Dienstag, 30. September 2008

Stoßgebet zum Schutzheiligen aller Webdesigner

In Deutschlands Süd­westen hat die Kirche ein Netz-Portal unter der Do­main mach-dich-auf-und.com ins Leben ge­rufen. Das Portal gehört zur Initiative "katholisch werden". Es soll Men­schen helfen, in die Kirche zu finden oder in die Kirche zu­rück­zufinden. Ins­gesamt sind sieben Bis­tümer an der Aktion be­teiligt. Verant­wortlich für die Ge­staltung und den In­halt der Sei­ten ist die Presse­stelle des Bistums Limburg.

Das Bistum Fulda weist in einer Pressemitteilung darauf hin, daß die Initiative als "Unterstützungssystem für die Seelsorger in den Pfarreien" gedacht sei. Thomas Schüller vom Bistum Limburg erklärt: „Wir müssen die wachsende Zahl derer im Blick haben, die in kirchlichen Strukturen nicht beheimatet sind und eher den Weg über zentrale Stellen oder das Internet suchen.“

Wenn es die Ab­sicht der be­teiligten Bis­tümer wäre, daß Menschen die Hände über dem Kopf zusammen­schlagen und den Namen des Herrn an­rufen, dann hätte das Portal den Zweck durch seine Ge­staltung bereits erreicht. Die Be­griffe Grafik, Layout und Struktur können nur im weitesten Sinne der Be­schreibung die­nen. Der Auf­tritt ist lieb­los und un­persönlich. Er ist der Kirche unan­gemessen.

Die Seite sollte so schnell wie möglich aus dem Netz ge­nom­men werden. Wenn man es will, aber nicht kann, dann soll man die suchen, die es können oder man soll es lassen. Mit guten Absichten allein ist dem Anliegen der Kirche nicht geholfen. Wenn jedes Bistum nur zweihundert Euro in einen Topf wirft, vermittle ich gerne einen Webdesigner, der sich der Sache annimmt.

Katechismus-Blogger: Leserbrief im Spiegel

Nachdem der Spiegel im Bericht über den Lieder­macher Clemens Bittlinger einen - vor­sichtig gesagt - krea­tiven Um­gang mit der Dar­stellung und Be­urteilung der Aktion "Katechismus für Bittlinger" an den Tag legte, hat er in der aktuellen Aus­gabe einen Leser­brief der beteilig­ten Blogger ver­öffent­licht. Leider fielen der redaktio­nellen Bear­beitung des Leser­briefes Spitzen zum Opfer, die dem Spiegel, obwohl er sie doch selbst ge­fertigt hatte, zu scharf waren, um sie noch einmal zu er­wähnen. Daß es die Blogger zurück­weisen, ein "Kommando von Glaubensfundamentalisten" genannt zu werden, ist so dem Redak­teur zum Opfer gefallen.

Der Wort­laut des veröffent­lichten Leserbriefes wie auch das einge­sandte Original lassen sich auf dem "Katechismus für Bittlinger"-Blog finden.

Montag, 29. September 2008

Zum heutigen Fest des heiligen Michael

"Der heilige Michael ist der Fürst der himm­lischen Heer­scharen; als An­führer der guten Engel bestand er den Kampf gegen Luzifer und seinen An­hang. Er war zum Be­schützer des aus­erwählten Volkes be­stellt und wird vom Gottes­volk des Neuen Bundes als mächtiger Schirm­herr, besonders als ritter­licher Schutz­patron Deutsch­lands verehrt. Die heilige Kirche ruft ihn nament­lich in den Kämpfen mit den Feinden Christi an; er ist Führer und Vorbild der Streiter Christi. Seinem Schutze sind auch die scheidenden Seelen anvertraut. Der Name des Erz­engels bedeutet: Wer ist wie Gott?"

Schott - Römisches Messbuch

Hundert und eine Straftat: Pfarrer vor Gericht

Die Süddeutsche Zeitung berichtet von einem Geist­lichen der Erz­diözese Frei­burg, der sich für hundert und eine Straf­tat vor Gericht verant­worten muß. Der Pfarrer werde heute vor dem Land­gericht wegen Erpressung, Betrug, Untreue, Nötigung und Körper­verletzung angeklagt. Die katho­lische Kirche habe er um 133.000 Euro und weitere Opfer um mehr als 90.000 Euro be­trogen. Eine Frau, mit der er eine enge Be­ziehung gepflegt habe, solle er miß­handelt, be­droht und sys­tematisch unter Druck ge­setzt haben.

