Samstag, 23. Mai 2009

Anselm Grün erwartet gemeinsames Abendmahl

Die "Katholische Internationale Presseagentur" berichtet, Pater Anselm Grün habe sich für ein gemeinsames Abendmahl von Protestanten und Katholiken auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München ausgesprochen. "Wir hoffen, daß es dann so sein wird", äußerte er auf dem Evangelischen Kirchentag bei einem Konzert des protestantischen Liedermachers Clemens Bittlinger. Für diese Bemerkung habe er, wie die Agentur vermeldet, großen Beifall erhalten.

Die "Katholische Internationale Presseagentur" hat ihren Sitz in der Schweiz. Sie ist eine Partneragentur der Katholischen Nachrichtenagentur in Deutschland und der Kathpress in Österreich. Pater Anselm Grün ist Cellerar der Benediktiner-Abtei Münsterschwarzach. Neben einer umfangreichen Autorentätigkeit und vielen Vorträgen, kümmert er sich auch um die Betreuung von Geistlichen, die in eine Krise geraten sind.

Kommentare:

Alipius hat gesagt…

He!

He-heh!

HAAAAA! HAAAAAAAAA-HA-HA!

Anselm Grün... ** schnief ** ... Anselm Grün auf einem Konzert von... ** tränenausdenaugenwisch ** ... von Clemens Bittlinger... ** naseputz **?

Na servus!

K9WlkG4CuuoCnVQLIiLO0VLpalbgoaA- hat gesagt…

Es ist einfach, Beifall zu bekommen. Man muss nur die Augen ein wenig vor der Realität verschließen.

Stanislaus hat gesagt…

Ja und???? Dann einfach den Tisch abends decken und lecker mit den Protestanten was essen und trinken. Wo liegt denn das Problem???

Pater Siegfried hat gesagt…

Vernünftiger als P. Anselm Grüns Privatmeinung aber vor allem für alle Katholiken maßgeblich und verbindlich sind die Worte von Johannes Paul II., die er in seiner großartigen Enzyklika "ECCLESIA DE EUCHARISTIA" (2003) niedergeschrieben hat.

Das ist was "zählt"! Oder etwa nicht? -
Hier nur ein Ausschnitt daraus:

44. Weil die Einheit der Kirche, welche die Eucharistie durch das Opfer und den Empfang des Leibes und Blutes des Herrn verwirklicht, unter dem unabdingbaren Anspruch der vollen Gemeinschaft durch die Bande des Glaubensbekenntnisses, der Sakramente und des kirchlichen Leitungsamtes steht, ist es nicht möglich, die eucharistische Liturgie gemeinsam zu feiern, bevor diese Bande in ihrer Unversehrtheit nicht wiederhergestellt sind. Eine derartige Konzelebration wäre kein gültiges Mittel, sondern könnte sich sogar als ein Hindernis für das Erreichen der vollen Gemeinschaft erweisen. Sie würde den Sinn dafür abschwächen, wie weit das Ziel entfernt ist, und eine zweideutige Auffassung über die eine oder andere Glaubenswahrheit mit sich bringen und fördern. Der Weg zur vollen Einheit kann nur in der Wahrheit beschritten werden. Das Verbot durch das kirchliche Gesetz lässt in dieser Frage keinen Raum für Unklarheiten und folgt in Treue der vom Zweiten Vatikanischen Konzil verkündeten moralischen Norm.
Ich möchte aber bekräftigen, was ich in der Enzyklika Ut unum sint ausführte, nachdem ich die Unmöglichkeit der gegenseitigen Eucharistiegemeinschaft festgestellt habe: “Doch haben wir den sehnlichen Wunsch, gemeinsam die Eucharistie des Herrn zu feiern, und dieser Wunsch wird schon zu einem gemeinsamen Lob, zu ein und demselben Bittgebet. Gemeinsam wenden wir uns an den Vater und tun das zunehmend ,mit nur einem Herzen‘”.

