Freitag, 6. Juni 2008

Wenn ich nicht sehe, glaube ich nicht

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wer nicht sieht ist blind, nicht ungläubig.

Tiberius hat gesagt…

Wer glaubt ist nicht blind.

Anonym hat gesagt…

Das stimmt. Das wollte ich, um Gottes willen, auch gar nicht sagen.

Ein wenig Sophisterei sei mir trotzdem erlaubt. Weil es Spaß macht. Ich hoffe Sie sehen das genauso.

Wenn ich etwas sehe, weiß ich. Was ich nicht sehe, an das muss ich glauben. Nicht sehen, ist Blindheit. Ergo bedingt meine Blindheit meinen Glauben oder, nur weil ich blind bin, nicht sehe, kann ich überhaupt erst glauben. An etwas glauben, was man sieht oder messen kann, kann jeder. Das ist kein Glaube.

Etwas nicht sehen, ist also Blindheit und eben nicht Unglaube. Sondern das genaue Gegenteil. Also sind alle Gläubigen, einschließlich mir, blind. Oder?

Thomas

ultramontanus hat gesagt…

In den romanischen Sprachen leiten sich die Worte für "Glauben" von lat. fides ab, und das heißt "Vertrauen". (Das deutsche Wort hieß ursprünglich übrigens das Gleiche.)

Ich denke, diese Schattierung wird dem Sinn von Glauben tatsächlich eher gerecht. Auf die Gegenwart und Hilfe von jemandem kann ich vertrauen, unabhängig davon, ob er da ist oder nicht, ob ich ihn sehe oder nicht. Ich muss ihn nicht "nicht sehen", um ihm vertrauen zu können. Aber ich kann weiter auf ihn vertrauen, auch wenn ich ihn mal nicht sehe.

Soviel zu Wortklaubereien. ;)

Lieben Gruß!

Anonym hat gesagt…

Ja. Das trifft es besser.

Blindes Vertrauen, ist Glaube, der über jeden Zweifel erhaben ist. ;)

Liebe Grüße von Thomas, der diesen Namen wirklich trägt, obwohl er nicht ungläubig ist.