Freitag, 1. Juli 2011

2 x 3 macht 4 Widdewiddewitt und Drei macht ...

In der aktuellen Ausgabe von "Christ in der Gegenwart" schreibt Chef­re­dak­teur Johannes Röser:

"Bei den allermeisten zutiefst Reformwilligen handelt es sich um Katholiken, die ihr sakramentales Leben ernst nehmen und pflegen, die regelmäßig sonntags zur Kirche gehen und die als verant­wor­tungs­volle Eltern ihren Kindern ein glaub­wür­di­ges Christ­sein und eine glaub­wür­di­ge Kirche, geistig auf der Höhe der Zeit, ver­mitteln wollen. Bezeich­nend ist, dass öffent­liche Re­form­vor­stöße neuerer Zeit unter anderem von um­sich­tigen, frommen Politi­kern unter­nommen wur­den. Das Theo­lo­gen­me­mo­ran­dum wurde von an­ge­seh­enen Ge­lehrten unter­zeichnet, auch wenn man berechtigt fragen kann, ob die thesen­artigen plaka­tiven For­mu­lie­rungen und die Prä­sen­tation eines Sammel­suriums sehr ver­schie­den­artiger For­der­ungen glücklich waren. Inzwischen aber scheint die konzils­be­wegte Mehr­heit nicht länger schweigen und das Feld den Wortlaut aufdringlichen restaurativen Minderheiten überlassen zu wollen, die für sich die Mei­nungs­hoheit über das be­an­spruchen, was katholische Recht­gläu­big­keit sei."

In Deutschland leben 25 Millionen Katholiken. Davon lesen 70.000 "Christ in der Gegenwart". 99 Prozent der Leser halten die Zeitung für ehrlich und glaubwürdig, 94 Prozent lesen sie regelmäßig und 62 Prozent seit 10 Jahren oder länger, nur 17 Prozent haben schon einmal über eine Kündigung nachgedacht und 61 Prozent der Leserschaft waren oder sind leitende Angestellte und Beamte.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Tja, leider gibt es eine mediale Einseitigkeit, die dafür sorgt, daß jede Bestrebung die Kirche anzupassen ( an EKD, den Zeitgeist..)hochlobend bejubelt wird ( die Agitatoren sich selbst natürlich auch ) und diejenigen, die auf den katholischen Fundament bleiben möchten als Traditionalistische Minderheiten verunglimpft werden. Ich als "normaler" Katholik stelle mir ( für mich ) langsam die Frage, ob - im Falle des Erfolgs der Memorandum(m)sforderungen meine katholische Heimat nicht bei den ach so pösen Piussen zu finden wäre. Hier in D herrscht anscheinend schon das Schisma, nur wegen der Finanzquellen ( Kirchensteuer ) möchten die Trenner wahrscheinlich an der Institution RKK festhalten und niemand ( auch nicht die Hirten ) trauen sich der Wahrheit ins Gesicht zu sehen! Die Heimat der von Herrn Rösner hochgelobten "Katholiken" ist bestimmt nur noch am Rande die Hl.Katholische Kirche - denn in den Gemeinschaften der EKD fänden die Meisten der hehren Memorandisten und ihr Anhang eine wahre Heimat ihrer Beliebigkeit!

Anonym hat gesagt…

Möchte zu meinem vorherigen Kommentar noch was hinzufügen: MP Kretzschmann aus BaWü wird ja sehr gerne als Beispiel eines modernen Katholiken genommen, engagiert und offen, den wirklichen Problemen zugewandt - aha, befürwortet die Liberalisierung der Abtreibung ( Massenmord !), die Gleichstellung sündhaft widernatürlicher Lebensformen ( Homoehe..)und alle kirchenfeindlichen sonstigen Punkte aus dem GrünInnenprogramm! So sollte also ein moderner Katholik aussehen - dann bin ich gerne fundamentaler Traditionalist!!!

Tiberius hat gesagt…

Der Analyse kann ich nur zustimmen. Ich bin sehr froh, in Berlin das Institut St. Philipp Neri zu haben, das ganz unverkrampft katholisch ist, katholisch aber durch und durch. Wahrscheinlich würde ich andernorts versuchen zur Petrusbruderschaft zu kommen. Wenn die Piusbruderschaft ihren kanonischen Status klären kann, dann würde ich es auch dort versuchen. Vorher allerdings nicht.