Montag, 19. Januar 2009

Liberalismus: Eros der Freiheit ohne Gott?

Sehr geehrter Herr Gärtner,

ich halte Ihr Urteil zu dem oben ge­schil­der­ten Sach­verhalt für zu­treffend.

Die im Kommentar­be­reich auf­gestell­te Be­haup­tung, daß Teile der christ­lichen Lehre eine Zumu­tung für den Ver­stand seien, muß ich als un­be­gründet zurück­weisen, wie auch die Be­hauptung, der Gott, der das Person-Sein umfasse, wider­spreche dem Gott der Ver­nunft und sei mehr noch als die­ser Quelle von Ge­walt.

Eine der we­sent­lich­en Lei­stun­gen des Christen­tums - wenn man denn wie ein Ideen­ge­schich­tler sprech­en will - ist es, das Schöne, Wahre, Gute und Eine der Griechen, mit der Gottes­eben­bild­lich­keit des Alten Testaments, das heißt dem Person-Sein des Men­schen, unter der göttlichen Liebe, die wahrhaft christ­lich ist, zu vereinen.

Das Person-Sein des Men­schen eta­bliert das Indi­viduum als Subjekt der Sitt­lich­keit. Es ist unverzichtbar. Da das Person-Sein, wie die Liebe und das Wahre, eine Kate­gorie des Gött­lichen ist, muß der Gott, der Liebe und Wahrheit ist, auch Person sein. Mit einer Marienerscheinung hat das noch nichts zu tun.

Mit besten Grüßen
Tiberius

Keine Kommentare: