Dienstag, 3. Mai 2011

Zum Glück gibt es Tolkiens Herrn der Ringe!

Osama bin Laden ist tot. Frank Schirrmacher kommentiert die Reaktionen. Er zitiert Frederico Lombardi, den Sprecher des Papstes: "Ein Christ sollte niemals den Tod eines Menschen begrüßen" und schließt gleich an, wem das "zu christlich" sei, der möge sich der Worte Gandalfs in Der Herr der Ringe erinnern. Dort heiße es nämlich: "Viele, die leben, verdienen den Tod. Und manche, die sterben, verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben? Dann sei auch nicht so rasch mit einem Todesurteil bei der Hand."

Danke, liebe FAZ! - Ich habe Tolkien gerne gelesen. Bin ich aber der einzige, dem solche Ausführungen irgendwie peinlich sind?

Kommentare:

Arminius hat gesagt…

Ich verweise in diesem Zusammenhang auf einen Kommentar in der Welt.

Anonym hat gesagt…

Schirrmachers Kommentar grandios! Tolkien ist doch nur die säkulare Version. So erreicht man auch die Heiden.

Tiberius hat gesagt…

Ja, ist klar. Was man aus dem Mund des Papstes nicht hören mag, daß läßt man sich von Gandalf sagen. Als Orientierungsgeber spielen sie ja eh in der gleichen Liga, oder nicht?

Peinlich finde ich es, für Schirrmacher und sein Publikum, wenn er glaubt, es sei notwendig, eine Romanfigur als Zeugen aufzurufen, weil andere Zeugen "christlich" kontaminiert sind.

Abgesehen natürlich davon, daß auch Gandalf einer Feder entsprang, die von einem Christen geführt wurde. Dasselbe aus einem anderen Mund, aber aus der gleichen Quelle.

Von der Wahrheit kann es letztlich keine säkulare Version geben.

HettG hat gesagt…

Es ist doch strategisch. Es ging ihm offenbar darum, Menschen zu erreichen, die beim Wort Papst abschalten. Spaeter sagt er ja auch die Wurzel unserer Kultur sei die Geburt Jesu.