Samstag, 26. September 2009

1000 Kreuze für das Leben - oder in die Spree

Eben komme ich vom Schweigemarsch zurück. Die Kundgebung zu Beginn war sehr bewegend. Eine junge Frau erzählte wie sie ihr Kind in der elften Woche abgetrieben hat. Wie man sie zu dieser Entscheidung gedrängt und wie man sie alleingelassen hat und wie schwer es für sie ist, mit dieser Entscheidung zu leben.

Die Gegendemonstranten standen mit im Publikum und skandierten "Heul doch", "Stell dich nicht so an" oder auch die mittlerweile gängigen Phrasen "Hätt´ Maria abgetrieben, wärd ihr uns erspart geblieben", "Religion ist heilbar" usw. Ich werde noch ein Video Online stellen.

Wieder zuhause, klingt das Erlebte in mir nach: Die Trauer um den Verlust ungeborenen Lebens auf der einen und die Verhöhnung der Trauernden, die Lust an der Provokation auf der anderen Seite. Es ist bedrückend, zu sehen, wie unmenschlich Menschen im Namen der Menschlichkeit auftreten können.

Mich macht das traurig.

Kommentare:

Johannes hat gesagt…

Mich macht das eher wütend. Man bedenke: ein Abtreibungskonzern, der von Steuermitteln lebt, ruft zur Gewalt gegen Abtreibungsgegner auf.

Theresia Benedicta hat gesagt…

Wie viel Hass gegen das Leben dahintersteht. Mich macht das immer fassungslos, und sehr skeptisch dem was noch kommen wird gegenüber...

Paul Miller hat gesagt…

Der Hass, der Hohn, die Blindheit - und das deutsche Firmen und Einrichtungen das mitfinanzieren - ist kaum zu ertragen.

Ich bete um ein Einsehen der Befürworter des Massenmords, ein Ende der Abtreibungen, die Seelen der toten Kinder, die uns heute so fehlen. Herr, erbarme Dich unser.

Wieviel Blut wird noch fließen, bis Europa re-christianisiert ist?

Mcp hat gesagt…

Mir hat es Mut gemacht. Die Schreihälse waren, entgegen ihren vollmundigen Ankündigungen und der medialen Unterstützung, in der Minderheit. Ihr Protest war -nun ja- sagen wir es vorsichtig, nicht sehr intellektuell. Ich war überrascht, wie wenig die, im Gegensatz zu den Lebensschützern, denen Demonstrationen eher fremd sind, aufzubieten haben. Es gibt mindestens tausend Gerechte in diesem Land. Mich macht das fröhlich.

Elsa Laska hat gesagt…

Also wenn Mcp, unser Dauergriesgram *gg* Anlass zur Hoffnung sieht, dann können wir die auch haben.