Donnerstag, 27. November 2008

An den Abt des Klosters Mariawald

Hochwürdigster Herr Abt,

Sie haben vom Heiligen Vater die Erlaubnis erhalten, den usus antiquior in Ihrem Kloster in Mariawald wieder aufzunehmen.

Ich freue mich darüber, nicht weil ich das Alte seines Alters wegen schätze, sondern weil ich seine Überzeitlichkeit und Wirksamkeit erlebt habe. Ohne die alte Messe, den Choral und das Latein wäre mir die Kirche selbst bis heute leider fremd geblieben.

Das Gefühl der Bedeutungslosigkeit des geistlichen Lebens, das mit großer Anspruchslosigkeit und Beliebigkeit einhergeht, macht es schwer, sein Leben ganz in diesen Dienst zu stellen. Sie machen es leichter. Ich werde für Sie beten.

Gott schütze Sie!
Tiberius

Kommentare:

Idaho hat gesagt…

Braucht die Kirche (in diesem Falle die katholische) wirklich lateinische Sprache, Choral und Zelebration wie im "usus antiquior" - oder nicht vielmehr Unmittelbarkeit der Gotteserfahrung wie zum Beispiel in der Mystik?

Herzliche Grüße von einem "Evangelischen"

Nikodemus hat gesagt…

Die Mystik-Begeisterung ist ein zweischneidiges Schwert. Ganz sicher braucht es aber Gotteserfahrung. Da dürften aber so gut wie alle "modern" gestalteten Gottesdienst schlechter abschneiden als die traditionelle Variante.
Zudem geht es ja im Gottesdienst nicht nur, nicht mal in erster Linie um uns, sondern um Gott...