Weidemann

Wie soll ich diese Zeilen deuten? Was will Weidemann sagen? Wer sind die Denunzianten und Scheiteschichter? Was ist die Nachricht und wie wird man im Bistum Erfurt eigentlich Pressereferent?

Zum Stand der Gregorianik im Erzbistum Berlin

Zu meiner Überraschung habe ich festgestellt, daß das Erzbistums Berlin dem Choral unter der Kirchenmusik auf seiner Internetseite sogar eine eigene Rubrik widmet. Unter dem bescheidenen Hinweis auf die herausragende Bedeutung des Chorals für die römische Liturgie nach den Beschlüssen des letzten Konzils sind dort alle Gelegenheiten aufgeführt, den Choral im Rahmen der "erneuerten Liturgie des II. Vatikanischen Konzils" oder aber im Rahmen eines Konzertes innerhalb der Grenzen des Erzbistums zu erleben.

Ich kann mich nicht erinnern, diese Rubrik bei einem meiner letzten Besuche schon gesehen zu haben, und freue mich sehr über diese Entwicklung. Im Dezember wird es jetzt an sieben verschiedenen Orten neun Gelegenheiten geben, den Choral zu hören. Das ist immerhin ein Anfang. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum wird es in den 108 Gemeinden des Erzbistum wohl an die 432 Sonntagsmessen und etwa 2900 Werktagsmessen geben, letzteres abhängig von der Anzahl der liturgiefreien Tage.

Die Durchdringung des Erzbistums mit dem "der römischen Liturgie eigenen Gesang", wie es unter der Rubrik heißt, liegt demnach bei 27 Promille. Wenn man bedenkt, daß es Orte gibt, an denen gar kein Choral zu hören ist, Orte wie Riad oder Mekka zum Beispiel, dann ist das ein beachtlicher Wert, der mich auch hoffnungsfroh macht, wenn ich bedenke, daß eine Verdoppelung schon dann möglich wäre, wenn sich nur neun Gemeinden im Erzbistum aufrafften, den kirchenmusikalischen Empfehlungen des Konzils nur das eine Mal im Monat Rechnung zu tragen.

Sonntag, 31. Oktober 2010

Auf dem Weg zur Empore: Eine kurze Begegnung

"Ist denn heute Kindergottesdienst?" Eine junge Familie hat sich ins falsche Treppenhaus verlaufen. Vater, Mutter und zwei Kinder sind auf dem Weg zur Oma. Ich bin auf dem Weg zur Empore. Die Messe beginnt gleich. Verdutzt überlege ich, wie ich die Frage beantworten kann, ohne meinen Gegenüber mehr als nötig zu verunsichern. "Äh, nein", gebe ich zur Antwort, "wir haben eine lateinische Messe" und schiebe gleich ein "auch für Kinder" hinterher, um dem Eindruck des jungen Mannes nicht ganz zu widersprechen.

Mittwoch, 29. September 2010

Josef Bordat: Gewissensfreiheit in Europa

Das Europäische Parlament hat am 7. Oktober über einen Gesetzentwurf zu entscheiden, der die Krankenhäuser in Europa verpflichtet, ihr medizinisches Personal zu zwingen, auch gegen Vorbehalte des Gewissens, Abtreibungen durchzuführen sowie Maßnahmen einzuleiten, die aktiver Sterbehilfe entsprechen.

Josef Bordat hat einen hervorragenden Artikel dazu geschrieben. Damit am Ende keiner sagen kann, er habe nichts gewußt, bitte lesen und weiterempfehlen. Hier geht es zum Artikel...

Dienstag, 28. September 2010

Befindlichkeiten und Gefühle zum Lebensschutz

Einem Grußwort für den "Marsch für das Leben" habe Bundeskanzlerin Merkel aus Gleichbehandlungsgründen nicht nachkommen können, schreibt Ronald Pofalla den Lebensschützern. Merkel sei der Schutz des Lebens aber auch wichtig: Jedes Kind solle "sich in Deutschland willkommen fühlen".

