Dienstag, 22. April 2008

Deus caritas est

Salve Elsa!

Es gibt viele Menschen, die die Liebe, die Hingabe ist und Opfer bringt, leugnen, weil sie schon die Freiheit zur Hingabe und zum Opfer verneinen. Sie verzichten dabei nicht auf das Sprechen von Liebe, ihre Welt scheint voll davon: "ich liebe es", "wir lieben Lebensmittel" oder "wir lieben Technik".

Aber sie tragen die Liebe auf den Markt. Die Bereitschaft, alles für eine Sache tun zu wollen, wird zur Bedarfserklärung und zum Qualitätsversprechen. Alles was auf dem Markt ist erhält im Geschäft einen Preis, der durch Angebot und Nachfrage bestimmt und mit dem Äquivalent des Geldes bezeichnet wird. Das Äquivalent ist die Verneinung des Opfers; geht es doch davon aus, daß jeder bekommt, was er gibt. Gibst Du einem Obdachlosen auf dem Markt einen Euro, dann bekommst Du etwas zurück, was einen Euro wert ist. Sei es auch nur das gute Gefühl ein besserer Mensch zu sein.

Diese Liebe des Marktes ist nicht die Liebe des Gekreuzigten. Seine Liebe ist kein Geschäft und keine Währung, er verjagt die Geschäftemacher und Geldwechsler aus seinem Tempel. Es gibt keinen Preis und kein Äquivalent für seine Liebe. Er zieht keinen Nutzen aus seinem Opfer und er bezeugt seine Liebe durch das höchste Opfer: sein Leben.

Wer den Gekreuzigten nicht hat, und das betrifft unsere säkularen Freunde, der muß in der Hilfe eines ehrenamtlichen Mitarbeiters Deiner Diakoniestation Egoismen und sogar Heuchelei am Werk sehen. So wie er schon in der Liebe von Mutter und Vater einen Akt der Arterhaltung sieht unterwirft er sich der Selbsterhaltung, womit wir wieder beim ersten Gebot des säkularen Lebens wären: Erhalte dein Leben um jeden Preis!

Vale!
Tiberius

1 Kommentar:

Alipius hat gesagt…

Ich bin zwar nicht die Elsa, aber ich stimme trotzdem völlig zu und danke für den Artikel.