Samstag, 5. April 2008

Ultra posse nemo obligatur

Salve Kroski!

Bedauerlich, daß so viele unter ihren Möglichkeiten bleiben, Gott zu erfahren. Ich denke, daß die gegenwärtige Theologie dabei nicht unerheblich Verantwortung trägt. Den Gott, der fremd und fern ist, vermuten wir in der Fremde und der Ferne, und erkennen nicht, daß er uns dort begegnet, wo wir uns nah und vertraut glauben.

Eine Wissenschaft, die glaubt, sich selbst hervorbringen zu können, weiß sich nicht selbst: sie glaubt sich. Die unverfügbaren Voraussetzungen des Wissens leugnet sie und verwässert damit letztlich den Begriff des Wissens. Wer Wissenschaft will, der muß sie vor diesem eklatanten Mangel an Reflexion in Schutz nehmen.

Tiberius

Kommentare:

KJ hat gesagt…

Stimmt, in diese Richtung geht ja auch der Gottesbeweis des Anselm. Ohne Transzendenz, ohne absoluten Wahrheitsbegriff ist gar kein Denken möglich.

Sehr schön zu diesem Thema das Buch "Mein jüngstes Gericht" von Jean Guitton.

Gruß!

Tiberius hat gesagt…

Auch ich stimme Dir zu. Vielen Dank für Deinen Kommentar und den Buchtipp! Nach den Rezensionen, die ich im Netz dazu gefunden habe, wird es mir sicher gut gefallen.

Vale!
Tiberius