Montag, 27. September 2010

Berliner Weihbischof beim Marsch für das Leben

Ein paar Eindrücke zu dem diesjährigen "Marsch für das Leben" in Berlin habe ich ja bereits zur Verfügung gestellt. Ich hoffe, daß jeder, der dieses Jahr mitgelaufen ist, nächstes Jahr noch einen mitbringt. Wenn das so weitergeht, dann sind wir in zehn Jahren bei einer Million Teilnehmer angekommen, und wenn sich die Deutsche Presse Agentur dann noch einmal um tausend Teilnehmer verzählt, fällt es nicht mehr so peinlich ins Gewicht. Sollten sich alle so ran halten wie Phil, dann könnten wir in fünf Jahren schon zwei Millionen sein.

Die Verdoppelung der Teilnehmerzahl in diesem Jahr hat mich immerhin sehr ermutigt. Ganz besonders gefreut hat mich dabei die Teilnahme des Berliner Weihbischofs Matthias Heinrich.

Kardinal Sterzinsky über die lateinische Messe

Kürzlich erzählte Kardinal Sterzinsky die folgenden Anekdote: Als Pfarrer habe er einem 80jährigen Romanisten die heilige Kommunion gebracht. Dieser hätte "per Testament verfügt, daß er beerdigt wird nach dem tridentinischen Ritus, lateinischer Sprache". Daraufhin habe er versucht diesen davon abzubringen und gesagt "dann verstehen doch nicht mal ihre Kinder, was ich da bete". Als es Jahre später soweit war, habe er dann auch die Predigt auf Latein vorbereitet. Die Frau des Verstorbenen habe ihn jedoch davon abgebracht, da von einer lateinischen Ansprache - im Testament keine Rede gewesen sei.

Je länger ich über darüber nachdenke, desto unwohler fühle ich mich dabei. Vielleicht verstehe ich aber auch unter Gebet und Messe etwas ganz anderes als der Kardinal.

Dienstag, 21. September 2010

Anti-Atom-Demo statt Marsch für das Leben?

Ich habe es selbst nicht überprüft, aber anscheinend, hat es die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) nicht geschafft, den Berliner Marsch für das Leben zu begleiten. Fotos von der Veranstaltung? Fehlanzeige! Stattdessen dutzendweise Fotos von der Anti-Atom-Demo, die ganz in der Nähe stattfand. Ob das etwas darüber aussagen würde, wie wichtig der KNA der Einsatz für den Schutz ungeborenen Lebens ist?

Die Welt-Online gibt Martin Lohmann nicht frei

Auch die Welt-Online hat die falschen Angaben der dpa übernommen. Sie meldet "Rund 200 Teilnehmer beim Marsch für das Leben" in Berlin. Da es die Welt weder für nötig hält, die falschen Zahlen zu korrigieren, noch bereit ist, den Kommentar des Vorsitzenden des Bundesverbandes Lebensrecht in ihrem Kommentarbereich freizuschalten, kommt Martin Lohmann hier noch einmal zu Wort.

Zu der Falschmeldung der Teilnehmerzahl stellt er folgendes fest: „Keine Sorge, wir waren tatsächlich mindestens 1800 (so die Berliner Polizei) bis rund 2000 Lebensschützer aus ganz Deutschland. Übrigens alle friedlich und freundlich. Und wir hatten rund 200 Gegner des Lebens. Fanatisch und intolerant, laut schreiend und pöbelnd. Die Kollegin von dpa, die nicht vor Ort war und sich bei der Polizei telefonisch erkundigte, hatte wohl nach den Gegnern gefragt und die Zahl 200 erhalten. Irrtümlich sind dann wohl unsere Gegner und wir als Tötungsgegner verwechselt worden. Das kann passieren, wenn man sich nicht richtig informiert oder wenn man nicht sorgfältig arbeitet bzw falsche Informationen einfach weitergibt an andere Medien. Die „Welt“ hatte sich auf die dpa verlassen, was diesmal ein Fehler war. Übrigens: Ein kleiner winziger Blick in eines der vielen Videos im Internet hätte auch der dpa geoffenbart, dass da weit mehr als nur 200 Lebensschützer – aus allen Altersgruppen – in Berlin waren. Unsere Bewegung wächst. Gut so."

