Mittwoch, 1. Dezember 2010

Alte Messe besonders bei jungen beliebt

Guido Pozzo, der Sekretär der päpstlichen Kommission Ecclesia Dei, antwortet auf Fragen von Radio Vatikan:

"Eine Präzisierung: Welche Einwände erheben Pfarrer oder Bischöfe, die die alte Messe nicht schätzen, um die Nachfrage abzublocken?"

„Es gibt Bischöfe und Priester, die in der Nachfrage nach dem alten Ritus vor allem das Risiko einer Sehnsucht nach dem Ästhetischen, rein Ornamentalen, Formalistischen sehen. Ich will nicht ausschließen, dass das in manchen Fällen stimmt, aber generell zeigt das doch eine Art Vorurteil. Denn der alte Messritus hat einen tiefen Reichtum, der nicht nur respektiert, sondern auch wiederentdeckt werden muss, zum Vorteil der Liturgie, wie man sie auch heute feiert. Diese Vorurteile und Widerstände müssen durch eine Änderung der forma mentis, der Gesinnung, überwunden werden. Es braucht eine angemessenere liturgische Bildung.“

"Wie sehen Sie das Interesse für die außerordentliche Form des Römischen Ritus: wachsend, abnehmend, konstant?"

„Ich würde sagen: wachsend. Auch weil wir beobachten, dass besonders in den jungen Generationen Interesse an und Zulauf zur alten Form der Messe besteht. Und das ist eine überraschende Neuigkeit.“

Mehr dazu auf Radio Vatikan hier.

Kommentare:

curioustraveller hat gesagt…

Dazu kann ich nur sagen: Als ich im letzten Jahr eine "alte Messe" in Frankfurt besucht habe, nur so aus Interesse, war ich überrascht, wie niedrig der Altersdurchschnitt war - ich habe ihn so auf 35-45 geschätzt. Und, was noch mehr war, die Kirche war voll, bis auf ein paar Reihen in den hinteren Bänken.

Tiberius hat gesagt…

Bei uns in Berlin ist die alte Messe auch recht gut besucht, wenn auch nicht voll. Ich habe den Eindruck, daß im Vergleich zu anderen Messen vor allem junge Männer überrepräsentiert sind.