Dienstag, 22. September 2009

Sister Act - eine himmlische Karriere

Gestern Abend schaltete ich im Fernsehen über Sister Act, die Geschichte einer schwarzen Sängerin, die als Zeugin eines Mordes zum Schutz in einem Kloster untergebracht wird. Dort belebt sie - gegen den Widerstand der strengen Mutter Oberin - den angestaubten Nonnenchor mit unterhaltsamen Gospel Einlagen. Der Chor des Klosters hat Erfolg. Er darf auch vor dem Heiligen Vater auftreten, der gerade zu Besuch in San Francisco ist: Der Chor vor dem Altar, der Heilige Vater auf der Empore und junge Leute, die sich fröhlich in den Bänken wiegen.

Es gab eine Zeit - zwischen meiner Kommunion und meiner Firmung -, da habe auch ich mit dem Gedanken geliebäugelt, der Gottesdienst könne von etwas mehr guter Unterhaltung profitieren. Es würden mehr kommen und sie wären lieber da, vor allem die Jüngeren, so wie ich. Nur, damals kam ich nicht zur Messe, um Gott in einem Ereignis kosmischen Ausmaßes zu begegnen. Das auch nur zu denken, wäre mir befremdlich gewesen. Daß die Feier der Messe eine innere Haltung erfordert, die nachgerade nicht auf Unterhaltung angelegt ist, habe ich erst Jahre später erkennen dürfen.

Keine Kommentare: