Sonntag, 1. Mai 2011

Zollitsch zur Seeligsprechung Johannes Pauls II.

"Wie viel Widerspruch, Ablehnung, Verständnislosigkeit und Desinteresse unser christlicher Glaube derzeit erfährt, war nicht nur Johannes Paul bestens vertraut; auch wir wissen etwa um die Diskussionen um den Gottesbezug in der Europäischen Verfassung, um die Versuche unseren Glauben ins Private zurückzudrängen, um die Initiativen zur Aufweichung der Ruhe am Karfreitag und nicht zuletzt um die schrecklichen Christenverfolgungen in vielen Ländern der Erde. Und dennoch und gerade deshalb hat Papst Johannes Paul II. daran festgehalten, immer und immer wieder die Wahrheit Jesu Christi zu verkünden – gelegen und ungelegen. In einer Zeit, gewaltiger gesellschaftlicher Umbrüche, in der bisherige Maßstäbe ins Wanken geraten oder bereits vollständig verschwunden sind, war Papst Johannes Paul der markante Fels in der mitunter stürmischen Brandung des Zeitgeistes. Er, der unerschrocken für die Unverletzlichkeit der Würde des Menschen und die Achtung der fundamentalen Menschenrechte eintrat, war und blieb ein entschiedener Kämpfer für eine „Kultur des Lebens“."

Aus der Predigt von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch zur Seeligsprechung von Papst Johannes Paul II. Kaum zu Glauben, daß die Osterpredigt aus derselben Feder stammt.

1 Kommentar:

Florianus hat gesagt…

war gerade in der Abendmesse, wo ich diese Predigt gehört habe - war ziemlich beeindruckend, was der Erzbischof so aus dem Leben vom seligen JPII berichtet hat (ganze Nächte durchgebetet, Leben von junger Jüdin 1945 gerettet ...)