Samstag, 19. September 2009

Sensation: In Limburg spukt es schon länger

Das Bistum Limburg feiert am 20. September das Kreuzfest unter dem Leitwort: "Christi Kreuz - der Christen Kraft". Der Bischof, Franz-Peter Tebartz-van Elst, lädt dazu alle Katholiken herzlich ein. In der Pressemitteilung heißt es zu seinem Einladungsschreiben: "Er erinnert an die Geschichte des Kreuzesfestes: Bischof Dr. Wilhelm Kempf hat das Bistumsfest 1959 initiiert. Im Geiste des Zweiten Vatikanischen Konzils, wollte er die Vielfalt des kirchlichen Lebens im Bistum erfahrbar machen und stellte die Verehrung der Kreuzesreliquie ins Zentrum des Bistumsfestes."

Das Zweite Vatikanische Konzil fand vom 11. Oktober 1962 bis zum 8. Dezember 1965 statt. Wie kann also der Geist des Konzils drei Jahre vor dessen Beginn durch das Bistum gegangen sein? Wie kann der Schloßherr bleichgewandet mit den Ketten rasseln, wenn er doch noch quietschfidel an seiner Tafel sitzt? Wer schreibt in Limburg diese Geistergeschichten? Und liest der Bischof eigentlich auch mal die Pressemitteilungen seines eigenen Hauses?

Kommentare:

Vox Coelestis ...................... hat gesagt…

Das ist doch das Schöne am Geist des Konzils: Keiner weiß was Genaues, aber jeder kann sich drauf berufen.

Tiberius hat gesagt…

Wenn ich eine Carte Blanche für jeden wollte, wäre ich wohl kaum katholisch.

Stanislaus hat gesagt…

Der Geist des Konzils, der schon vorher gewirkt hat, eben! Mensch, was denkst denn Du??? In Düsseldorf hat man doch auch schon vor dem Konzil die Bänke um den Altar herum gebaut.

Tiberius hat gesagt…

Und ich dachte immer, es gibt nur einen Geist, der die Kirche im allgemeinen und die Konzile der Kirche im besonderen durchweht: den heiligen Geist. Von Bänke, die um den Altar herumgebaut werden, hat das Konzil - soweit ich weiß - nichts überliefert. Es ist für mich unfaßbar, wie dreist der Heilige Geist für jeden Hauspuk herhalten muß. Wenn die Dokumente eines Konzils so unverbindlich sind, dann kann man es ja wohl auch lassen.