Samstag, 29. August 2009

Gedenken in getrennten Gottesdiensten

Die Berliner Zeitung "Der Tagesspiegel" berichtet über die Gottes­dienste, die dem Beginn des Zweiten Welt­krieges in beson­derer Weise gedenken wollen. Der Auf­hänger des Artikels und damit die eigent­liche Nach­richt ist jedoch nicht das Gedenken im Gottes­dienst, sondern die Abwesen­heit einer ökume­nischen Feier, die, so liest man, bei anderen An­lässen von über­regio­naler Bedeu­tung wie zum Beispiel der Leicht­athle­tik-Welt­meister­schaft oder dem Zusammen­tritt eines neuen Bundes­tages selbst­verständ­lich sei.

Wie es zu diesem Skandal kommen konnte, darf dann der Sprecher der Evange­lischen Kirche, Volker Jastrzembski, aufklären. Selbst­ver­ständlich hätte man gerne mit­einander gefeiert, nicht mitge­macht habe die katholische Kirche. Die erlaube es ihren Geist­lichen nicht, die Messe an einem Sonntag­vormittag für einen ökumenischen Gottes­dienst ausfallen zu lassen.

Die katholische Kirche ist also nicht nur restriktiv und selbstbezüglich, sie hat offenbar auch keinen Pressesprecher, der es erlaubt hätte, mit ihr statt über sie zu sprechen.

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