Samstag, 7. Februar 2009

Nachhilfe für den Heiligen Vater aus Berlin

Berliner Erz­bischof Georg Kar­dinal Ster­zinsky zur Auf­he­bung der Ex­kommu­ni­ka­tion der von Le­febvre geweih­ten Bischöfe:

"Ich war äußerst über­rascht, als ich las, die Auf­hebung der Exkommuni­kation der von Lefebvre geweih­ten Bischöfe sei zu er­warten. Denn in jenen Tagen gingen noch Schrif­ten ein, in denen die Ab­leh­nung wich­tiger Be­schlüsse des II. Vatika­nischen Konzils aufrecht er­halten wurde.

Papst Benedikt ist aber sehr um die Über­windung des Schismas und die Wieder­gewinnung der Einheit bemüht. Er muss wohl Signale der Umkehr der Ex­kommu­nizierten empfan­gen haben. So ist er ihnen sehr weit ent­gegen ge­gan­gen - auf Hoffnung hin, wie das Dekret, das Kardinal Ré unterzeichnet hat, erkennen lässt.

Wenn je­mand in die Ge­mein­schaft wieder aufgenommen wird, muss aber auch ge­prüft werden, ob außer dem Grund der Ex­kommuni­kation Schwer­wie­gen­des gegen ihn vorliegt. Von Bischof Williamson war welt­weit be­kannt, dass er den Holo­caust leugnet. Eine Versöhnung mit ihm ist demnach nicht möglich, so­lange er bei der Leugnung bleibt.

Eine Über­prüfung des Vor­gangs erscheint mir unumgänglich."