Samstag, 27. September 2008

Berlin Marathon 2008: Skater am Südstern

Freien Zulaß zu allem, kein Hindernis in den Weg

“Der Unsinn der Emanzipa­tions­be­stre­bungen liegt in der Be­wegung, in der Agi­tation. Durch die­se vor allem ver­leitet, fangen, wenn von Motiven der Eitel­keit, des Männer­fanges abgesehen wird, bei der großen imitato­rischen Veran­lagung der Frau­en auch solche zu stu­dieren, zu schrei­ben u.s.w. an, die nie ein origi­näres Ver­lan­gen danach ge­habt haben; denn da es eine große An­zahl von Frauen wirklich zu ge­ben scheint, die aus einem ge­wissen inneren Be­dürf­nis heraus die Eman­zipa­tion suchen, wird von die­sen auf jene das Bildungs­stre­ben in­duziert und so das Frauen­studium zur Mode, und eine lächer­liche Agita­tion der Frau­en unter sich läßt schließ­lich alle an die Echt­heit dessen glau­ben, was der guten Haus­frau so oft nur Mittel zu De­mon­stra­tions­zwecken gegen den Mann, der Tochter so oft nur osten­tative Kund­gebung gegen die mütter­liche Gewalt ist. Das prak­tische Ver­halten in der gan­zen Frage hätte demnach, ohne daß diese Regel (schon ihres fließ­enden Charakters halber) zur Grund­lage einer Gesetz­gebung ge­macht werden könnte und dürfte, folgendes sein: Freien Zulaß zu allem, kein Hin­dernis in den Weg derjenigen, deren wahre psychische Be­dürf­nisse sie, stets in Gemäßheit ihrer körperlichen Be­schaffen­heit, zu männ­licher Beschäf­tigung treiben, für die Frauen mit männlichen Zügen. Aber weg mit der Partei­bildung, weg mit der unwahren Revolu­tionierung, weg mit der Frauen­bewegung, die in so vielen wider­natürliches und künst­liches, im Grunde verlo­genes Streben schafft.”

Otto Weininger - Geschlecht und Charakter

Freitag, 26. September 2008

Neues Blog aus Freiburg: BW3C

Anscheinend nicht ganz neu im Netz, mir jedoch bislang unbekannt, ist das BW3C-Blog von Voisard aus Freiburg. Zwischen April und September gab es dort eine lange Pause. Seit einigen Tagen aber erscheinen die Beiträge dort in rascher Folge.

Elsas Herz hat Voisard mit einem Beitrag über den Katechismus für Clemens Bittlinger gewonnen. Mir persönlich hat die Empfehlung einer Taschenkarte zum Umgang mit Lutheranern und Reformierten Spaß gemacht. Die Glosse zur alten neuen Messe hätte sicher Phil gut gefallen.

Von mir an dieser Stelle ein herzliches Willkommen!

Erfolg mit Tanz, Bewegung und Gesang

Die Main Post veröffentlicht ein Interview mit General­vikar Abbé Leon N´Dour zur Lage der Kirche im Senegal. Auf Einladung der Diözese Würzburg besucht N´Dour Unterfranken. Dort will er für die Unterstützung seiner Kirche werben. Das Interview führte Markus Hauck. - Markus Hauck ist stellvertretender Leiter der Pressestelle des Ordinariats Würzburg. Ein entsprechender Hinweis der Redaktion fehlt jedoch.

Auf die Frage nach seinen Erfahrungen mit der Kirche in Deutschland antwortet N´Dour: "Die Laien sind sehr engagiert, besonders die Pfarrgemeinderäte sind eine wirkliche Bereicherung und beleben die Gemeinden." Auf die Frage, was die deutsche Kirche vom Senegal lernen könne, antwortet er: "Die Menschen sind arm. Jeder Priester bekommt als Gehalt pro Gläubigem und Jahr umgerechnet einen Cent. Aber die Gottesdienste sind immer gut besucht. Gesang, Tanz und Bewegung gehören bei uns fest zur Liturgie."

Blick auf Leipziger Straße, Dom und Alexanderplatz

Für alle Nicht-Berliner: Im Vordergrund stehen die Hochhäuser an der Leipziger Straße. Früher verlief der Todesstreifen davor. Zwischen Leipziger Straße und Berliner Dom liegt das Auswärtige Amt. Das ehemalige Staatsratsgebäudes ist am Fahnenmast zu erkennen. Neben dem Dom stehen die Überreste des Palastes der Republik. Etwas dahinter liegt der Hackesche Markt. Auf der rechten Seite des Bildes ist der Fernsehturm am Alexanderplatz zu sehen. Zur Linken des Fernsehturms steht die Kirche St. Marien.

Daniel Deckers bloggt jetzt für die FAZ

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat ein Blog zu Themen rund um die Kirche eingerichtet. Das Blog wird von Daniel Deckers geführt. Der Titel des Blogs ist "ÜberKreuz". Deckers ist promovierter Theologe. Er arbeitet für die FAZ seit 1988, heute im Ressort "Die Gegenwart", und ist Biograph des Mainzer Bischofs Kardinal Lehmann.

via Scipio

Donnerstag, 25. September 2008

Nacktes Interesse und bare Zahlung

"Die Bourgeoisie, wo sie zur Herrschaft gekommen, hat alle feudalen, patriarchalischen, idyllischen Verhältnisse zerstört. Sie hat die buntscheckigen Feudalbande, die den Menschen an seinen natürlichen Vorgesetzten knüpften, unbarmherzig zerrissen und kein anderes Band zwischen Mensch und Mensch übriggelassen als das nackte Interesse, als die gefühllose "bare Zahlung". Sie hat die heiligen Schauer der frommen Schwärmerei, der ritterlichen Begeisterung, der spießbürgerlichen Wehmut in dem eiskalten Wasser egoistischer Berechnung ertränkt. Sie hat die persönliche Würde in den Tauschwert aufgelöst und an die Stelle der zahllosen verbrieften und wohlerworbenen Freiheiten die eine gewissenlose Handelsfreiheit gesetzt. Sie hat, mit einem Wort, an die Stelle der mit religiösen und politischen Illusionen verhüllten Ausbeutung die offene, unverschämte, direkte, dürre Ausbeutung gesetzt.

Die Bourgeoisie hat alle bisher ehrwürdigen und mit frommer Scheu betrachteten Tätigkeiten ihres Heiligenscheins entkleidet. Sie hat den Arzt, den Juristen, den Pfaffen, den Poeten, den Mann der Wissenschaft in ihre bezahlten Lohnarbeiter verwandelt. Die Bourgeoisie hat dem Familien­verhältnis seinen rührend-sen­timentalen Schleier abgerissen und es auf ein reines Geldverhältnis zurück­geführt.

Die Bourgeoisie hat enthüllt, wie die brutale Kraftäußerung, die die Reaktion so sehr am Mittelalter bewundert, in der trägsten Bärenhäuterei ihre passende Ergänzung fand. Erst sie hat bewiesen, was die Tätigkeit der Menschen zustande bringen kann. Sie hat ganz andere Wunderwerke vollbracht als ägyptische Pyramiden, römische Wasserleitungen und gotische Kathedralen, sie hat ganz andere Züge ausgeführt als Völkerwanderungen und Kreuzzüge."

Karl Marx - Manifest der Kommunistischen Partei

Mittwoch, 24. September 2008

Die Liebe Christi hat ein menschliches Gesicht

Wenn es etwas gibt, von dem ich heute glaube, daß es die Welt am meisten braucht, dann ist es die Liebe Christi. Diese Liebe ist nicht nur Hingabe und Opfer, sie ist sich ihrer selbst bewußt, sie hat ein immer menschliches Gesicht und sie beschenkt die Schenkenden. Sie läßt sich nicht am Überweisungsträger oder gar am Steuerbescheid erfahren, sondern am Nächsten - einzig und allein.

Dienstag, 23. September 2008

Das Brot der Kirche muß heilig sein

Wenn die Kirche das Heilige verliert - und das hat sie vielerorts -, dann hat sie Nichts zu geben, was andere nicht geben könnten. Wenn sie aber nicht mehr geben kann als andere es können, kann sie auch nicht mehr als andere fordern: Kindergärtner, Altenpfleger und Sozialarbeiter kennen keinen Zölibat. Oft gibt die Kirche nur das einfache Brot. Das Brot der Kirche aber muß heilig sein, wenn auch die Wohlhabenden danach hungern sollen.

I did try to found a heresy of my own

"I did, like all other solemn little boys, try to be in advance of the age. Like them I tried to be some ten minutes in advance of the truth. And I found that I was eightteen hundred years behind it. And I was punished in the fittest and funniest way, for I kept my truths: but I discovered, not that they were not truths, but simply that they are not mine. When I fancied that I stood alone I was really in the ridiculous position for being backed up by all Christendom. It may be, Heaven forgive me, that I did try to be original; but only succeeded in inventing all by myself an inferior copy of the existing traditions of civilized religion. The man from the yacht thought he was the first to find England; I thought I was the first to find Europe. I did try to found a heresy of my own; and when I had put the last touches to it, I discovered that it was orthodoxy."

G. K. Chesterton - Orthodoxy

Hauptsache, jemand von der Kirche kommt

Die Aachener Zeitung berichtet, in keinem Bistum gäbe es weniger Priester als in Aachen. Damit sei die Beauftragung von Laien noch stärker ins Interesse des Generalvikariats gerückt. Pfarrer Rolf-Peter Cremer arbeite an den Konzepten zur Sicherung der sakramentalen Grundversorgung. Es möchte die Trauerpastoral und die Wortgottesdienste der Laien ausbauen.

Ein guter Wortgottesdienst, so Cremer, sei den Gläubigen lieber "als eine Messe mit einem alten Pater, der gerade noch die Arme ausbreiten kann". Und auch Seelsorgetermine am Kranken- oder Sterbebett müssten nicht unbedingt von Priestern wahrgenommen werden. "Den Leuten ist doch nicht wichtig, ob ein Pfarrer oder Diakon kommt. Den Menschen ist wichtig, dass überhaupt jemand von der Kirche kommt."

Montag, 22. September 2008

Samstag, 20. September 2008

Schweigemarsch: 1000 Kreuze für das Leben

Abtreibungsgegner aus ganz Deutschland haben heute bei einem Schweigemarsch 1000 Kreuze durch Berlin getragen. Die Kreuze sollen an die Kinder erinnern, die jeden Tag in Deutschland abgetrieben werden. Nach einer kurzen Kundgebung vor dem Roten Rathaus zogen die versammelten Lebensschützer über den Alexanderplatz zum Bebelplatz. Die Veranstaltung endete mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Hedwigskathedrale. Organisator des Marsches ist der Bundesverband für Lebensrecht.

Die Beratungsorganisation Pro Familia hatte vor dem Marsch zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Diesem Aufruf waren knapp 50 Personen gefolgt, die mit bunten Spruchbändern und lauten Sprechchören auf sich aufmerksam machten. Einige der Abtreibungsbefürworter versuchten die Teilnehmer des Schweigemarsches mit kleineren Aktionen zu provozieren. Sie warfen Konfetti in den Zug und skandierten Sätze wie "Hätt´ Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben", "ihr seid so peinlich" oder "Kommunismus statt Jesus Christus". Eine junge Frau, die blank zog und ein heiseres "Weiberliebe, Weiberliebe" in die Menge brüllte, gehörte zu den traurigen Höhepunkten der Gegendemonstration. Die Teilnehmer des Marsches ließen die Provokationen geduldig über sich ergehen.

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurde die Tötung von 60.000 ungeborenen Kinder in Deutschland registriert. Mit Dunkelziffer wird die Zahl der Getöteten auf mehr als das Doppelte geschätzt.

Aktualisierung: Schweigemarsch für das Leben 2009

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Bilder: (1) Kundgebung der Lebensschützer vor dem Roten Rathaus in Berlin, (2) und (3) Gegendemonstranten aus dem Umfeld der a.g. gender-killer, des ak linker feminismus, der ANA - autonomen Antifa Neukölln, des Antifaschistischen Bündnisses Süd-Ost, des Antisexismusbündnis Berlin, der Antisexistischen Praxen-Konferenz II, der f.a.q. antisexistischer Infoladen, der feministischen FrauenLesbenListe FU Berlin, der Forschungsgruppe Christlicher Fundamentalismus, der Frauen- und Queer-Referate des AStA der TU Berlin, der GAP Berlin, des LISA 2 Marburg, des LAK Shalom Berlin der Linksjugend, der pro familia und des Schwarzen Kanals.

Donnerstag, 18. September 2008

Nirgends Personen, sondern immer nur Ich

"Nun steht es da, dies Ich, Träger allen erlebten Inhaltes, allem erlebbaren Inhalt präformiert. Anfang und Ende, Echo und Rauchfang seiner selbst, Bewußtsein bis in alle Falten, Apriori experimentell evakuiert, Kosmos, Pfauenrad diskursiver Eskapaden, Gott durch keine Nieswurz zu Geräusch lanciert; - Bewußtsein, fladenhaft, Affekte Zerebrismen; Bewußtsein bis zur Lichtscheu, Sexus inhärent; Bewußtsein, Fels mit des Königs Inschrift, krank von der Syntax mythischem Du, letzter großer Buchstabe: persisch, susisch, eleamitisch, drohend Gewalt unterworfenen Ebenen: Erbe und Ende und Achämenide.

Erloschenes Auge, Pupille steht nach innen, nirgends mehr Personen, sondern immer nur Ich; Ohren verwachsen, lauschend in die Schnecke, doch kein Geschehnis, immer nur das Sein, faulig, giraffig, unbeschneidbar, ohne Glauben und ohne Lehre, ohne Wissenschaft und ohne Mythe, nur Bewußtsein ewig sinnlos, ewig qualbestürmt -:von den Küsten an die Strände, von den Wüsten an die Belte, über die Meere, auf die großen Schiffe, durch die Brisen, zwischen die Azorenmöwen, zwischen die springenden Fische, durch die Golfströme über New Yorkens hellstes Weib -: verfluchtes bräunliches Gestöhne, Cowboygerammel, Prärienotzucht, womöglich in Wäsche, schneeleinen, etwas abstehend, wo Kaliforniens große Frucht und Kanadas glühender Stoß des Sommers -, oder von Giften letzten, die die Schleimhäute zerfressen, an den Abrund, der Vergehen bringt.”

Gottfried Benn - Das moderne Ich
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Briefmarke zum 100. Geburtstag von Gottfried Benn (1886-1956)

Mittwoch, 17. September 2008

Heiliger Vater Honecker - Bittlinger Lindenberg

Auch die Frankfurter Rundschau berichtet über die Bedrohung des evangelischen Pfarrers und Liedermachers Clemens Bittlinger nach dessen Lied "Mensch Benedikt". Nachdem Bittlingers E-Mail-Adresse auf "rechtskonservativen, katholischen Internetseiten" veröffentlicht wurde, habe dieser Drohbriefe erhalten, die vom Liedermacher zum Teil als Mordrohung verstanden werden könnten. Die sachliche Reaktion katholischer Weblogger und die von ihnen initiierte Aktion "Katechismus für Bittlinger" bleiben unerwähnt.

Die Frankfurter Rundschau nennt es pikant, daß Bittlinger als "Referent für Mission und Ökumene" im Dekanat Darmstadt-Land für gute Kontakte zu anderen Kirchen zuständig sei. Sie weist jedoch darauf hin, daß die Evangelische Kirche in Hessen-Nassau in der musikalischen Nebentätigkeit ihres Pfarrers keine Probleme sieht. Dazu erklärt Stephan Krebs von der Landeskirche Hessen-Nassau: "Das Lied ist frech und provokant, aber gut. Nichts anderes als Lindenberg für Honecker geschrieben hat".

Dieser für Krebs offenbar naheliegende Vergleich, der das Verhältnis von Pfarrer Bittlinger und Papst Benedikt XVI. über den Gegensatz von Freiheit und Diktatur beschreibt und der den Heiligen Vater in die Nähe eines Staatsratsvorsitzenden der DDR rückt, wird vom evangelischen Kirchenpräsidenten Peter Steinacker nicht kommentiert. Auch Steinacker hält das Stück für unproblematisch. Es sei, wie er sagt, "aus Sehnsucht nach Gemeinschaft unter den Kirchen geschrieben".

Zu heiligen Zwecken mißbraucht

">Wirst Du mich retten?< flüstert schluchzend der Junge, ganz geblendet durch das Leben in seiner Wunde. So sind die Leute in meiner Gegend. Immer das Unmögliche vom Arzt verlangen. Den alten Glauben haben sie verloren; der Pfarrer sitzt zu Hause und zerzupft die Meßgewänder, eines nach dem anderen; aber der Arzt soll alles leisten mit seiner zarten chirurgischen Hand. Nun, wie es beliebt: ich habe mich nicht angeboten; verbraucht ihr mich zu heiligen Zwecken, lasse ich auch das mit mir geschehen; was will ich Besseres, alter Landarzt, meines Dienstmädchens beraubt."

Franz Kafka - Der Landarzt

Main-Post ahnungslos: Im Paket war nichts

Die Main-Post berichtet über den protestantischen Pfarrer Clemens Bittlinger und greift dabei auf die Darstellung eines Hamburger Nachrichtenmagazins zurück. Der Autor Alfred Kordwig weiß zu berichten, daß Bittlinger wegen eines Liedes, in dem Bittlinger sich despektierlich über Papst und Kirche äußerte, von "katholischen Fundamentalisten" bedroht werde.

Für das Konzert zur Premiere seiner neuen CD habe Bittlinger sogar Polizeischutz erhalten. In diesem Zusammenhang berichtet die Main-Post, daß Clemens Bittlinger ein Paket erhalten habe, welches von Bittlinger für eine Bombe gehalten und der Polizei übergeben wurde. Die Polizei habe das "verdächtige Paket" geöffnet und dabei "nichts" gefunden. Was die Main-Post offenbar nicht wußte, ist, daß es sich bei dem "Paket" um einen ordentlich gekennzeichneten Briefumschlag handelte.

Zum Glück, denn sonst hätte die Main-Post nicht nur etwas über den Katechismus schreiben müssen, der sich in diesem "Paket" befand, sondern auch über die von katholischen Webloggern initiierte Aktion "Katechismus für Bittlinger". Die von Webloggern vorgetragene Kritik an Bittlingers Äußerungen und deren Anstrengung, einen sachlicheren und kompetenteren Umgang des Liedermachers mit der Kirche zu ermöglichen, hätte aber wohl kaum in das einfache Schema gepaßt: guter protestantischer Pfarrer hier, böse "fundamentalistische Katholiken" dort.

Vielleicht war einfach nicht genug Platz im Blatt, um einer ausgewogenen Berichterstattung Raum zu geben. Immerhin aber fand die Main-Post sowohl am Anfang wie auch am Ende des Artikels Platz, um auf das Erscheinen der neuen CD des Liedermachers aufmerksam zu machen.

Montag, 15. September 2008

Käßmann predigt in katholischer Kirche

Das lokale Nachrichtenportal newsclick.de berichtet über die Predigt der evangelischen Bischöfin Margot Käßmann vor etwa 1000 Menschen zum ökumenischen Festgottesdienst in der katholischen Kirche St. Christopherus in Wolfsburg. Großen Beifall habe der katholische Dechant Heinrich Günther erhalten als er die Vertreterin der evangelischen Landeskirche Hannover begrüßte und ihr soziales und ökumenisches Engagement würdigte. Käßmann habe in ihrer Predigt von der großen gesellschaftlichen Bedeutung der zehn Gebote gesprochen. Der Glaube führe, wenn die Menschen ihn lebten, zu einem besseren sozialen Miteinander.

Sonntag, 14. September 2008

Kommando von Glaubensfundamentalisten

In seiner gedruckten Ausgabe teilt ein großes Hamburger Nachrichtenmagazin morgen weitere Details zu den Drohungen und Schmähungen mit, welche der evangelische Liedermacher und Pfarrer Clemens Bittlinger in den letzten Wochen ertragen mußte.

Unter der Schlagzeile "Fegefeuer für Protestanten" berichtet das gewohnt sachliche Magazin von einem geheimnisvollen Päckchen, welches Bittlinger von Spezialisten des Hessischen Landeskriminalamtes als Büchersendung identifizieren lassen mußte. Den Fachkräften gelang es auch, den Absender des Paketes auf dem Umschlag auszumachen.

"Die Sendung enthielt einen Katechismus und einen Schmähbrief, in dem Bittlinger aufgefordert wurde, sich endlich zum wahren Glauben zu bekehren, dem allein selig machenden Katholizismus. Der Absender", berichtet der Autor Peter Wensierski, "gehört zu einem Kommando von Glaubensfundamentalisten, die seit Wochen das Fegefeuer gegen Bittlinger anheizen."[sic!]

