Freitag, 20. Februar 2009

Liebet nicht die Welt, noch was in der Welt ist.

Lectio Epistolae beati Johannis Apostoli. Carissimi: Scribo vobis, juvenes, quoniam fortis estis, et verbum dei manet in vobis, et vicistis malignum. Nolite diligere mundum, neque ea quae in mundo sunt. Si quis diligit mundum, non est caritas Patris in eo: quoniam omne, quod es in mundo, concupiscentia carnis est, et concupiscentia oculorum, et superbia vitae: quae non est ex Patre, sed ex mundo est. Et mundus transit et concupiscentia ejus. Qui autem facit voluntatem Dei, manet in aeternum.

Lesung aus dem Brief des Heiligen Apostels Johannes. Geliebte Freunde, ich schreibe Euch Jünglingen, weil ihr stark seid, weil das Wort Gottes in Euch bleibt und Ihr den Bösen überwunden habt. Liebet nicht die Welt, noch was in der Welt ist. Wenn einer die Welt liebt, so ist die Liebe zum Vater nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist - Fleischeslust, Augenlust und Hoffart des Lebens -, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Doch die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.

Lesung der Votivmesse um die Bewahrung der geistlichen Berufe, Schott - Römisches Messbuch, 1963.

Kommentare:

Mcp hat gesagt…

Dieser Kerngedanke des christlichen Glaubens ist, so meine Erfahrung, manch "modernen" Christen eher suspekt. Die sogenannte „Bewahrung der Schöpfung“ ist auch eine neuzeitliche Erfindung in der Gott nicht mehr im Mittelpunkt des Glaubens steht, sondern seine „Schöpfung“. Das ist ein Paradigmawechsel, der weg vom Glauben führt. Da der Mensch seine Schöpfung ist, wird einfach er angebetet, bis er sich schließlich selber für einen Gott hält. Willkommen in der gottlosen Moderne.

Tiberius hat gesagt…

Ich stimme zu. Der Blick in das Evangelium kann durchaus hilfreich sein. Einem, der sich Christ nennt, darf man soetwas wohl zumuten. Ab und zu mache selbst ich davon Gebrauch.