45. Wenn die volle Gemeinschaft fehlt, ist die Konzelebration in keinem Fall statthaft. Dies gilt nicht für die Spendung der Eucharistie unter besonderen Umständen und an einzelne Personen, die zu Kirchen oder kirchlichen Gemeinschaften gehören, die nicht in der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen. In diesem Fall geht es nämlich darum, einem schwerwiegenden geistlichen Bedürfnis einzelner Gläubiger im Hinblick auf das ewige Heil entgegenzukommen, nicht aber um die Praxis einer Interkommunion, die nicht möglich ist, solange die sichtbaren Bande der kirchlichen Gemeinschaft nicht vollständig geknüpft sind.

Phil hat gesagt…

Hoffnung ist ja eine gute Sache, aber ich denke, der Herr Anselm Grün sollte für ein wirklich im wahrsten Sinne des Wortes GEMEINSAMES Abendmahl (dazu gleich ein erklärungssatz) noch min fünfzig Jahre aufrechnen. Die Theologie etc. ist einfach zu unterschiedlich.

Zum gemeinsamen etc.: Ich kenne mich da mit der protestantischen Theologie nicht aus, aber bei uns katholiken wird die Hl. Messe in Gemeinschaft mit der Weltkirche gefeiert. Und auch bei dem Protestanten wird es genügend Leute geben, die ein Abendmahl mit den Katholiken - nicht vergessen, auch wenn uns viel eint, gibt es doch noch nicht überwundene Unterschiede - befremden würden. Es ist keine für sich isolierte Veranstaltung. Selbst wenn man mal ganz liberal ist und behauptet, daß es nicht klar wäre, welche Seite irrt, ist es weiterhin so, daß ein Abendmahl einer Gruppe Katholiken mit einer Gruppe Protestanten nicht gemeinsam wäre, weil die Katholiken eben nicht in Gemeinschaft mit Rom feiern würden. Es wäre in meinen Augen eine kleinkarierte Veranstaltung eines Grüppchens, was sich halt nett findet.
Auch wenn ich den Initiatoren und Herrn Grün die besten Absichten unterstelle, weiß ich wirklich nicht, ob ein verfrühtes gemeinsames Abendmahl hilfreich wäre.
(aber ich bin ja auch radikal und würde nur in Notsituationen bei einen nicht-katholischen Gottesdienst mitfeiern)
Was ich auf dem Weg zur Einheit sinnvoller finden würde, wäre, sich öfter gegenseitig zu besuchen. Warum denn nicht auf dem ökumenischen Kirchentag die Zeiten der Hl.Messe/des Abendmahls so wählen, daß man bei einer Sache mitfeiern, bei der anderen zusehen kann?

Elsa Laska hat gesagt…

An der Stelle kann man jetzt auch mal lobend auf die Äußerungen von EB Zollitsch in der Sache verweisen, damit Phil sieht, dass sowas auch durchaus wahrgenommen wird. Also ausdrückliches Lob für Zollitsch, jedenfalls von mir.

Aber leider auch ein Buh für Bischof Feige *gg* (vgl. Blogeintrag bei mir].

Nikodemus hat gesagt…

Ich finde den Mann eigentlich eher krisenförderlich, als krisenlösend.

Tom hat gesagt…

Der Vielschreiber Pater Anselm Grün (es gab sicher auch gute Schriften, bevor sich alles ständig wiederholte...)scheint mir in eine ungute Abhängigkeit gerutscht zu sein. Öffentlich unliebsame Positionen kann er sich nicht leisten. Schlecht fürs Geschäft. Schade eigentlich, war doch die Abtei Münsterschwarzach einst ein Bollwerk des kath. Glaubens.

Lupambulus Berolinen. hat gesagt…

Immerhin hat der Reverendus gerade einer arg rechtslastigen Internetseite ein Interview gewährt:
http://www.freiewelt.net/nachricht-1204/exklusiv-interview-mit-anselm-gr%FCn.html
Und was er sagt, ist gewiss nicht originell, aber auch (eben deswegen?) gar nicht so verkehrt...