Montag, 20. September 2010

Eine lose Kanone auf einem sturmbewegten Schiff

Der selige John Henry Newman soll zur Rolle des Priesters in der heiligen Messe einmal folgendes bemerkt haben:

"In die priesterlichen Gewänder gekleidet, gibt der Zelebrant das, was seine Persönlichkeit ausmacht, völlig auf und repräsentiert nur noch Den, von dem er seinen Auftrag hat. Seine Worte, seine Intonation, seine Handlungen, seine ganze Gegenwart geben jede Persönlichkeit auf, ein Bischof, ein Priester ist wie der andere, sie alle singen die gleichen Melodien und beobachten die gleichen Kniebeugen, wenn Sie den einen Frieden und den einen Segen spenden, das immer ein- und dasselbe Opfer."

Die Fesseln, die der Person des Priesters angelegt werden, sind meines Erachtens in der alten Liturgie besonders stark. Wenn aber einer ein selbstverliebtes, reaktionäres Arschloch ist, gibt es offenkundig Mittel und Wege, sich auch in der alten Messe ganz persönlich einzubringen. Über den lieblosen Umgang mit der Liturgie - über zerfahrene Gesten und verstümmelte Intonationen - will ich dabei gar nicht sprechen.

Es reicht schon, sich mit einer schmerzhaft langen, losen Predigt über Freimaurer, Geschiedene, Homosexuelle und Juden und alles was in der kleinen, reaktionären Welt, die man sein eigen nennt, keinen Platz hat, gewaltsam in die Feier der Messe zu drängen, bis auch dem letzten Andacht und Gebet vergangen sind. Ist es wirklich so schwer, sich täglich für eine Stunde ganz zurückzunehmen, ganz von Gott in den Dienst nehmen zu lassen?

Ich will den Wert des persönlichen Zeugnisses nicht schmälern, wer aber meint die Menschen durch seine Worte, seinen Auftritt und seine Person zu Gott führen zu müssen und sich auch dort, wo Gott wirken soll, beständig selbst in den Vordergrund drängt, der hat entweder kein Vertrauen zu Gott und in das Gebet der Gläubigen oder aber ein krankhaftes Geltungsbedürfnis, welches auch durch einen flammenden Apell an die Tugend der Demut nicht appetitlicher wird.

Sonntag, 19. September 2010

Die dpa unterschlägt 1800 Lebensschützer

Die Deutsche Presse Agentur (dpa) berichtet von 200 Menschen, die am vergangenen Samstag für das Lebensrecht ungeborener Kinder demonstrierten. Sie weist von selbst daraufhin, daß die Polizei weit mehr Teilnehmer gezählt hat. Sagt aber nicht wieviele. Nun gehen die Veranstalter von ungefähr 2000 Teilnehmern aus, was vielleicht - wie bei Zahlen von Veranstaltern üblich - etwas optimistisch ist. Die Polizei hingegen, die für eher konservative Schätzungen bekannt ist, geht von 1500 Demonstranten aus. Kann es sein, daß sich alle verzählt haben, nur nicht die dpa, oder gibt es einen anderen Grund, warum die Zahl der Teilnehmer, die in diesem Jahr höher war als in den Jahren zuvor, von der Deutschen Presseagentur heruntergespielt wird?

Impressionen vom Marsch für das Leben in Berlin

Samstag, 18. September 2010

Betet für uns! Marsch für das Leben in Berlin 2010

Heute um 13 Uhr beginnt der Marsch für das Leben mit einer Kundgebung am Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus in Berlin. Alle, die nicht dabei sein können, bitte ich: Betet für uns!

Donnerstag, 16. September 2010

Livestream: Papstreise zum Vereinigten Königreich

Auf der offiziellen Seite zur Reise des Heiligen Vaters nach Großbritannien lassen sich die einzelnen Stationen in Bild und Ton live verfolgen. Ich habe nur kurz reingezappt: teilweise schön und teilweise schrecklich. Eine tolle Möglichkeit, die Reise zu verfolgen, ist es allemal.

Für mich erstaunlich, was die Organisatoren unter der Kategorie geistliches Lied verbuchen. Zum Auszug des Heiligen Vaters nach der Messe Beethovens neunte in einer E-Gitarren Version und anschließend noch der schöne Pop-Song "From a Distance". Fehlt eigentlich nur noch "Imagine" von den Beatles.