Nach der Heirat von der Kirche verstoßen

Die Westdeutsche Zeitung berichtet vom Tag des offenen Denkmals in der evangelischen Kirche Wickrathberg. Die erste befragte Besucherin ist Charlotte Langenberg. Zu den Gründen des Besuchs gibt sie an, nicht nur „eine der schönsten Kirchen in der Umgebung“ besichtigen zu wollen, sondern als Katholikin auch das Gefühl zu haben, nach der Heirat mit einem evangelischen Mann aus der katholischen Kirche verstoßen worden zu sein.

Zum Glück gibt es den Tag des Denkmals, um auch das mal klarzustellen.

Glaubenskrieg in Deutschland

Unter der nüchternen Schlagzeile "Glaubenskrieg in Deutschland" berichtet ein renommiertes Hamburger Nachrichtenmagazin über die Bedrohung und Beleidigung des evangelischen Liedermachers Clemens Bittlinger durch "fundamentalistische Katholiken".

In seinem Lied "Mensch Benedikt", so das Magazin, habe Bittlinger Papst Benedikt XVI. vorgeworfen "durch die Ablehnung von Kondomen, die Ausbreitung von Aids in Afrika zu fördern". Auch habe er die Haltung des Papstes kritisiert, "keine andere Kirche neben der katholischen anzuerkennen".

Nach Informationen des sprichwörtlich kirchenkompetenten Mediums haben "rechtskonservative katholische Internetseiten" zunächst zornige Hinweise auf das Lied veröffentlicht. Bittlinger habe daraufhin Drohschreiben erhalten, die von der Polizei sehr ernst genommen würden.

Um das Leben des Liedermachers zu schützen, habe sogar eines seiner Konzerte unter Polizeischutz gestellt werden müssen. Zudem habe Bittlinger ein verdächtiges Paket von einer Spezialeinheit öffnen lassen. Ob dabei auch ein Katechismus in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist bislang nicht bekannt.

Fortsetzung der Berichterstattung: hier.

Donnerstag, 11. September 2008

Auf dem Boden der Bisexualität

"Nun sind sie bereits vorbereitet darauf, daß auch die Psychologie das Rätsel der Weiblichkeit nicht lösen wird. Diese Aufklärung muß wohl anderswoher kommen und kann nicht kommen, ehe wir erfahren haben, wie die Differenzierung der lebenden Wesen in zwei Geschlechter überhaupt entstanden ist. Nichts wissen wir darüber und die Zweigeschlechtlichkeit ist doch ein so auffälliger Charakter des organischen Lebens, durch den es sich scharf von der unbelebten Natur scheidet. Unterdes finden wir an jenen menschlichen Individuen, die durch den Besitz von weiblichen Genitalien als manifest oder vorwiegend weiblich charakterisiert sind, genug zu studieren. Der Eigenart der Psychoanalyse entspricht es dann, daß sie nicht beschreiben will, was das Weib ist, - und das wäre eine für sich kaum lösbare Aufgabe, - sondern untersucht, wie es wird, wie sich das Weib aus dem bisexuell veranlagten Kind entwickelt. Wir haben darüber einiges in letzter Zeit erfahren, dank dem Umstande, daß mehrere unserer trefflichen Kolleginnen in der Analyse begonnen haben, diese Frage zu bearbeiten. Die Diskussion darüber hat aus dem Unterschied der Geschlechter einen besonderen Reiz bezogen, denn jedesmal, wenn eine Vergleichung zu Ungunsten ihres Geschlechts auszufallen schien, konnten unsere Damen den Verdacht äußern, daß wir, die männlichen Analytiker, gewisse tief eingewurzelte Vorurteile gegen die Weiblichkeit nicht überwunden hätten, was sich nun durch die Parteilichkeit unserer Forschung strafte. Wir hatten es dagegen auf dem Boden der Bisexualität leicht, jede Unhöflichkeit zu vermeiden. Wir brauchten nur zu sagen: Das gilt nicht für Sie. Sie sind eine Ausnahme, in diesem Punkt mehr männlich als weiblich.”

Siegmund Freud - Neue Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse

Mittwoch, 10. September 2008

Mo Asumang streichelt meinen Kopf

Mit einem Freund in ein Gespräch vertieft sitze ich an der Bar. Eine Frau, dunkel, groß und gutgelaunt, tritt hinter mir an den Tresen. Sie erbittet sich Stift und Zettel zum Schreiben. Es kommt zu einem kurzen Wortwechsel über die Vorzüge alkoholischer Getränke. Schreiben können gehört offenbar nicht mehr dazu. Kurz ist sie weg, dann ist sie wieder da, legt Zettel und Stift zurück, dann streichelt sie mir zweimal sanft über den Kopf und verschwindet wieder. Hinter dem Tresen ernte ich ungläubiges Kopfschütteln. "Was ist denn los?", frage ich, nicht das ich es gewohnt wäre, von fremden Frauen über den Kopf gestreichelt zu werden. Das, so erfahre ich, war Mo Asumang. - Die Bedeutung des Alkohols war wohl größer als ich zunächst dachte.

