Samstag, 14. April 2012

Erneuerter Chor- und Altarraum in St. Andreas

Der Altarraum der St. Andreas Kir­che wurde nach "Kriegs­zer­stö­run­gen" 1959 nach den Plä­nen des Bild­hau­ers Ewald Ma­ta­ré um­ge­baut. Der Altar im vor­­de­ren Be­­reich - vor den Ko­mmun­­ion­­schran­­ken - dürf­te spä­ter da­zu­ge­kommen sein. Da ich nicht er­kennen kann, welchen Sinn die Fern­seh­ba­lett ver­däch­ti­gen Treppen rechts und links des Al­ta­res haben, möchte ich an­neh­men, daß es auch weitere Ver­än­der­un­gen gegeben hat, die ein ur­sprüng­lich schlüssi­ges En­sem­ble auf­ge­broch­en ha­ben.

Kommentare:

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Die Treppenanlage scheint zum Konzept zu gehören; stilistisch kämen auch fast nur die End-50er in Frage, und selbst hierfür ist das "Design" fast schon etwas überholt.

Über solche Treppen konnte das Allerheiligste auf einen erhöhten Aussetzungsthron getragen werden - wobei die Treppen meist weniger ausladend und hinter den Altären dem Blick entzogen waren.

Vielleicht ist es überkommener Teil einer älteren Anlage, deren Altaraufbau im Gegensatz zur Treppe den Krieg nicht überstanden hat?

Tiberius hat gesagt…

Mit einem solchen Thron hätten die Treppen zumindest eine Funktion. Ich persönlich würde es bevorzugen, wenn der Altar am höchsten ebenen Punkt steht und nicht darunter. Die Stufen, die man früher zum Altar hochsteigen mußte stehen ja für die Berge des alten und neuen Bundes. Angesichts des Ensembles handelt es sich dabei aber wohl um eine eher spitzfindige Kritik.

Puntualizzazione hat gesagt…

In der Steglitzer Rosenkranz-Basilika sind die Treppen hinter Vorhängen versteckt:
http://www.gloria.tv/thumbnail/2009-08/media-31945-2.jpg

Tiberius hat gesagt…

Oh, danke! Das ist interessant und - wie ich finde - besser gelöst.