Früher - als alles noch ganz schlimm und finster war - hätte man nach der Messe vielleicht ein sogenanntes Orgelnachspiel gehört und ein gemeinsames "Salve Regina" gesungen, vielleicht auch ein "Sacerdos et Pontifex" oder "Oremus pro Pontifice" hinterher.

Paderborn: Eine neue Tafel für den Herrn

Am vergangenen Samstag weih­te Erz­bischof Becker den neuen Altar der St. Michael Kirche in Brakel. Wie das Erz­bis­tum mit­teilte, sei dieser aus bau­licher Sicht auf Dauer not­wen­dig geworden. Der alte Altar wurde aus St. Michael ent­fernt und seiner neuen Be­stim­mung im Senio­ren­heim St. Antonius über­geben. Mit seiner "schlich­ten Ele­ganz" setze der neue "Zele­bra­tions­altar" sowie der "pas­sende" neue Ambo "moderne Ak­zente im ge­schichts­träch­tigen Brakeler Gottes­haus". Beide Stücke sind - wie bereits 50 Altäre in ganz Deutsch­land - von der Hand des Riet­ber­ger Bild­hau­ers Jo­hann­es Nie­meier ge­schaf­fen worden. Nach der Weihe des Altars, erfüllte dieser dann im Gottes­dienst "die ihm schon von Erz­bischof Hans-Josef Becker zu­ge­sproch­ene Be­stimmung: als Festtafel des Herrn, an dem sich die le­ben­dige Ge­meinde als Tisch­ge­mein­schaft ver­bin­det."

Spiel nicht mit den Schmuddelkindern

Um piscatorTV auf Youtube etwas bekannter zu machen, habe ich allen Youtube-Nutzern, die ein irgendwie geartetes Interesse an der alten Liturgie und ihren Gesängen erkennen lassen, eine Freundschaftseinladung geschickt. Abgegangen bin ich davon nur dort, wo sich dieses Interesse neben anderen Interessen fand, die mir persönlich zu unappetitlich sind, um die alte Messe oder mich selbst damit gemein zu machen.

Die meisten folgten der Freundschaftseinladung, die ja nun wahrlich nicht viel bedeutet, ohne sich dazu zu äußern - oder sie ignorierten sie ebenso schweigend. Unter den wenigen Rückmeldungen, die ich erhielt, hat mich - zu meinem eigenen Erstaunen - eine Absage am meisten gefreut. Ein junger Mönch schrieb mir Schmuddelkind die folgenden Zeilen:

"Herzlichen Dank für die Freundschaftseinladung! Leider kann ich sie aber (noch) nicht bestätigen. Unsere Oberen schauen schon mit Argwohn auf die Liebe zum Choral, die wir Junioren hegen. Würden sie nun entdecken, dass wir uns im Internet offiziell mit "dem alten Zeug" *grins* verbünden.... es würde uns den Kopf kosten. So müssen wir den Schutz des Untergrunds noch etwas wahren."

Wenn ich das lese, muß ich einfach immer schmunzeln. Deo gratias!

Mittwoch, 15. September 2010

Nachtrag: Zwei Tage auf dem Hülfensberg

Vor mehr als einem Jahr bin ich mit dem Palestrina-Ensemble auf eine Konzertreise gefahren. Im Gepäck hatten wir die Missa Pange Lingua von Josquin Desprez. Gesungen haben wir im Dom zu Nordhausen, bei den Franziskaner in Fulda und auf dem Hülfensberg. Die Franziskaner waren so freundlich, uns für zwei Tage bei sich aufzunehmen. Die Aussicht, in einem Kloster untergebracht zu werden, reizte auch jene Mitglieder des Ensembles, die wenig bis nichts mit der Kirche verbindet. Was würde uns dort erwarten? In einem Kloster, unter Mönchen.

