Freitag, 8. Juli 2011

Bamberger Erzbischof Schick: Es gibt Grenzen ...

"Natürlich ist es verständlich, dass Ehepaare sich ein gesundes Kind wünschen und alles tun wollen, dass dieser Wunsch erfüllt wird. Aber es gibt Grenzen. Die entscheidende Grenze ist die Tötung ... eines Menschen. ... Wenn der Test negativ ausgefallen ist, ... ein krankes Kind geboren werden könnte, wird der Embryo getötet. Das darf nicht sein.

Menschliches Leben ist - um Gottes willen - von Anfang an unantastbar.

Und wenn der Test positiv ausgefallen ist, was geschieht mit den übrigen Embryonen? Als ... weitere Konsequenz ergibt sich ..., dass das menschliche Leben in all seinen Phasen nicht mehr absolut geschützt ist. Wenn ein Mensch im Frühstadium ausgesondert werden darf, warum nicht in anderen Phasen des Lebens, beispielsweise im Alter? ... Wenn ein Mensch im embryonalen Stadium getötet werden darf, weil er behindert sein könnte, werden alle Menschen mit Behinderung stigmatisiert und es wird grundsätzlich die Frage nach ihrem Lebensrecht gestellt.

Wegen dieser Konsequenzen muss die PID abgelehnt werden.

Schließlich muss ... die Frage gestellt werden: Sollte ein Ehepaar, so schmerzlich das auch sein mag, nicht auf ein eigenes Kind verzichten, wenn wegen eines genetischen Defekts ein krankes Kind oder eine Tot- oder Fehlgeburt zu befürchten ist? Das Recht auf ein Kind kann nicht absolut und unbegrenzt sein."

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