Dienstag, 9. September 2008

Weihe und Segnung nach Kirchenrecht

Wenn man den Codex Iuris Canonici von 1983 zur Hand nimmt, und ein bißchen blättert, dann kann man über folgende Passagen stolpern, die ich hier aus gegebenem Anlaß aufführen möchte. Wie die Weihe oder Segnung eines Gräberfeldes an eine Pastoralreferentin delegiert werden kann, müssen mir dann andere erklären:


Canon 1169:
  • § 1. Weihen und Weihungen können gültig diejenigen vornehmen, welche die Bischofsweihe empfangen haben, sowie Priester, denen es von Rechts wegen oder durch rechtmäßige Ermächtigung gestattet wird.
  • § 2. Segnungen kann, mit Ausnahme der dem Papst oder den Bischöfen vorbehaltenen, jeder Priester vornehmen.
  • § 3. Der Diakon kann nur jene Segnungen vornehmen, die ihm von Rechts wegen ausdrücklich gestattet werden.

Canon 1205:
  • Heilige Orte sind solche, die für den Gottesdienst oder das Begräbnis der Gläubigen bestimmt sind durch Weihung oder Segnung, wie sie die liturgischen Bücher dazu vorschreiben.
Canon 1206:
  • Die Weihung eines Ortes steht dem Diözesanbischof zu und jenen, die ihm von Rechts wegen gleichgestellt sind; sie können jedem Bischof oder, in Ausnahmefällen, einem Priester die Aufgabe übertragen, die Weihung in ihrem Gebiet vorzunehmen.
Canon 1207:
  • Heilige Orte werden vom Ordinarius gesegnet; die Segnung von Kirchen jedoch ist dem Diözesanbischof vorbehalten; jeder von ihnen aber kann einen anderen Priester dazu delegieren.

Pastoralreferentin segnet Gräberfeld

Die Schwäbische Zeitung berichtet heute von der Weihe und Segnung einer Erweiterung des Ravensburger Westfriedhofes. Die Baubürgermeisterin Stephanie Utz, die Pastoralreferentin Angelika Böhm, der protestantische Pfarrer Claudius Kurtz sowie etwa 30 Gäste seien zugegen gewesen.

"Die katholische Pastoralreferentin Angelika Böhm nahm in Vertretung des Pfarrers Reinhold Hübschle die Segnung der neuen Gräberfelder vor." Mit einem Gebet und dem von allen Anwesenden gesprochenen Vater unser hätten Frau Böhm und Pfarrer Kurtz die Einweihung der neuen Gräber auf dem Westfriedhof geschlossen.

Montag, 8. September 2008

Roland Breitenbach: Es kann kein Zufall sein

Die Main Post nimmt sich einer Pressemitteilung der St. Michael Gemeinde aus Schweinfurt an. In der Lokal-Ausgabe "Volkszeitung Schweinfurt" berichtet sie über weitere Preisverleihungen an die Preisträger des von der Gemeinde gestifteten 1001-Christenpreises.

Roland Breitenbach von der Gemeinde St. Michael fühlt sich in der bisherigen Auswahl der Preisträger bestätigt: "Es kann schließlich kein Zufall sein, dass bereits drei der in Schweinfurt ausgezeichneten Persönlichkeiten inzwischen weitere wichtige Preise und Ehrungen erhalten haben“

Preisträger des letzten Jahres ist Stefan Hippler, Priester in Kapstadt, der, wie die Main Post berichtet, die Herausforderung von HIV und Aids angenommen habe, indem er mit seiner Hilfsorganisation HOPE unter anderem auch Kondome an die Bevölkerung verteile. Furchtlos spreche er unbequeme Wahrheiten aus und scheue auch die Auseinandersetzung mit der Amtskirche nicht.

Der Anlaß für die Berichterstattung: In diesem Jahr wurde Hippler vom renommierten Presseclub Dresden mit einem ebenso renommierten, nach Erich Kästner benannten Preis ausgezeichnet. Am 31. Oktober findet in Dresden die dritte HOPE-Benefiz-Gala statt. Zu den Sponsoren der Veranstaltung gehört auch die Sächsische Zeitung.

Laien aus Limburg: "Kirche büßt an Profil ein"

Die Frankfurter Neue Presse sammelt zur Amtsenthebung des Dechanten Peter Kollas, der ein homosexuelles Paar gegen den Willen der Kirche gesegnet hatte, Stimmen aus dem Bistum Limburg und erhebt auch selbst die Stimme. Die Menschen, so die Frankfurter Neue Presse, verstünden Bischof Tebartz-van Elst nicht immer. Das Verstanden werden liege ihm zwar wie die Mission am Herzen, aber es sei halt die Mission im Auftrag Roms und nicht des Bistums.

Anonym bekennt ein Pfarrer in der Zeitung: "Kamphaus", der Vorgänger des Bischofs, "war Bischof von Limburg, Tebartz-van Elst ist ein Beamter Roms". Beatrix Schlauch, die Präsidentin der Diözesanversammlung zeigt Verständnis für die Entscheidung des Bischofs. Ihr Vorgänger, Klaus-Peter Röther, ist jedoch davon überzeugt, daß Bischof Kamphaus, den Fall gelöst hätte, "ohne daß die katholische Kirche", wie er sagt, "an Profil eingebüßt hätte."

Ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter des Bistums spricht von einem "Klima der Angst und der Einschüchterung" und von der pastoralen Wirklichkeit, die es notwendig mache, von den vorgegebenen Pfaden abzuweichen. Auch Henny Toepfer vom Verein "Wir sind Kirche" darf sich zu Wort melden. Ihr ist klar, daß der Bischof "eine sehr konservative Linie fährt". Ein Redakteur des Publik Forum für kritische Christen wiederholt, daß der Bischof gegen das Profil des Bistums agiere. Ihm ist der Bischof zu sehr auf das Amt und das Priestertum bezogen. Der einfache Grund dafür: "Der neue Bischof will noch Karriere machen ..." Ein Vertreter der Initiative Christenrechte, sieht den Sonderweg des Bistums in Gefahr. Der neue Bischof setze nur auf die Linie Roms. Von einem "jungen Mann" wie Tebartz-van Elst wünsche er sich, dass er sich das Bistum erst einmal anschaue und höre, was das Volk Gottes in seinem Bistum denke, was keineswegs immer dem entspräche, was die Zentrale in Rom denke und möchte.

Freitag, 5. September 2008

Azuriana verlinkt "Mensch Clemens"-Blog

Im Wochenrückblick verweist auch Azuriana auf den Blog zur Aktion "Katechismus für Bittlinger". Übrigens auch ein Blog, der vielen nicht bekannt zu sein scheint.

Donino Michele, doch nur beinahe neu!

Heute scheint der Tag zu sein. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, um gleich noch auf ein weiteres Blog hinzuweisen. Aus dem Rheinland schreibt uns - eigentlich schon seit Januar diesen Jahres - Donino Michele, Priesteramtskandidat des Bistums Aachen. Sein letzter Beitrag liegt für mich persönlich auf der richtigen Linie und läßt mich auf die Einstellung junger Priesteramtskandidaten hoffen.

Ein neues katholisches Blog: Fortes Fide!

Eigentlich ist es ja die Aufgabe der Mutter aller katholischen Blogs, Neuankömmlinge will- kommen zu heißen. Da das wachsame Auge des Scipionen offensichtlich nicht überall sein kann, nehme ich mir die Freiheit, an dieser Stelle den neuen Blog Fortes Fide zu empfehlen. Ich freue mich über diesen Zuwachs.

Thomas sein Abendland zu Mensch Clemens

Zur Rubrik christliche Lieder und ihre Nebenwirkungen spendet auch der Dilettantus in interete einen Verweis auf das Blog zur Aktion für Pfarrer Bittlinger.

Ad tiliam verweist auf "Mensch Clemens"-Blog

Seit gestern verweist auch Hochwürden Terlinden auf den "Mensch Clemens"-Blog zur Katechismusspende an den Liedermacher Clemens Bittlinger.

Donnerstag, 4. September 2008

Chronologie - Katechismus für Bittlinger

Am 24. August platzt Johannes auf Mater Amata der Kragen. Das bescheidene theologische Niveau von Bittlingers Thesen läßt ihn an der Qualität der Ausbildung des Theologen zweifeln. Statt eines Mangels an Intellekt diagnostiziert er einen Mangel an Ausbildung und schlägt vor, diesem mit Hilfe eines Katechismus abzuhelfen.

Diese Form der Hilfe überzeugt auch Scipio. Johannes legt am 27. August noch ein mal nach. Elsa schließt sich an . Das Blog "Mensch Clemens" wird eingerichtet. Ein Banner kommt dazu. Das Commentarium Catholicum berichtet. Auch Olifant unterstützt die Aktion. Elsa kommentiert das Banner. Fassungslos berichtet Johannes von Bittlingers Auftritt in einer katholischen Pfarrgemeinde in Weiterstadt.

Am 31. August folgen Berichte von Mcp auf Mit elektrischer Feder, von Phil auf St. Dymphna, von KJ auf Unzeitgemäße Betrachtungen und von Elsa auf ihrem Nacht(b)revier.

Mittlerweile gibt es auch Reaktionen aus dem Lager der kritischen Christen. Die Aktion bekommt den Stempel "rechtskatholisch". Johannes kommentiert.

Anfang September bezieht auch der Condottiere auf La fe y la vida Stellung zu Bittlingers Versen.

Am 2. September ist der Brief an Clemens Bittlinger verschickt. Einen Tag später folgt die Mitteilung an die Presse und ein gewohnt launiger Beitrag des geschätzten Herrn Alipius aus Rom. Kath.net übernimmt die Meldung und die Zugriffszahlen auf "Mensch Clemens" zeigen steil nach oben.

Nachdem die kritischen Christen sich bereits zu Wort gemeldet haben, hat jetzt auch ein Altkatholik aus Wiesbaden die Aktion der "Treuen" zu Kenntnis genommen.

Die aktuellsten Beiträge finden sich heute auf St. Leibowitz und Allotria Catholica.

Mittwoch, 3. September 2008

Katechismus für Bittlinger

Der Brief an Clemens Bittlinger ist veröffentlicht. Ein Pressemitteilung wird folgen. Nehmen Sie die Diffamierung des Heiligen Vaters nicht unwidersprochen hin. Unterstützen Sie uns! Verlinken Sie den Blog http://menschclemens.blogspot.com/ auf ihrer Internetseite und zeigen Sie das Banner der Aktion. Allen, die mithelfen, ein herzliches Dankeschön !