Sonntag, 3. April 2011

Heilige Messe im militärischen Sicherheitsbereich

Heute sind wir, das Proprium in der Tasche, nach Blankenese, zur Bundeswehr und haben unsere Sonntagspflicht erfüllt. Die Führungsakademie der Bundeswehr liegt in der Nähe der Elbchaussee. Für Hamburger Verhältnisse ist das keine schlechte Adresse, nur ist sie leider etwas ab vom Schuß.

Im Stabsgebäude der Akademie gibt es einen Andachtsraum mit einem Altar, einer kleinen Orgel und Kniebänken für etwa 70 Personen. Pfarrer Walter Dreesbach empfängt uns gut gelaunt am Eingang. Es ist noch Zeit, um mit der Organistin ein paar Absprachen zu treffen und ein paar Stellen des Ordinariums einzuüben.

Die Messe wird von etwa 30 Personen besucht. Mehr als die Hälfte sind Kinder. Es sind vor allem Familien von Offizieren, die einen Lehrgang an der Führungsakademie absolvieren. Hauptsächlich Franzosen. Nur wenige Hamburger schaffen es von außerhalb in die Messe. Einer kommt aus Pinneberg. Er braucht eine Stunde mit der Bahn.

Wer nicht persönlich an der Wache abgeholt wird, kommt auch nicht rein. Die Akademie ist militärischer Sicherheitsbereich und das sind nun mal die Spielregeln. Anfangs hatte Pfarrer Dreesbach das Erzbistum Hamburg um eine öffentlich zugängliche Kirche oder Kapelle gebeten. Freunde hat er sich damit nicht gemacht. Am Ende blieb ihm nur der Andachtsraum.

Vor einigen Monaten bot ihm dann ein Hamburger Pfarrer an, die heilige Messe auch in seiner Kirche feiern zu dürfen. Da aber stand schon fest, daß Dreesbach in sein Heimatbistum Aachen zurückkehren wird. Ich finde das schade! Mir hat die Begegnung große Freude gemacht und immer werde ich mich gerne an die heutige Messe zurückerinnern.

Wenn ich wieder mal in Hamburg bin, gehe ich - besteht die Möglichkeit - wieder hin.

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