Freitag, 1. Juli 2011

Gesegnete Brote statt Irritation und Abneigung

Wie schon berichtet, hatte das Bistum Magdeburg erklärt, bei der diesjährigen Fronleichnamsprozession würde ein "gesegnetes Brot" vor den Gläubigen hergetragen. Dazu erklärte der Sprecher des Bistums gegenüber Kath.net:

"... ich bin überzeugt, dass wir in Ostdeutschland, wenn wir überhaupt gehört werden wollen, eine Sprache sprechen müssen, die interessieren und gewinnen kann. In einem solchen Umfeld zu schreiben, wir tragen den Leib und das Blut des Gottessohnes Jesus Christus durch die Straßen und beten es an, würde mit Sicherheit Irritation und Abneigung hervorrufen."

Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll, ob des Bekennermutes dieses Mannes. Wenn das heute zeitgemäße Nachfolge Christi sein soll, dann weiß ich auch nicht. Man stelle sich einfach vor, Pontius Pilatus fragt den Herrn: "Bist du der König der Juden?", und dieser schlackert kurz mit Kopf, zwinkert einmal jovial und sagt: "Ach, manche sagen so und andere so. Wer weiß das schon so genau?"

Ich muß ehrlich sagen, daß ich mich für das Bistum Magedeburg und seinen Sprecher schäme.

Kommentare:

Sarah hat gesagt…

Ich finde es auch vollkommen verständnisvoller hinter gesegnetem Brot her zu ziehen...wo sind die Männer mit der Zwangsjacke? OmG!!!

Tiberius hat gesagt…

Vollkommen richtig! Wenn die Gläubigen hinter einem gesegneten Brot hinterherlaufen ist das natürlich viel verständlicher. Absurd wäre es ja nur, wenn man diesem Stücken Brot huldigen und anbetend davor auf die Knie fallen würde. Das aber, so kann ich aus eigener Anschauung sagen, ist ohnehin nicht mehr der Fall. Wie bescheuert müßte man auch sein, um vor einem Stück Brot, gesegnet oder nicht, auf die Knie zu fallen.