Mittwoch, 14. Januar 2009

Marius Reiser räumt seinen Lehrstuhl

Sehr geehrter Herr Professor Reiser,

Sie haben in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung dargelegt, warum es unerträglich ist, an unseren Universitäten weiterhin beschäftigt zu sein. Ich schließe mich Ihrer Ausführung in allen Punkten an. Es ist unerträglich! Ihre Haltung hingegen ist bewundernswert.

Mit besten Grüßen
Tiberius

Kommentare:

Azuriana hat gesagt…

Kann mich ebenfalls nur anschließen. Respekt vor der Entscheidung! Aber leider verlieren die Universitäten auf diesem Weg auch noch die letzten Lichtblicke... >Bologna< führt ja nur weiter, was ohnehin schon seit Jahren am Laufen war...

Tiberius hat gesagt…

Ja, Bologna war nicht der Anfang und Marius Reiser ist nicht der einzige Professor, der unter der bloßen Verwaltung des Menschen an deutschen Universitäten leidet.

Es scheint immer noch viele zu geben, die glauben, man könne den gegebenen Umständen zum Trotz die Dinge zum besseren wenden. Ich glaube das nicht. Die Universität ist heute nicht mehr als ein Räderwerk, das jeden unbarmherzig verschlingt, der mehr als ein Zahnrad sein möchte.

Condottiere hat gesagt…

Es ist vor Allem auch übel zu sehen, wie junge, talentierte und relativ gut motivierte Bekannte wirklich in dieser Tretmühle fast unter gehen. Vor Allem wenn die Leute noch nebenbei arbeiten müssen. Von "Über-den-Tellerrandschauen" ganz zu schweigen.

Scheinbar also nur noch ein "talent recruiting pool" für "human ressources".

dilettantus in interrete hat gesagt…

Und dann kommt hinzu: Bologna ist eigentlich eine herrliche Stadt!