Donnerstag, 17. März 2011

Auch noch die Giordano-Bruno-Stiftung zur PID

Die "Ethikkommission der Giordano-Bruno Stiftung" hat eine Stellungnahme zur PID veröffentlicht. Ich zitiere nur den letzten Absatz von sechs Seiten:

„Die Annahme, dass die Vernichtung befruchteter Eizellen mit genetischen Defekten zur Diskriminierung von Behinderten führt, ist ähnlich absurd wie die Forderung nach Abschaffung der Impfung gegen Kinderlähmung, weil diese eine Diskriminierung von Menschen mit Kinderlähmung zur Folge haben könnte. Wer eine rationale, humanistische Sichtweise vertritt, dem sollte klar sein, dass Behinderte und Kranke unsere volle Unterstützung verdienen, Behinderung und Krankheit jedoch nicht“.

Ich sehe schon mit lapidaren Zeilen den Schrieb: "Liebe Behinderte, es freut uns ihnen mitteilen zu können, daß wir erfolgreich gegen ihre Behinderung vorgehen konnten. Leider müssen wir ihnen aber auch mitteilen, daß auch sie dabei beseitigt wurden." Was für herrliche Zeiten - mit einer rationalen, humanistischen Medizin, die Krankheiten "heilt" und Kranke tötet.

Zur "Ethikkommission der Giordano-Bruno Stiftung" gehören Dieter Birnbacher, Theodor Ebert, Eric Hilgendorf, Norbert Hoerster, Fiona Lorenz, Thomas Metzinger, Michael Schmidt-Salomon, Ulla Wessels und Franz Josef Wetz. Manche werden sich fragen, warum nicht auch Viktor Brack, Karl Gebhardt, Rudolf Brandt und Karl Brandt, Waldemar Hoven, Joachim Mrugowsky und Wolfram Sievers dieser "Ethikkommission" angehören.

Die Antwort ist ganz einfach. Den Herren fehlt es bereits seit Juni ´48 an "Empfindungsfähigkeit" und "aktualem Lebensinteresse". Zwei Merkmale, die auch einem guten Schnitzel nicht allzulange abgehen sollten. Aber was macht das schon für einen Unterschied?

Kommentare:

Josef Bordat hat gesagt…

"Die Annahme, dass die Vernichtung befruchteter Eizellen mit genetischen Defekten zur Diskriminierung von Behinderten führt, ist ähnlich absurd wie die Forderung nach Abschaffung der Impfung gegen Kinderlähmung, weil diese eine Diskriminierung von Menschen mit Kinderlähmung zur Folge haben könnte."

Unsinn. Eine Impfung mit der Vernichtung von menschlichem Leben zu vergleichen, *das* ist absurd. Bei der PID wird ja Behinderung und Krankheit abgeschafft, indem das behinderte und kranke menschliche Leben abgeschafft wird.

Aber die Frage ist weniger: Wollen wir das Leid abschaffen oder den Leidenden?, sondern vielmehr die Frage, die eine anthropologische Etage tiefer liegt: Erkennen wir im ungeborenen menschlichen Leben den Leidenden oder nur das Leid?

Josef Bordat

Tiberius hat gesagt…

Hier wird ja nicht einmal menschliches Leben erkannt.

Wenn man die Empfindungsfähigkeit und das Lebensinteresse zum Maßstab für die Rechtsfähigkeit eines Lebewesens macht, gibt das zwischen Dr. Schmidt-Salomon und einem gemeinen Hausschwein noch keinen Unterschied.

Merkwürdigerweise ist heute fast jeder in der Lage, zu erkennen, daß es einen Zusammenhang zwischen Atomkraft und radioaktivem Müll gibt. Wer radioaktiven Müll will, kann Atomkraft nicht abschaffen wollen.

Wahrscheinlich wird auch keiner bezweifeln, daß es keinen Sinn macht Tunnel für Kröten zu bauen, wenn man deren Laich beiseite schafft: Ohne Laich keine Kröten, ohne Raupe keinen Schmetterling.

Nur wenn es an den Menschen geht, ist man bereit zu übersehen, daß alles, was sich Herr Schmidt-Salomon unter einem Menschen vorstellen kann, - was wahrlich nicht viel ist - in der befruchteten Eizelle bereits enthalten ist.