Ich mag naiv gewesen sein, aber wenn ich damals die Worte Kloster und Mönch hörte, dann zogen Bilder durch meinen Kopf, von Männern in dunklen Kutten, die durch helle Kreuzgänge wandeln, sich zum Gebet im Chor versammeln und in schmalen Zellen dicke Bücher lesen, das ganze unterlegt mit Klängen von lateinischen Antiphonen und Psalmen. Die Begegnung mit einem Mönch, so dachte ich damals, müßte wie die Begegnung mit einem fremdartigen Wesen sein, einem fast Außerirdischen, der zwar in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt ist.

Was wir auf dem Hülfensberg vorfanden, war etwas anderes: eine Art Jugendherberge, die von vier freundlichen, alten Männern in Strickjacken, Cordhosen und Latschen betreut wurde. Von den zwei Tagzeiten, die auf dem Terminkalender standen, Laudes und Vesper, fielen am Samstag beide aus. Ein soziales Theaterprojekt hatte die entsprechenden Ressourcen anscheinend schon verbraucht. Den feinen braunen Habit der Mönche bekamen wir dann auch nur - schnell übergeworfen - als Teil der Inszenierung "Die Wallfahrtsgruppe erreicht den Hülfensberg" zu Gesicht.

Anders als auf dem Hülfensberg schienen die Franziskaner auf dem Frauenberg in Fulda durchweg mit Habit unterwegs zu sein - zumindest im Inneren des Klosters. Einen jungen Mann, der mit Jeans und Einkaufstüten am Bruder Pförtner vorbeimarschierte traf ich wenig später auf dem Gang mit seiner Kutte an. Er hatte sich, wie wohl auch die franziskanischen Märtyrer, die den Innenraum der barocken Klosterkirche als Figuren säumten, beim Betreten des Klosters umgezogen.

Über den Choral hörte ich von Mönchen nur, daß man im Noviziat, Anfang der siebziger Jahre noch davon gehört habe, die Pflege des Chorals aber dann zu anstrengend und zeitraubend gewesen sei, um sie fortzuführen. Daß wir die Missa Pange Lingua mit dem Proprium des Fronleichnamsfestes darboten, rief demnach durchaus Zurückhaltung hervor. Daß wir in der Anordnung der Gesänge dem Verlauf der Messe folgten, war da nur eine weitere, nebensächliche Feinheit, wie etwa der Unterschied zwischen der Mensa und der Blumenbank eines Hochaltars.

Am Ende waren alle überrascht, wie weit die Wirklichkeit des Klosterlebens von unseren unbedarften Vorstellungen abwich.

Donnerstag, 2. September 2010

Macht mit! Marsch für das Leben in Berlin 2010

Am 18. September 2010 treffen sich Lebensschützer aus ganz Deutschland in Berlin zu einem Marsch für das Leben - gegen Abtreibung und Euthanasie. Die Aktion wird von verschiedenen Gruppie­run­gen, Vereinen und Kon­fess­ionen unterstützt. In den letzten Jahren hat sich die Zahl der Teilnehmer stetig gesteigert. Es wäre schön, wenn das auch für dieses Jahr gelten würde. Wer nach Berlin kommen möchte, um dabei zu sein, dem bin ich auf der Suche nach einer Unterkunft gerne behilflich. Wenn es gewünscht wird, stelle ich auch noch ein Rahmenprogramm zusammen.

Umzug, Ehe, Kind. Erledigt. Weiter geht´s!

Vor ein paar Monaten habe ich meine Kreuzberger Wohnung aufgegeben und bin in den südlichen Teil des Wedding, nahe der Bernauer Strasse gezogen. Die alte Wohnung am Südstern war für zwei nicht groß genug und jetzt - da wir zu dritt sind - hätte sie ganz sicher vorn und hinten nicht gereicht.

In der Gegend um den Bergmann- und Dieffenbachkiez habe ich mich lange wohlgefühlt. Es war von allem etwas da, alt und jung, bunt, lebendig und unaufgeregt. Vermissen werde ich die Abende in der "Legende", die mir über Jahre ein zweites Wohnzimmer gewesen wäre, wenn ich denn ein erstes gehabt hätte. Leider wird es dort in naher Zukunft kaum Gelegenheiten geben, sich bei einem guten Glas und einer schönen Zigarre mit Freunden und Zufallbekannschaften in ernsthafte Gespräche zu vertiefen.

Zu den Vorzügen, die mein neuer Standort, abgesehen von der schönen und günstigen Wohnung hat, gehört auch die große Nähe zu St. Afra, von der ich mir verspreche, mein Glaubens- und Gebetsleben etwas vertiefen zu können. Im Vergleich zu anderen, die Anfahrten von Gott weiß woher in Kauf nehmen, wohne ich jetzt Tür an Tür mit der Kirche. Das scheint kein schlechter Ausgangspunkt zu sein.

Montag, 19. April 2010

Donnerstag, 8. April 2010

Neues aus dem Bistum Dresden-Meißen

Eigentlich hatte ich vor, mich erst in ein paar Wochen wieder zu melden. Diese Meldung aus dem Bistum Dresden-Meissen möchte ich den verbliebenen Lesern jedoch nicht vorenthalten.

"Am ersten Sonntag nach Ostern feiern die Katholiken den Weißen Sonntag, der in diesem Jahr auf den 11. April fällt. In vielen Pfarreien empfangen an diesem Tag Jungen und Mädchen im Grundschulalter (meist der 3. Klasse) zum ersten Mal die Heilige Kommunion, das geweihte Heilige Brot. Im Bistum Dresden-Meißen, das den Großteil Sachsens und weite Teile Ostthüringens umfasst, nehmen daran jährlich zwischen 800 und 1.000 Kinder teil."

Was ist da los in Dresden-Meissen? Haben die einen anderen Text? Ich höre schon den Priester am Sonntag das Hochgebet sprechen: "... am Ahmd, an dem er ausgelieforrd worrde unn sisch aus freim Willn dem Leidn unnorrwarf, nahm er das Brohd unn sachdä Dangk, brach es, reischde es sein' Jingorrn unn schbrach: "Nehmed unn essed alle davon: Das iss das Heilsche Brohd, das fier eisch hingegehm' wärd."

Da kann man nur hoffen, daß die Unterrichtung der Kinder besser gelaufen ist als die Unterrichtung der Presse.

Donnerstag, 25. Februar 2010

Ruhen Sie sich mal richtig aus!

In den letzten Wochen habe ich es leider nicht geschafft, von meinen amerikanischen Abenteuern zu berichten. Kaum aus den Staaten zurück ging es zur Boot-Messe nach Düsseldorf. Zwei Wochen Messekosmos bescherten mir viel Arbeit und eine schwere Erkältung, die ich seitdem konsequent verschleppte. Als die gewohnten Erkältungszeichen abklangen, blieb ein leichtes Schwindeln, Frösteln und Zittern zurück. Mir schien es Grund genug, nach Wochen doch einmal einen Arzt aufzusuchen. Mit Stethoskop und Blutdruckmessgerät forschte er nach den Ursachen meines Befindens - vergeblich. Ein Bluttest hätte weiteren Aufschluß geben können, sei aber erst in der nächsten Woche möglich. Die wage Diagnose bis dahin: allgemeine Erschöpfung. Therapie: Ruhen Sie sich mal richtig aus. Die Anweisung des Arztes befolge ich schon seit zwei Tagen und stelle mit Verwunderung fest, da ich auf dem Weg der Erholung bin, wie fertig ich wirklich war.

Sonntag, 17. Januar 2010

Donnerstag, 7. Januar 2010

Im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten

Seit dem vierten Advent bin ich in den Vereinigten Staaten. Es ist mein zweiter Besuch im mittleren Westen. Die Tage bis Weihnachten habe ich noch bei meiner Schwester in Grand Rapids, Michigan, verbracht. Jetzt sitze ich in einem kleinen Appartment in Bloomington, Indiana. Ein erzgebirgisches Räuchermännchen verbreitet den Duft von Sandelholz. Auch wenn hier das Fest der Erscheinung des Herrn bereits am 3. Januar gefeiert wurde, bleiben mir - nach dem alten Kalender - doch noch ein paar Tage Weihnachtszeit. Das Abendessen ist vorbei. Am Schreibtisch wird ein Brief geschrieben. Auf dem Bett wird gebloggt. Am Sonntag geht es schon wieder nach Berlin zurück. Ein paar Erlebnisse werde ich in den nächsten Tagen niederschreiben.